Rosenheim – Wer in Rosenheim unterwegs ist, kann sie an verschiedenen Stellen noch entdecken: verblasste Blumenmuster im Asphalt. Im Alltag gehen solche kleinen Details leicht unter. Dabei steckt dahinter eine Erinnerung an ein Ereignis, das die Stadt nachhaltig verändert hat. Wisst ihr noch, wofür die Blumen einmal gedacht waren?
Ein Beispiel findet sich am Ichikawa-Platz an der Schönfeldstraße, nahe dem Mangfallpark Nord. Die Blumenstempel sind inzwischen kaum noch auffällig, doch sie stammen aus einer Zeit, in der Rosenheim für ein großes Ereignis herausgeputzt wurde.
Blumen als Wegweiser
Die Blumenmuster waren Teil der Landesgartenschau 2010. Sie dienten damals als Wegweiser und zeigten den Besuchern den Weg entlang des rund vier Kilometer langen Rundwegs über das Gelände. Kleine Markierungen am Boden halfen dabei, sich auf dem weitläufigen Areal zurechtzufinden.
Die Bayerische Landesgartenschau stand unter dem Motto „INNspiration“ und fand vom 23. April bis zum 3. Oktober 2010 statt. Mehr als eine Million Besucher kamen damals nach Rosenheim. Aus dem Gelände entstand der heutige Mangfallpark mit seinen Bereichen nördlich und südlich der Mangfall.
Nicht alle Spuren sind verschwunden
Vieles, was eigens für die Gartenschau geschaffen wurde, ist inzwischen verschwunden oder hat sich verändert. Auch einige der verbliebenen Spuren fallen im Alltag kaum noch auf. Die Blumen im Asphalt sind ein Beispiel dafür: Ihre ursprüngliche Funktion erschließt sich heute längst nicht mehr auf den ersten Blick.
Heute sind die Blumen im Asphalt nur noch verblasste Spuren – und vielleicht gerade deshalb ein kleiner Anlass, beim nächsten Spaziergang genauer hinzuschauen. Denn manchmal erzählt ein unscheinbares Detail mehr über die Geschichte eines Ortes, als man auf den ersten Blick vermutet. Welche Erinnerungen an die Landesgartenschau 2010 habt ihr noch?
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)


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