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Ein Denkmal für Rosenheims Berge: Der Felsenbrunnen

Felsenbrunnen in Rosenheim. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

23. August 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Die Nähe zu den Bergen spielt im Freizeitverhalten vieler Rosenheimer eine wichtige Rolle. Schon vor mehr als 100 Jahren wurde diese Verbundenheit mit den Alpen mitten in der Stadt sichtbar gemacht – mit dem Felsenbrunnen an der Ecke Prinzregentenstraße/Stollstraße.

Errichtet wurde der sogenannte „Alpine Brunnen“ im Jahr 1908 vom damaligen Rosenheimer Stadtgärtner Karl Stange. Der aus Württemberg stammende Stange war seit 1893 für die städtischen Anlagen verantwortlich. Mit dem Felsenarrangement  aus natürlichen Bruchsteinen sollte die Nähe Rosenheims zu den Bergen sichtbar gemacht werden.

Früher mit Wasserfall und Beleuchtung

Der Brunnen sah ursprünglich deutlich spektakulärer aus als heute. Zwischen den aufgeschichteten Natursteinen floss Wasser über einen kleinen Wasserfall. Außerdem war die Anlage beleuchtet. Der Brunnen lag damals am Beginn des noch offen verlaufenden Stadtbachs.
Direkt daneben befand sich die Stollschule. Für deren Schüler war der Felsenbrunnen offenbar nicht nur ein Schmuckstück, sondern auch ein beliebtes Kletterobjekt. Das Stadtarchiv Rosenheim berichtet von Kindern, die auf den Felsen herumkletterten.

Im Laufe der Jahrzehnte veränderte sich das Umfeld stark. Die Stollschule wurde 1985 abgerissen, ein früheres Eckhaus an der Prinzregenten- und Stollstraße bereits 1973. Auch der Brunnen selbst blieb nicht unverändert.

Mehrmals stand der Brunnen vor dem Aus

Sein Erhalt war keineswegs selbstverständlich. Anfang der 1960er Jahre gab es Überlegungen, den Felsenbrunnen zugunsten eines Verkehrspavillons zu beseitigen. Der Stadtrat griff die Pläne auf, umgesetzt wurden sie jedoch nicht.

Auch 2002 stand der Brunnen erneut zur Diskussion. Damals wurde vorgeschlagen, das inzwischen stark veränderte Ensemble zu entfernen. Der Bauausschuss entschied sich dagegen. Dabei spielten offenbar auch die Erinnerungen vieler Rosenheimer eine Rolle, die den Felsenbrunnen aus ihrer Kindheit kannten.
Später wurde die Anlage saniert, sodass wieder Wasser fließen konnte.

Heute noch Trinkwasserbrunnen

Wer heute am Felsenbrunnen vorbeikommt, denkt vermutlich nicht sofort daran, dass die Anlage weiterhin eine praktische Funktion erfüllt: Der Felsenbrunnen ist ein öffentlicher Trinkwasserbrunnen.
Aus dem einstigen „Alpinen Brunnen“ ist damit ein Stück Rosenheimer Stadtgeschichte geworden. Die ursprüngliche Idee, mit den Felsen die Nähe zu den Alpen sichtbar zu machen, ist noch heute erkennbar.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

1 Kommentar

  1. Es wäre schade wenn wir den Brunnen nicht mehr hätten. Er ist scgon etwas Besonderes. Für mich mit einer besonderen Erinnerung verbunden.

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