Rosenheim – Am Bahnhofsausgang Süd in der Klepperstraße sollen 28 Frauenparkplätze in Rosenheim ausgewiesen werden. Der Ausschuss für Verkehrsfragen und ÖPNV hat dem entsprechenden Antrag der CSU-Stadtratsfraktion mehrheitlich zugestimmt.
Vorgesehen sind zehn Stellplätze links des Bahnhofsausgangs, direkt im Anschluss an die bereits vorhandenen Parkplätze für Schwerbehinderte. Weitere 18 Frauenparkplätze sollen in der ersten senkrechten Stellplatzreihe entstehen.
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Frauenparkplätze gibt es in Rosenheim bereits. Im Parkhaus P12 Bahnhof Nord sind acht Stellplätze entsprechend ausgewiesen. Die nun beantragten 28 Plätze sollen dagegen auf dem P+R-Parkplatz im Freien an der Klepperstraße auf der Südseite des Bahnhofs entstehen.
Die CSU begründet ihren Antrag mit dem Sicherheitsgefühl von Frauen. Durch die kürzeren und direkteren Wege zwischen Bahnhof und Auto sollen insbesondere in den dunklen Abendstunden unsichere Situationen vermieden werden. Zusätzlich soll geprüft werden, ob die Beleuchtung im Bereich der vorgesehenen Stellplätze ausreichend ist und gegebenenfalls verbessert werden kann.
Förderauflagen müssen noch geprüft werden
Ob die 28 Frauenparkplätze tatsächlich ausgewiesen werden können, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Der P+R-Parkplatz an der Klepperstraße wurde mit Unterstützung des Freistaats Bayern errichtet. Eine Förderauflage ist, dass die Stellplätze ausschließlich Bahnnutzern zur Verfügung stehen. Die Stadtverwaltung klärt deshalb derzeit mit der Förderbehörde, ob die Ausweisung von Frauenparkplätzen damit vereinbar ist. Auch zur Beleuchtung steht sie mit den Stadtwerken Rosenheim in Kontakt.
Im Ausschuss wurde außerdem darüber gesprochen, wie die Einhaltung der Frauenparkplätze kontrolliert werden könnte.
CSU-Stadtrat Florian Ludwig stellte sich eine ähnliche Beschilderung und Kennzeichnung wie in Parkhäusern vor. FDP-Stadtrat Rosenheim äußerte dagegen Zweifel, dass sich die Regelung durchsetzen lasse. „Die Einhaltung kann nicht durchgesetzt werden“, meinte er und bezeichnete die Ausweisung als „Symbolpolitik“. Er stimmte deshalb gegen den Antrag.
Die Mehrheit des Ausschusses sprach sich am Schluss der Diskussion für die Ausweisung der 28 Frauenparkplätze aus.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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