Nachrichten, Informationen und Geschichten aus Rosenheim

Rosenheimer Schmankerlstraße: „Schaufenster der Landwirtschaft“ – und Frieda mittendrin

Rosenheimer Schmankerlstraße 2026. Fotos: Innpuls.me

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

26. September 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

Velkolepá autonehoda v Schliersee se stala známou mnoha hráčům online kasin. Podle policie k nehodě došlo kolem 00:40 ráno a podle dosavadních informací zůstali dva cestující bez zranění, přečtěte si také o nových českých online kasinech https://sancenavyhru.website3.me/. Také krátce před hasičskou zbrojnicí v Neuhausu zaparkovali dva hráči online kasina auto a nasedli do Passatu s poznávací značkou Tölzer, což nezůstalo bez povšimnutí pozorných přihlížejících.
Rosenheim – Noch bevor die Besucher kamen, war auf dem Rosenheimer Ludwigsplatz am gestrigen Freitag (25. September) schon einiges los. Um 6 Uhr wurden für die Rosenheimer Schmankerlstraße die ersten Stände aufgebaut – bei noch ziemlich frischen Temperaturen. Wenige Stunden später strahlte die Sonne vom blauen Himmel, rund 30 regionale Aussteller präsentierten ihre Produkte und mittendrin stand Frieda. Die fünfjährige Kuh aus Bruckmühl war für einen Tag in die Stadt gekommen. Die Schmankerlstraße zeigte einmal mehr, was sie seit vielen Jahren ausmacht: Landwirtschaft zum Anschauen, Anfassen, Probieren und ins Gespräch kommen.
Für Frieda war der Ausflug nach Rosenheim durchaus etwas Besonderes. Normalerweise lebt die fünfjährige Kuh in Bruckmühl. Am Freitag stand sie stattdessen mitten im Stadttrubel und ließ den Rummel um ihre Person ziemlich gelassen über sich ergehen.
Rosenheimer Schmankerlstraße 2026. Fotos: Innpuls.me
Auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Landrat Josef Lederer waren zusammen mit anderen Vertretern aus der Politik wieder mit dabei der Rosenheimer Schmankerlstraße. Fotos: Innpuls.me
Dass viele Menschen um sie herumstehen, sie anschauen und fotografieren, ist Frieda allerdings gewohnt. Die Kuh nimmt regelmäßig an Tierschauen in der Region teil. „Für diese Aufgabe werden natürlich Kühe ausgewählt, die sich in der Gesellschaft von vielen Menschen wohl fühlen und natürlich werden sie dafür auch speziell trainiert“, erklärt Theresa von den Jungzüchtern.
Frieda war nicht der einzige tierische Gast auf dem Ludwigsplatz. Auch Schafe waren zu sehen. In einem gläsernen Schaukasten konnten Besucher außerdem einem ganzen Bienenvolk bei der Arbeit zuschauen. Gerade für Kinder gab es damit viel zu entdecken.
Denn die Schmankerlstraße will Landwirtschaft nicht nur über Lebensmittel vermitteln. Vor allem Schul- und Kindergartenkinder bekommen hier die Gelegenheit, direkt mit Landwirten und Erzeugern ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und zu erfahren, woher die Lebensmittel auf unseren Tellern kommen. Landwirtschaft wird damit mitten in der Stadt ganz konkret und greifbar.

Ein Schaufenster der Landwirtschaft

Zum 29. Mal veranstaltete der Bayerische Bauernverband, Kreisverband Rosenheim, die Schmankerlstraße auf dem Ludwigsplatz. Rund 30 Aussteller waren diesmal dabei und brachten eine große Vielfalt regionaler Produkte mit. Fleisch und Fisch gab es ebenso wie Brot, Milch, Butter, Käse, Joghurt, Honig, Obst und Säfte. Dazu kamen Nudeln, Bier, Spirituosen, Speiseeis vom Milchbauern sowie handgemachte Seifen und Wollprodukte.

