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Zum Schulstart: Bündnis fordert sichere Schulwege für Kinder

Fußgängerampel. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

15. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Heute beginnt in Bayern das neue Schuljahr – und damit sind auch wieder viele Kinder auf dem Weg zur Schule unterwegs. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen deshalb dazu auf, möglichst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zur Schule zu kommen. Gleichzeitig fordern die Verbände von den Kommunen, mehr für sichere Schulwege zu tun.

Nach Angaben des Bündnisses „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ werden bundesweit rund 38 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht. Grundlage dafür ist der „Monitor Fußverkehr 2024“ des Sinus-Instituts im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums.
Gerade zu Schulbeginn und Schulende könne der Autoverkehr rund um die Schulen dadurch dicht und unübersichtlich werden, so die Verbände. Für Kinder, die erst lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, könne das problematisch sein.

Schulweg gemeinsam üben

Das Deutsche Kinderhilfswerk, der VBE und der VCD empfehlen Eltern deshalb, den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern zu üben und möglichst auf das Auto zu verzichten. Ein aktiver Schulweg habe aus Sicht der Verbände mehrere Vorteile: Kinder würden selbstständiger, bewegten sich mehr und könnten den Weg gemeinsam mit Freunden zurücklegen.
Gleichzeitig sehen die Organisationen auch die Kommunen in der Verantwortung. Sie sollten die Möglichkeiten nutzen, die sich nach der Reform der Straßenverkehrsordnung im Jahr 2024 ergeben haben, und sichere Schulwege konsequenter voranbringen.

Als eine Möglichkeit nennt das Bündnis sogenannte Schulstraßen. Dabei wird der Bereich unmittelbar vor einer Schule zu bestimmten Zeiten für den Autoverkehr gesperrt. Auch Elternhaltestellen könnten nach Ansicht der Verbände dazu beitragen, den Hol- und Bringverkehr vom direkten Schulumfeld fernzuhalten.
Langfristig fordern DKHW, VBE und VCD ein Verkehrssystem, das Kindern mehr selbstständige Mobilität ermöglicht. Dazu zählen nach ihren Vorstellungen unter anderem übersichtliche Kreuzungen, ausreichend lange Grünphasen an Ampeln und Tempo 30 auf Straßen, die von Kindern regelmäßig genutzt werden.

Aktionstage im September und Oktober

Das Bündnis ruft auch in diesem Jahr zu den bundesweiten Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. Vom 21. September bis zum 2. Oktober 2026 können Eltern, Schulen und Kindergärten eigene Aktionen und Projekte rund um den Schulweg organisieren.

Weitere Informationen und Materialien gibt es auf der Internetseite des Aktionsbündnisses.
(Quelle: Pressemitteilung  Deutsches Kinderhilfswerk / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

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