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Bayerische Hopfenernte fällt heuer deutlich geringer aus

Männerhand hält Hopfenzweig

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

20. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Weniger Hopfen aus Bayern bedeutet nicht automatisch weniger Bier im Glas – aber die diesjährige Hopfenernte fällt voraussichtlich deutlich geringer aus. In den Anbaugebieten Hallertau und Spalt werden nach ersten Schätzungen insgesamt 29.244 Tonnen Hopfen erwartet. Das sind 22,8 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Die Zahlen hat das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlicht. Grundlage sind Schätzungen des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer. Als Gründe für die geringere Erntemenge werden extreme Hitzephasen und langanhaltende Trockenheit genannt.

Weniger Fläche, weniger Ertrag

Auch die Anbaufläche ist zurückgegangen. Wurde 2025 in Bayern noch auf 16.040 Hektar Hopfen angebaut, sind es heuer 15.115 Hektar. Das entspricht einem Rückgang von 5,8 Prozent.
Zusätzlich fällt der erwartete Ertrag pro Hektar niedriger aus. Für 2026 werden durchschnittlich 19,3 Dezitonnen Hopfen je Hektar erwartet. Im vergangenen Jahr waren es noch 23,6 Dezitonnen. Der Hektarertrag geht damit voraussichtlich um 18 Prozent zurück.

Trotz des Rückgangs bleibt Bayern das mit Abstand wichtigste Hopfenland Deutschlands. Rund 84,6 Prozent der deutschen Hopfenanbaufläche liegen in Bayern.

Fast der gesamte bayerische Hopfen kommt aus der Hallertau

Den Löwenanteil liefert die Hallertau. Dort werden heuer auf 14.765 Hektar Hopfen angebaut. Das sind 97,7 Prozent der gesamten bayerischen Anbaufläche.
Für die Hallertau wird eine Ernte von rund 28.750 Tonnen erwartet. Im Anbaugebiet Spalt sind es voraussichtlich rund 494 Tonnen.

Damit könnte die bayerische Hopfenernte 2026 zu den niedrigsten der vergangenen Jahre gehören. Zwischen 2016 und 2025 wurden im Schnitt rund 38.045 Tonnen pro Jahr geerntet. Der bisher niedrigste Wert in diesem Zeitraum wurde 2022 mit 29.573 Tonnen erreicht. Die aktuelle Schätzung für 2026 liegt mit 29.244 Tonnen sogar noch darunter.

Herkules war 2025 die wichtigste Sorte

Wie sich die diesjährige Ernte auf die einzelnen Hopfensorten verteilt, steht noch nicht fest. Für 2025 liegen dagegen bereits die endgültigen Abwaagemengen vor.
Demnach entfielen rund 65,6 Prozent der bayerischen Hopfenerzeugung auf Bitterhopfen. Insgesamt wurden davon 24.856 Tonnen geerntet. Auf Aromahopfen entfielen 13.010 Tonnen beziehungsweise 34,4 Prozent.

Bei den Bitterhopfensorten lag 2025 Herkules mit 20.888 Tonnen deutlich vorne. Beim Aromahopfen waren Perle, Hallertauer Tradition und Hersbrucker Spät die Sorten mit den höchsten Erntemengen.
Die Schätzung für die diesjährige Hopfenernte wurde Ende August bei der Hopfenrundfahrt des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer in Wolnzach vorgestellt. Die endgültigen Zahlen für 2026 sollen voraussichtlich im Februar 2027 vorliegen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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