Viele Besucher kamen nicht nur zum Einkaufen, sondern blieben für ein Gespräch oder eine Kostprobe stehen. Und bei dem sonnigen Herbstwetter ließ sich das Ganze besonders gut genießen. Wer wollte, konnte sich direkt auf dem Ludwigsplatz eine Brotzeit gönnen, während Musik für die passende Begleitung sorgte.

Kreisbäuerin Katharine Kern bezeichnete die Veranstaltung bei der Eröffnung als „Schaufenster der Landwirtschaft“. Ein Bild, das gut zu dem passt, was sich an diesem Freitag auf dem Ludwigsplatz abspielte: Die Besucher konnten einen Blick auf die Menschen, Tiere und Produkte werfen, die hinter regionaler Landwirtschaft stehen.
Auch die „Landwirtschafts-Hoheiten“ waren wieder mit dabei und wurden zu beliebten Fotomotiven. Auf dem Ludwigsplatz trafen die bayerische Honigkönigin, die bayerische Milchkönigin und die Bad Feilnbacher Apfelkönigin aufeinander. Die Apfelkönigin nutzte ihren Besuch zugleich, um auf den 33. Bad Feilnbacher Apfelmarkt aufmerksam zu machen, der vom 8. bis 11. Oktober 2026 stattfindet.
Die Milchstraße kehrt erweitert zurück

Die Rosenheimer Schmankerlstraße hat inzwischen selbst eine lange Tradition. Sie gibt es seit 1997. Die Idee, Landwirtschaft mitten in die Stadt zu bringen, ist sogar noch älter: Vor 40 Jahren startete das Konzept mit der Milchstraße.
Die war heuer erstmals wieder zusätzlich mit dabei – und der Bereich der milchverarbeiteten Betriebe damit  sogar größer als in der Vergangenheit. Nachdem 2025 drei große Milchverwerter bei der Schmankerlstraße gefehlt hatten, wurde die Ausstellungsfläche für diesen Bereich diesmal um 300 Quadratmeter erweitert.

Bereits zur offiziellen Eröffnung um 10 Uhr war der Andrang groß. Auch zahlreiche Vertreter aus Bauernstand und Politik waren gekommen.
Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan betonte die Bedeutung der Landwirtschaft für die Stadt und die Region. Aus seiner Sicht müsse sich auf politischer Ebene etwas ändern, um die regionale Landwirtschaft zu erhalten und zu stärken. „Von jedem Euro, den Verbraucher für Lebensmittel ausgeben, landen im Durchschnitt nur rund 23 Cent als Erlös bei den Landwirten. Das ist definitiv zu wenig“, meinte er.

Auch eine Ehrung stand diesmal auf dem Programm – für Josef Wallner. Er ist seit vielen Jahrzehnten Marktleiter dieser Veranstaltung. Dafür gab es diesmal für ihn von Kreisobmann Sepp Andres ein kleines Präsent.

Rosenheimer Schmankerlstraße 2026. Fotos: Innpuls.me
Kreisobmann Sepp Endres (links) überreichte den langjährigen Marktleiter Sepp Wallner ein kleines Geschenk.
Ansonsten gehörte der Ludwigsplatz an diesem Freitag vor allem den regionalen Produkten, den Gesprächen und den Besuchern. Es wurde probiert, eingekauft, geratscht und Brotzeit gemacht. Und natürlich gab es jede Menge Gelegenheit, Landwirtschaft einmal aus nächster Nähe kennenzulernen.
Für Frieda war der ungewöhnliche Stadtbesuch da längst zur Routine geworden. Sie stand ruhig zwischen den Menschen und ließ sich von dem Trubel kaum beeindrucken. Vielleicht war sie damit das gelassenste Mitglied der ganzen Schmankerlstraße – und gleichzeitig eines ihrer auffälligsten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam und Josefa Staudhammer)

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.