Frieda war nicht der einzige tierische Gast auf dem Ludwigsplatz. Auch Schafe waren zu sehen. In einem gläsernen Schaukasten konnten Besucher außerdem einem ganzen Bienenvolk bei der Arbeit zuschauen. Gerade für Kinder gab es damit viel zu entdecken.
Ein Schaufenster der Landwirtschaft
Zum 29. Mal veranstaltete der Bayerische Bauernverband, Kreisverband Rosenheim, die Schmankerlstraße auf dem Ludwigsplatz. Rund 30 Aussteller waren diesmal dabei und brachten eine große Vielfalt regionaler Produkte mit. Fleisch und Fisch gab es ebenso wie Brot, Milch, Butter, Käse, Joghurt, Honig, Obst und Säfte. Dazu kamen Nudeln, Bier, Spirituosen, Speiseeis vom Milchbauern sowie handgemachte Seifen und Wollprodukte.
Viele Besucher kamen nicht nur zum Einkaufen, sondern blieben für ein Gespräch oder eine Kostprobe stehen. Und bei dem sonnigen Herbstwetter ließ sich das Ganze besonders gut genießen. Wer wollte, konnte sich direkt auf dem Ludwigsplatz eine Brotzeit gönnen, während Musik für die passende Begleitung sorgte.
Auch die „Landwirtschafts-Hoheiten“ waren wieder mit dabei und wurden zu beliebten Fotomotiven. Auf dem Ludwigsplatz trafen die bayerische Honigkönigin, die bayerische Milchkönigin und die Bad Feilnbacher Apfelkönigin aufeinander. Die Apfelkönigin nutzte ihren Besuch zugleich, um auf den 33. Bad Feilnbacher Apfelmarkt aufmerksam zu machen, der vom 8. bis 11. Oktober 2026 stattfindet.
Die Milchstraße kehrt erweitert zurück
Die Rosenheimer Schmankerlstraße hat inzwischen selbst eine lange Tradition. Sie gibt es seit 1997. Die Idee, Landwirtschaft mitten in die Stadt zu bringen, ist sogar noch älter: Vor 40 Jahren startete das Konzept mit der Milchstraße.
Die war heuer erstmals wieder zusätzlich mit dabei – und der Bereich der milchverarbeiteten Betriebe damit sogar größer als in der Vergangenheit. Nachdem 2025 drei große Milchverwerter bei der Schmankerlstraße gefehlt hatten, wurde die Ausstellungsfläche für diesen Bereich diesmal um 300 Quadratmeter erweitert.
Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan betonte die Bedeutung der Landwirtschaft für die Stadt und die Region. Aus seiner Sicht müsse sich auf politischer Ebene etwas ändern, um die regionale Landwirtschaft zu erhalten und zu stärken. „Von jedem Euro, den Verbraucher für Lebensmittel ausgeben, landen im Durchschnitt nur rund 23 Cent als Erlös bei den Landwirten. Das ist definitiv zu wenig“, meinte er.
Auch eine Ehrung stand diesmal auf dem Programm – für Josef Wallner. Er ist seit vielen Jahrzehnten Marktleiter dieser Veranstaltung. Dafür gab es diesmal für ihn von Kreisobmann Sepp Andres ein kleines Präsent.
Für Frieda war der ungewöhnliche Stadtbesuch da längst zur Routine geworden. Sie stand ruhig zwischen den Menschen und ließ sich von dem Trubel kaum beeindrucken. Vielleicht war sie damit das gelassenste Mitglied der ganzen Schmankerlstraße – und gleichzeitig eines ihrer auffälligsten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam und Josefa Staudhammer)






























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