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Wie sicher sind Bratwurst, Grillfleisch und Grillkäse

Grillfleisch auf Grill. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

20. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Auch der Herbst bringt noch schöne Tage mit, an denen der Grill angeworfen werden kann. Doch wie sicher sind eigentlich Bratwürste, Grillfleisch und Grillkäse, die auf dem Rost landen? Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat 2026 insgesamt 262 Grillprodukte untersucht. Bei 254 Proben gab es keinen Grund zur Beanstandung. Bei acht Proben sah das anders aus.

Besonders erfreulich fällt das Ergebnis bei vegetarischen und veganen Grillprodukten aus: Die 23 untersuchten Proben – darunter elf Grillkäse – mussten nach Angaben des LGL nicht beanstandet werden.

Ein Produkt war bereits verdorben

Untersucht wurde eine große Bandbreite an Grillprodukten. Bei 180 fleischhaltigen Produkten prüfte das LGL unter anderem Aussehen, Geruch und Geschmack sowie Tierart und Beschaffenheit. Dabei waren Bratwürste, Steaks, Filets, Fleischspieße und weitere für den Grill bestimmte Fleischprodukte.
Eine fertigverpackte Probe wurde aufgrund ihrer sensorischen Eigenschaften als bereits verdorben eingestuft. Zwei weitere fertigverpackte Produkte wurden wegen Mängeln bei der Kennzeichnung beanstandet.

Zusätzlich nahm das LGL 59 marinierte Grillfleischprodukte aus Rind, Schwein und Geflügel mikrobiologisch und sensorisch unter die Lupe. Dabei wurden fünf Proben beanstandet. Zwei lose angebotene Produkte waren verdorben. Bei zwei fertigverpackten Produkten stellte das LGL Hygienemängel bei der Herstellung fest. Bei einer weiteren losen Probe war die Lagertemperatur zu hoch.

Auch beim Grillen kommt es auf die Temperatur an

Die Untersuchungen zu Grillprodukten werden nach Angaben des LGL noch im weiteren Jahresverlauf fortgesetzt. Gleichzeitig weist die Behörde auf einige Hygieneregeln beim Grillen hin.
So sollten leicht verderbliche Lebensmittel ausreichend gekühlt und rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln verarbeitet werden. Auch beim Grillen selbst spielt die Temperatur eine Rolle.

Das LGL weist außerdem auf Nitritpökelsalz in umgeröteten Wurstwaren wie Wiener, Bockwurst oder Leberkäse hin. Werden solche Produkte bei Temperaturen über 150 Grad Celsius stark erhitzt, können Nitrosamine entstehen. Diese gelten als gesundheitsschädlich und krebserregend.

Die aktuelle Untersuchung zeigt: Der weitaus größte Teil der untersuchten Grillprodukte war unauffällig. Ganz ohne Hinschauen sollte man beim Einkauf und bei der Zubereitung aber trotzdem nicht sein.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

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