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159 Ausbildungsplätze in Rosenheim noch frei

Backen ist Handwerk - und bleibt es auch, so die Gewerkschaft NGG Rosenheim-Oberbayern. Foto: Copyright NGG

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

21. August 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Rosenheim noch 159 Ausbildungsplätze unbesetzt. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Rosenheim-Oberbayern hin und beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Die meisten Ausbildungen beginnen im September, laut NGG sind aber auch spätere Einstiege möglich.

Manuel Halbmeier, Geschäftsführer der NGG Rosenheim-Oberbayern, empfiehlt Jugendlichen, sich auch bei Betrieben aus Handwerk und Industrie nach Ausbildungsplätzen umzusehen. Besonders die Lebensmittelproduktion biete aus seiner Sicht gute Perspektiven. „Vor allem die Lebensmittelherstellung ist eine krisensichere Sache. Hinter Getränken und Nahrungsmitteln stecken immer Menschen, die sie entwickeln, produzieren, lagern, vertreiben und die vor allem auch die Qualität überprüfen“, sagt Halbmeier.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz?

Nach Angaben der Gewerkschaft kommt künstliche Intelligenz (KI) inzwischen auch in der Lebensmittelproduktion zum Einsatz. Als Beispiel nennt Halbmeier Bäckereien, in denen KI teilweise dabei eingesetzt werde, den Bedarf an weiteren Backwaren während des Tages abzuschätzen. „Etwa dann, wenn es darum geht, tagsüber möglichst zielsicher abzuschätzen, was noch nachgebacken werden muss: Den Abgleich per Cam-Check von dem, was noch in der Bäckereitheke liegt und was bis zum Geschäftsschluss noch über den Verkaufstresen gehen wird, macht in einigen Bäckereien schon die KI. Aber das Backen bleibt ein Handwerk. Das ist ganz und gar nicht ‚KI-wackelig‘“, sagt Halbmeier.

Auch beim Materialeinkauf könne KI eingesetzt werden. Andere Aufgaben blieben nach Einschätzung des NGG-Geschäftsführers jedoch weiterhin auf menschliche Fachkräfte angewiesen. Dazu zählt er unter anderem das Einrichten und Warten von Maschinen, die Überwachung von Produktionsprozessen sowie die Entwicklung neuer Produkte. „Aber das Einrichten und Warten von Maschinen in der Produktionsstraße der Lebensmittelindustrie, das Überwachen der Prozesse oder das Kreieren neuer Produkte im Labor – da ist der Mensch gefragt – in der Milch- oder der Süßwarentechnologie, in der Brauerei oder der Bäckerei“, so Halbmeier.

Aus Sicht der NGG gewinnt damit auch die Weiterbildung von Beschäftigten an Bedeutung. „Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, sind die Betriebe in Rosenheim gut beraten, für Fortbildung und damit für Branchen-Know-how zu sorgen. Denn KI kann nur so effektiv im Betrieb genutzt werden, wie Menschen in der Lage sind, sie optimal einzusetzen“, sagt Halbmeier.
(Quelle: Pressemitteilung NGG / Beitragsbild: Copyright NGG /Tobias Seifert)

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