Landkreis Rosenheim – Wie kann der Landkreis Rosenheim Energie sparen und den Ausstoß klimaschädlicher Gase verringern? Dafür gibt es ein eigenes Arbeitsprogramm mit 59 Maßnahmen. Der Landkreis will daran festhalten, hat die Vorhaben aber neu geordnet. Der zuständige Ausschuss hat die Überarbeitung zur Kenntnis genommen.
Vorgestellt wurde das überarbeitete Programm im Ausschuss für Umweltangelegenheiten, Landwirtschaft, räumliche Entwicklung, Natur- und Klimaschutz sowie Mobilität. Diana Genius von der Wirtschaftsförderung und dem Bereich Klimaschutz und Mobilität erläuterte die Änderungen.
Klimaschutzprogramm läuft auch ohne bisherigen Wettbewerb weiter
Das Programm gibt es seit 2024. Ursprünglich war es eng mit dem European Energy Award verbunden, einem Verfahren, mit dem Kommunen ihre Arbeit für mehr Klimaschutz bewerten lassen konnten. Nachdem dieser Wettbewerb in Deutschland beendet wurde, beschloss der Umweltausschuss im Oktober 2025, das Arbeitsprogramm des Landkreises trotzdem weiterzuführen. „Wir setzen das Programm mit dem gleichen Anspruch fort: Die Maßnahmen umsetzen und den Fortschritt regelmäßig berichten“, sagte Genius laut Landratsamt.
Von Radwegen bis zu weniger Energieverbrauch in Gebäuden
Die 59 Maßnahmen decken verschiedene Bereiche ab. Dazu gehören die Planung und Entwicklung des Landkreises, die Energieversor
gung, die Entsorgung, der öffentliche Nahverkehr und die kreiseigenen Gebäude. Auch die Zusammenarbeit mit anderen und die Information der Bürger spielen eine Rolle. Nun wurde neu festgelegt, welche Vorhaben vorrangig behandelt werden sollen.
Einige Schritte sind bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht. Nach Angaben des Landratsamts wurden unter anderem Alltagsradwege beschildert und Verbesserungen beim öffentlichen Nahverkehr angegangen. Außerdem liegt inzwischen eine Bilanz der Treibhausgasemissionen für das Jahr 2023 vor. Sie zeigt, welche Mengen an klimaschädlichen Gasen im Landkreis in diesem Zeitraum erfasst wurden.
Wie viel Energie verbrauchen die kreiseigenen Gebäude?
Auch Schulen und Verwaltungsgebäude des Landkreises stehen im Blick. Seit Juli 2026 kümmert sich Jonas Bernegger als Energiemanager darum, den Energieverbrauch dieser Gebäude zu erfassen und Möglichkeiten zum Einsparen zu prüfen. Damit soll sichtbar werden, wo besonders viel Energie gebraucht wird und an welchen Stellen sich der Verbrauch verringern lässt. Regelmäßige Treibhausgasbilanzen sollen außerdem zeigen, wie sich die Emissionen entwickeln.
Der zuständige Ausschuss soll künftig regelmäßig über den Stand der Maßnahmen informiert werden. Ob die neu geordneten Vorhaben tatsächlich zu weniger Energieverbrauch und geringeren Emissionen führen, muss sich in den kommenden Jahre zeigen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)


0 Kommentare