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Galeria erneut insolvent: In Rosenheim beginnt das Bangen von vorn

Galeria Rosenheim im Oktober 2026. Foto: Innpuls.me

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

3. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim –  Die Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz beantragt. Damit beginnt auch in Rosenheim das Bangen um den traditionsreichen Standort mitten in der Innenstadt von vorn. Für die Beschäftigten bedeutet die Nachricht erneut eine Zeit der Ungewissheit – und auch für die Stadt stellt sich wieder die Frage, wie es mit dem großen Warenhaus weitergeht.

Über den erneuten Insolvenzantrag berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach hat Galeria am 2. Oktober beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 verbliebenen Filialen soll zunächst weiterlaufen.

Für Rosenheim ist diese Nachricht ein Déjà-vu. Die Filiale hat bereits mehrere Runden von Insolvenzen, Schließungsdebatten und anschließender Entwarnung hinter sich.

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2024 begann das Bangen gleich zweimal

Erst Anfang 2024 hatte die damalige Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof erneut Insolvenz angemeldet. Auslöser war damals die Krise des insolventen Signa-Konzerns von René Benko. Schon damals war die Unsicherheit in Rosenheim groß.

Im Januar 2024 berichtete Innpuls.me über den erneuten Insolvenzantrag. Für Rosenheim gab es damals zunächst Grund zum Aufatmen: Das Unternehmen hatte zugesichert, die Filialen und das Online-Geschäft langfristig fortzuführen. Auch die Rosenheimer Stadtspitze setzte sich damals für den Erhalt des Standorts ein.
Doch schon wenige Monate später war erneut unklar, welche Häuser die Krise überstehen würden. Im April 2024 gab Galeria bekannt, 16 Filialen schließen zu wollen. Drei davon lagen in Bayern. Rosenheim war nicht auf der Schließungsliste – und damit konnte in der Stadt erneut aufgeatmet werden.
Für die Beschäftigten bedeutete das zunächst Entwarnung. Für den Standort selbst war es aber nicht das Ende der Geschichte.

Aus Karstadt wurde Galeria

Im Oktober 2024 verschwand schließlich auch der Name Karstadt vom Rosenheimer Warenhaus. Das Unternehmen hatte nach Abschluss des damaligen Insolvenzverfahrens die Begriffe „Karstadt“ und „Kaufhof“ aus seinem Namen gestrichen. Aus Karstadt wurde auch in Rosenheim sichtbar Galeria.

Für viele Rosenheimer war damit trotzdem nicht einfach alles neu. Der Name Karstadt hat sich über Jahrzehnte in der Stadt eingeprägt. „Treffen wir uns bei Karstadt“ ist auch heute noch eine Formulierung, die viele ganz selbstverständlich verwenden – obwohl über dem Eingang inzwischen längst GALERIA steht.

Jetzt beginnt die nächste Runde

Mit dem erneuten Insolvenzantrag beginnt damit auch in Rosenheim die nächste Runde des Bangens. Für die Beschäftigten bedeutet die Nachricht erneut eine Zeit der Ungewissheit. Und wie schon bei den Insolvenzen und Schließungsdebatten der vergangenen Jahre dürfte die Entwicklung auch diesmal Politik und Wirtschaft beschäftigen. Denn die Frage, was ein Wegfall des großen Warenhauses für die Rosenheimer Innenstadt bedeuten würde, steht damit erneut im Raum.

Das Gebäude an der Münchener Straße und Gillitzerstraße gehört seit Jahrzehnten zum Bild der Rosenheimer Innenstadt. Eine mögliche Schließung würde deshalb nicht nur die Beschäftigten und Kunden des Warenhauses betreffen. Auch die künftige Nutzung der großen Verkaufsfläche und die Frage, welche Auswirkungen ein solcher Einschnitt auf das Umfeld hätte, würden dann zum Thema werden.
Noch ist allerdings offen, ob und welche Galeria-Standorte im Zuge des neuen Insolvenzverfahrens zur Disposition stehen. Für Rosenheim gibt es derzeit keine offizielle Aussage über eine bevorstehende Schließung. Fest steht zunächst: Das Bangen hat wieder begonnen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

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