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Zoll pflegt zwei Bergtraditionen im Berchtesgadener Land

Pilger auf dem Weg abwärts über die Saugasse Richtung Königsee. Foto: Copyright HZA Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

17. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Das Hauptzollamt Rosenheim hat auch in diesem Spätsommer zwei traditionelle Termine im Berchtesgadener Land wahrgenommen: die Begrüßung der Almer Wallfahrer am Funtensee und die inzwischen 64. Zöllner-Bergmesse am Pfaffenkegel nahe dem Jenner.

Zoll begrüßt rund 1.000 Wallfahrer

Zollamtsleiter Stephan Wagner begrüßte gemeinsam mit vier weiteren Zöllnern sowie Vertretern der Polizei die rund 1.000 Teilnehmer der Almer Wallfahrt am Funtensee. Die Pilger waren auf dem Weg von Österreich über die grüne Grenze nach Deutschland.
Mit einem Augenzwinkern gab Wagner grünes Licht für die Fortsetzung der Wallfahrt: „Die durchgeführten Warenkontrollen führten zu keinen Beanstandungen“.
Nach dem Almsegen durch Pfarrer Franz Auer setzte sich die Gruppe über das Kärlingerhaus und die Saugasse in Richtung Königssee fort. Dort wurden die Zöllner von Rolf Wundrack, Leiter des Hauptzollamts Rosenheim, in Empfang genommen.
„Dass für diese Hochgebirgswanderung die Wahl auf die richtigen Personen gefallen ist, zeigten mir allein schon deren glückliche Gesichter.“, meinte Wundrack laut Hauptzollamt. Besonders gefreut habe ihn, dass zwei junge Kolleginnen in diesem Jahr erstmals an der Wallfahrt teilnahmen.

Gedenken am Pfaffenkegel

Die 64. Zöllner-Bergmesse fand am Pfaffenkegel oberhalb des Carl-von-Stahl-Hauses statt. Rund 80 Angehörige, Freunde sowie aktive und ehemalige Mitarbeiter des Hauptzollamts Rosenheim kamen dazu zusammen. Wegen des starken Winds mussten sich die Redner bei der Feier laut Hauptzollamt besonderen Bedingungen stellen.
Die Messe wurde zum vierten Mal von Pater Fidelis aus dem Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden gehalten. Für die musikalische Begleitung sorgte eine achtköpfige Besetzung der Zollkapelle Nürnberg unter der Leitung von Armin Scharnagl.

Die Tradition der Bergmesse geht auf den Tod des Bergsteigers und Zöllners Albert Hirschbichler zurück. Der Bad Reichenhaller kam 1959 bei einer Himalaya-Expedition im Alter von 27 Jahren ums Leben. Hirschbichler war beim Zollkommissariat Berchtesgaden tätig.

Gemeinsam mit vier weiteren Bergsteigern wurde er bei der Expedition am Batura im Norden Pakistans vermutlich von einer Eislawine verschüttet. Seine Leiche wurde nicht gefunden. Kollegen errichteten ihm zu Ehren auf dem 1.837 Meter hohen Pfaffenkegel ein Kreuz mit Gedenktafel.

Seitdem treffen sich dort einmal im Jahr Angehörige und Kollegen des Zolls zur Bergmesse. Auch in diesem Jahr wurde im Anschluss an den Gottesdienst ein Kranz am Gipfelkreuz niedergelegt – zum Gedenken an Albert Hirschbichler und die verstorbenen Kollegen des Hauptzollamts Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Pressestelle HZA Rosenheim)

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