Bayern – Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern sind im August 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lagen sie 4,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Seit 2021 haben sich die Baupreise damit um 37,6 Prozent erhöht. Besonders stark verteuerten sich zuletzt Klempner-, Dachdeckungs- und Beschlagarbeiten.
Im Vergleich zum Mai 2026 hat sich der Preisanstieg damit beschleunigt. Damals lagen die Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden noch 3,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Der August-Wert von 4,6 Prozent ist laut Landesamt die stärkste Zunahme seit August 2023, als die Preise binnen Jahresfrist um 6 Prozent gestiegen waren.
Rohbau und Ausbau werden teurer
Bei den Rohbauarbeiten lagen die Preise im August 4,9 Prozent über dem Wert vom August 2025. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Klempnerarbeiten mit 9,2 Prozent und bei Dachdeckungsarbeiten mit 8 Prozent aus. Stahlbauarbeiten verteuerten sich dagegen um 1,4 Prozent.
Noch stärker ist die langfristige Entwicklung bei den Ausbauarbeiten: Seit 2021 sind deren Preise laut Statistik um 43,3 Prozent gestiegen. Im August lagen sie 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei Beschlagarbeiten betrug der Anstieg 12,7 Prozent. Etwas günstiger als im Vorjahr waren dagegen Tapezierarbeiten sowie Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige und Förderanlagen – jeweils mit einem Minus von 0,3 Prozent.
Insgesamt haben sich die Preise für Rohbauarbeiten seit 2021 um 30,5 Prozent erhöht.
Als möglichen Grund für den zuletzt wieder stärkeren Anstieg nennt das Bayerische Landesamt für Statistik die deutlich gestiegenen Energiepreise und die dadurch teurer gewordenen, insbesondere energieintensiv hergestellten Baumaterialien.
Auch Straßen- und Brückenbau teurer
Nicht nur beim Wohnungsbau sind die Preise gestiegen. Im Straßenbau lagen sie im August 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei Brücken im Straßenbau betrug der Anstieg 3,9 Prozent. Auch hier lagen die Werte über denen der Mai-Erhebung, bei der 4,8 Prozent für den Straßenbau und 3,4 Prozent für Brücken ermittelt worden waren.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)


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