Berchtesgaden – Wo früher asphaltierte Parkplatzflächen waren, können Besucher jetzt alpine Pflanzen entdecken: An der Rossfeldpanoramastraße bei Berchtesgaden ist ein neu gestalteter Alpengarten eröffnet worden. Auf rund 4.000 Quadratmetern sind verschiedene Lebensräume der heimischen Bergwelt angelegt. Das Projekt kostete rund 350.000 Euro.
Der Garten liegt unmittelbar unterhalb der Scheitelstrecke der B 999. Bei der Gestaltung wurde ein besonderer Schwerpunkt darauf gelegt, versiegelte Flächen zurückzubauen und den Zugang für Menschen mit Behinderung zu erleichtern. Der Besuch ist kostenlos.
Von Alpenrosen bis zu heimischen Baumarten
Der Alpengarten zeigt verschiedene Vegetationsbereiche der nördlichen Kalkalpen. Dazu gehören Latschen-Alpenrosengebüsche, eine alpine Hochstaudenflur und eine Sammlung heimischer Baumarten. Informationstafeln vermitteln Wissen über die Pflanzenwelt und die regionale Kulturgeschichte.
Ein neu errichteter Infopavillon dient als Anlaufpunkt. Von dort bieten sich Durch- und Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein.
2.600 Quadratmeter Fläche entsiegelt
Ein wesentlicher Teil des Projekts war der Rückbau asphaltierter Flächen. Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Traunstein wurden auf dem rund 4.000 Quadratmeter großen Gelände etwa 2.600 Quadratmeter entsiegelt. Dadurch können die natürlichen Bodenfunktionen wieder besser wirken. Zudem entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Auch bei der Zugänglichkeit wurde nach Angaben des Bauamts auf Barrierefreiheit geachtet: Menschen mit Behinderung können unmittelbar an der Anlage parken und den Garten von dort aus erreichen.
Bauzeit von zwölf Monaten
Das Staatliche Bauamt Traunstein setzte das Projekt gemeinsam mit dem Planungsbüro Schuardt um. Die Umsetzung erstreckte sich einschließlich winterbedingter Unterbrechungen über zwei Jahre; die tatsächliche Bauzeit betrug insgesamt zwölf Monate. Die Kosten lagen bei rund 350.000 Euro.
Zur Eröffnung am vergangenen Donnerstag kamen Vertreter des Zweckverbands Bergerlebnis Berchtesgaden, der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, der Unteren Naturschutzbehörde sowie der beteiligten Fachfirmen. Als symbolischer Akt wurde ein Baum gepflanzt.
Der neue Alpengarten soll die heimische Pflanzenwelt erlebbar machen und zugleich als Ort der Umweltbildung dienen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein / Beitragsbild: Staatliches Bauamt Traunstein)


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