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Junge Armut in Deutschland: Wenn Chancen und Perspektiven fehlen

Detailaufnahme Kleinkind in Kinderwagen. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

25. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern / Deutschland – Rund drei Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland sind von Armut betroffen. Unter dem Motto „Junge Armut?! Gemeinsam für Generationengerechtigkeit“ machen die Caritas und ihre Fachverbände bei den Armutswochen 2026 auf die Folgen aufmerksam. Auch in der Region Rosenheim bietet die Caritas Unterstützung für junge Menschen und Familien in schwierigen Lebenslagen an.

Armut bedeutet für junge Menschen nicht nur, dass Geld für neue Kleidung, einen Schulausflug oder den Vereinsbeitrag fehlt. Sie kann auch dazu führen, dass Kinder und Jugendliche von gemeinschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen werden, sich einsam fühlen oder sich für ihre Lebenssituation schämen. Hinzu kommen fehlende Bildungs- und Berufschancen sowie psychische Belastungen.
Besonders gefährdet sind junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren. Laut Caritas ist in dieser Altersgruppe jeder Vierte von Armut bedroht. Zu den Ursachen zählen schwierige finanzielle Verhältnisse im Elternhaus, fehlende Unterstützung, Schulabbrüche und Lücken im Hilfesystem. Gerade beim Übergang ins Erwachsenenleben kann die Situation schwierig werden, wenn Hilfen mit dem 18. Geburtstag enden.

Unterstützung in schwierigen Lebenslagen

In der Region Rosenheim begleitet die Caritas Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien unter anderem mit Angeboten im Bereich Kinder, Jugend und Familie sowie in der Sozialen Beratung. Ziel ist es, Betroffenen Orientierung und Unterstützung zu geben. Diözesan-Caritasdirektor Prof. Dr. Hermann Sollfrank betont die gesellschaftliche Bedeutung des Themas: „Wenn junge Menschen ihr Potenzial nicht entfalten können, weil Unterstützung fehlt, verlieren nicht nur die Betroffenen. Wir verlieren als Gesellschaft. Generationengerechtigkeit bedeutet für uns, heute alles dafür zu tun, dass kein Kind und kein Jugendlicher aufgrund von Armut zurückgelassen wird.“

Auch Wolfgang Ehrenlechner, Kreisgeschäftsführer der Caritas-Zentren in Stadt und Landkreis Rosenheim, verweist auf die unterschiedlichen Situationen, in denen junge Menschen Hilfe benötigen: „Kein junger Mensch sollte sich mit 14 ausgeschlossen fühlen, mit 21 vor Schulden verzweifeln oder mit 17 nicht wissen, wo er schlafen kann. Genau deshalb gibt es die Caritas. Wir stehen jungen Menschen in Krisen zur Seite und helfen ihnen, wieder Vertrauen in die eigene Zukunft zu gewinnen.“

Aktionswochen bis Mitte November

Die bundesweiten Armutswochen laufen vom 17. Oktober, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut, bis zum 15. November 2026, dem Welttag der Armen. In diesem Zeitraum machen Einrichtungen und Ortsverbände mit verschiedenen Aktionen auf Armut und soziale Ausgrenzung aufmerksam. Mehr Infos hier.
(Quelle: Pressemitteilung Caritas Zentren in Stadt und Landkreis Rosenheim / Beitragsbild:Symbolfoto re)

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