Rosenheim – Rund 50 Ju-Jutsuka kamen zum 20. Herbstfestlehrgang des Ju-Jutsu Rosenheim zusammen. Vier Stunden Training, moderne Übungsformen und ein gemeinsamer Besuch des Rosenheimer Herbstfestes standen auf dem Programm. Zum Jubiläum wartete auf einen Teilnehmer eine Überraschung: Der langjährige Vorsitzende und Trainer Andreas Kaufmann wurde mit dem 6. Dan ausgezeichnet.
Unter dem Motto „Moderne Trainingsformen“ führten die Referenten Mike Lenzer und Michi Guttner durch insgesamt vier Trainingsstunden.
Zu Beginn ging es unter anderem um Reaktionsfähigkeit, Wahrnehmung und das Einschätzen verschiedener Gefahrensituationen. Die Übungen steigerten sich von der Verteidigung gegen einen einzelnen Angreifer bis hin zu Situationen mit zwei Angreifern.
Dabei gab Lenzer den Teilnehmern einen Grundsatz mit auf den Weg: „Langsam ist präzise und präzise ist schnell.“
Eine Überraschung zur Mittagspause
Der besondere Moment des Jubiläumslehrgangs kam zur Mittagspause. Neben den rund 50 Teilnehmern hatten sich zahlreiche Wegbegleiter, Familienmitglieder und Vertreter des Ju-Jutsu-Verbandes Bayern in der Halle eingefunden.
Im Mittelpunkt stand Andreas Kaufmann. Für sein jahrzehntelanges Engagement im Ju-Jutsu wurde der langjährige Vorsitzende und Trainer mit dem 6. Dan ausgezeichnet.
Kaufmann ist seit vielen Jahren mit dem Sport und dem Verein verbunden. Sein Weg im Kampfsport begann 1979 mit Judo in Rosenheim. Vier Jahre später legte er seine erste Ju-Jutsu-Prüfung ab. 1992 folgte der 1. Dan, 2018 der 5. Dan.
Seit dem Jahr 2000 gehört Kaufmann dem Lehrteam an. Einige Jahre war er auch als Organisationsbeauftragter für den Verband im Einsatz.
Auch beim Ju-Jutsu Rosenheim, das 1998 gegründet wurde, ist Kaufmann von Anfang an eng eingebunden. Als Trainer und Vorstandsmitglied begleitete er die Entwicklung des Vereins über viele Jahre und damit auch zahlreiche Generationen von Sportlern.
Mit dem 6. Dan würdigte der Verband neben Kaufmanns sportlichem Können insbesondere seinen langjährigen Einsatz.
Die Überraschung war gelungen. Sichtlich bewegt nahm Kaufmann den rot-weißen Gürtel entgegen und sagte: „Jetzt seht ihr mich echt einmal so, wie ihr mich nie seht – nämlich sprachlos“. Anschließend bedankte er sich für die besondere Auszeichnung.
Zurück auf die Matte
Nach der Ehrung wurde der Lehrgang fortgesetzt. Michi Guttner übernahm den zweiten Teil und arbeitete mit den Teilnehmern zunächst an der Hand-Fuß-Koordination. Anschließend stand eine komplexe Hebelkette auf dem Programm.
Zum Abschluss saßen die Bewegungsabläufe so sicher, dass die Technikfolge sogar mit geschlossenen Augen ausgeführt werden konnte.
Nach vier Stunden Training war der sportliche Teil des Tages beendet. Für viele ging es anschließend gemeinsam auf das Rosenheimer Herbstfest.
So verband auch die 20. Auflage des Herbstfestlehrgangs Training mit dem Austausch innerhalb der Ju-Jutsu-Gemeinschaft und dem Wiedersehen langjähriger Wegbegleiter.
(Quelle: Pressemitteilung Ju-Jutsu Rosenheim e.V. / Beitragsbild, Fotos: Copyright Matze Riedel (JJVB))






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