Rosenheim – Die erneute Insolvenz des Warenhauskonzerns Galeria (wir berichteten) ist inzwischen auch in der Rosenheimer Filiale sichtbar geworden: Am gestrigen Dienstag (13. Oktober) waren einzelne Waren mit rot-weißen Sperrbändern vom Verkauf ausgeschlossen. Das sorgte bei Kunden für Irritationen. Betroffen waren allerdings nur sehr wenige Waren – der Geschäftsbetrieb lief ansonsten ganz normal weiter.
„Jetzt war ich nach langer Zeit mal wieder bei Galeria – und traf dann auf Sperrbänder“, schrieb uns eine Leserin, die auch ein Foto von der Situation schickte. Eine weitere Leserin meldete sich ebenfalls bei Innpuls.me. Sie schrieb: „Bis jetzt beschränken sich die Sperrbänder nur auf einzelne Waren. Aber ich befürchte, noch mal lässt sich das Kaufhaus nicht mehr retten.“
Mit diesen Schildern wurden die Kunden bei Galeria in Rosenheim darüber informiert, dass bestimmte Waren aktuell vom Kauf ausgeschlossen sind. Fotos: privat
Nur wenige Waren betroffen
Auf den Hinweisschildern an den abgesperrten Bereichen steht: „Die Ware in diesem Bereich ist vorübergehend vom Verkauf ausgeschlossen.“ Die betreffenden Artikel sind weiterhin in den Regalen zu sehen, dürfen derzeit aber nicht verkauft werden.
Innpuls.me hat sich nach den Leserhinweisen selbst ein Bild vor Ort gemacht. Dabei zeigte sich, dass nur sehr wenige Waren betroffen waren. Nach unserem Eindruck war es deutlich weniger als ein Prozent des Sortiments. Der weitaus größte Teil der Waren war weiterhin ganz normal erhältlich.
Dennoch fallen die rot-weißen Bänder ins Auge. Mitten zwischen den Verkaufsregalen wirken sie befremdlich – schließlich erwartet man beim Einkaufsbummel, dass die ausgestellten Waren auch gekauft werden können.
Die Insolvenz sorgt erneut für Unsicherheit
Am 2. Oktober 2026 hatte Galeria erneut Insolvenz beantragt. Für die Beschäftigten und den Standort Rosenheim bedeutet das einmal mehr eine Zeit der Ungewissheit. Noch ist offen, wie das Verfahren weitergeht und welche Folgen es für die einzelnen Warenhäuser haben wird.
Was genau hinter den Verkaufsstopps bei den einzelnen Waren steckt, ließ sich für den Rosenheimer Standort zunächst nicht unabhängig bestätigen. Aus den Sperrbändern allein lassen sich deshalb keine Rückschlüsse auf die Zukunft der Filiale ziehen. Aber die Sperrbänder dürften das Bangen um die Zukunft des Rosenheimer Warenhauses jedenfalls kaum kleiner machen – im Gegenteil.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: privat)



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