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Spritpreise im September auf Rekordniveau – seit heute gilt die neue Preisbremse

Zapfsäule Tankstelle. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

1. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern / Deutschland – Tanken war im September so teuer wie noch nie: Im Monatsdurchschnitt kostete ein Liter Super E10 2,266 Euro, Diesel lag bei 2,386 Euro. Seit dem heutigen 1. Oktober gilt nun die zweite Kraftstoffpreisbremse. Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wird vorübergehend gesenkt. Wie stark sich das an den Zapfsäulen bemerkbar macht, muss sich in den kommenden Tagen zeigen.

September war der bisher teuerste Tankmonat

Nach Angaben des ADAC kostete Super E10 im September durchschnittlich 2,266 Euro pro Liter. Das waren fast zwölf Cent mehr als im August. Bei Diesel fiel der Anstieg mit rund 16 Cent noch deutlicher aus: Der Liter kostete im Monatsmittel 2,386 Euro.
Am teuersten war Super E10 im Bundesdurchschnitt am 16. September mit 2,314 Euro pro Liter. Bei Diesel wurde der Höchstwert am 17. September mit 2,471 Euro erreicht. Am günstigsten war das Tanken bei beiden Kraftstoffsorten am 1. September: Super E10 kostete damals durchschnittlich 2,183 Euro, Diesel 2,232 Euro.

Rohölpreis erklärt die Entwicklung nicht vollständig

Zwar stiegen die Ölpreise im Laufe des Septembers an. Nach Einschätzung des ADAC lässt sich das hohe Preisniveau an den Tankstellen aber nicht allein damit erklären. Als Vergleich nennt der Automobilclub den April. Damals lag der Preis für ein Barrel Brent zeitweise deutlich über 100 US-Dollar. Trotzdem war Super E10 im Monatsdurchschnitt günstiger als im September.

Neben dem Rohölpreis wirken sich auch Raffinerie- und Vertriebskosten sowie Steuern auf die Kraftstoffpreise aus. Warum die Preise aktuell so deutlich über dem Niveau früherer Monate liegen, ist aus Sicht des ADAC deshalb nicht vollständig nachvollziehbar.

Zweite Preisbremse startet am 1. Oktober

Seit heute gilt nun die zweite Kraftstoffpreisbremse. Die Energiesteuer wird für Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter gesenkt. Weil dadurch auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich rechnerisch eine maximale Entlastung von rund 16,7 Cent pro Liter.
Die Steuersenkung setzt allerdings nicht unmittelbar beim Verkauf an der Tankstelle an. Sie betrifft den Kraftstoff, der nach Inkrafttreten der Regelung in den Handel gelangt. Deshalb lässt sich nicht allein anhand des heutigen Tankstellenpreises beurteilen, wie stark die Entlastung tatsächlich bei den Autofahrern ankommt.

Am frühen Morgen waren bereits deutliche Preisrückgänge an den Zapfsäulen zu beobachten. Wie sich die Preise nach dem Start der neuen Regelung entwickeln und in welchem Umfang die Steuersenkung tatsächlich weitergegeben wird, muss sich nun zeigen.
Wer beim Tanken sparen möchte, kann die Preise verschiedener Tankstellen vergleichen. Der ADAC bietet dafür die Spritpreis-App „ADAC Drive“ an. Dort lassen sich die aktuellen Preise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland abrufen.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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