Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1968. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Rutsche im Rosenheimer Freibad.
Das Rosenheimer Freibad wurde von vielen Einheimischen damals noch ganz selbstverständlich „Schwimmschule“ genannt. Die Aufnahme zeigt eine Rutsche, die mit ihrer geschwungenen Treppe heute ungewohnt wirkt.
Die bekannte lange Schlangenrutsche, die viele Rosenheimer aus späteren Jahrzehnten kennen, gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die auf dem Foto zu sehende kompakte Rutsche gehörte zu den früheren Rutsch-Attraktionen des Bades.
Das Freibad selbst hatte zu dieser Zeit bereits eine lange Geschichte hinter sich. Die städtische Badeanstalt zwischen Mangfall und Kaltenmühlbach war 1872 eröffnet worden. 1956 und 1957 wurde die Anlage umfassend erneuert, unter anderem mit neuen Becken und einem neuen Eingangsgebäude.
Auch bei den Liegeflächen hatte sich wenige Jahre vor unserer Aufnahme etwas verändert: 1965 wurde der südlich gelegene „Stadtsee“, zu dieser Zeit schon eher negativ besetzt „Mückenweiher“ genannt, zugeschüttet. Dadurch stand dem Freibad mehr Liegefläche zur Verfügung.
Ein kleiner Blick zurück auf die Rosenheimer „Schwimmschule“ und eine Rutsche, die heute längst Geschichte ist.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Krämer / Artikel Karin Wunsam)


Bin 1948 in Rosenheim geboren und habe dort das Schwimmen gelernt. Zum Trocknen haben wir uns auf das sogenannte Sonnenbrettl gelegt. Für den kleinen Hunger gab es beliebten Waffelbruch. Den Stadtsee kannte ich auch sehr gut. Da haben wir immer wenn wir sie erwischten Frösche gefangen. Nach genauerer Begutachtung haben wir sie wieder ins Wasser gebracht. War meine schönste Kindheit.