Rosenheim – Die Straße Am Damm liegt im Süden Rosenheims, nahe der Äußeren Münchener Straße und der Mangfall. Der Name klingt unspektakulär, verweist aber auf ein Bauwerk, das für die Stadt eine wichtige Aufgabe erfüllt: den Schutz vor Hochwasser.
Dass Straße und Mangfalldamm hier eng beieinanderliegen, zeigt auch eine Mitteilung des Staatlichen Bauamts Rosenheim aus dem Jahr 2018. Damals wurde der Radverkehr wegen Bauarbeiten an der Westtangente über die Kreuzung Renkenweg/Am Damm umgeleitet und anschließend wieder auf den südlichen Radweg am Mangfalldamm geführt.
Wenn die Mangfall über die Ufer tritt
Die Mangfall prägt Rosenheim nicht nur als Fluss, sondern auch durch die Hochwassergefahr, die von ihr ausgehen kann. Bei lang anhaltenden Niederschlägen im Einzugsgebiet kann ihr Wasserstand stark steigen. Im Juni 2013 traf ein schweres Hochwasser Rosenheim und Kolbermoor und verursachte erhebliche Schäden.
Um solche Gefahren zu begrenzen, wurden entlang der Mangfall Deiche und weitere Hochwasserschutzanlagen errichtet. Sie sollen verhindern, dass sich das Wasser bei Hochwasser ungehindert in angrenzende Gebiete ausbreitet. Vollständigen Schutz vor jedem denkbaren Hochwasser können allerdings auch diese Anlagen nie bieten.
Vom Schutzbauwerk zum Radweg
Der Mangfalldamm erfüllt heute nicht nur eine Schutzfunktion. Auf dem südlichen Weg entlang des Damms sind auch Radfahrer unterwegs. Die Verbindung ist Teil des Wegenetzes zwischen Rosenheim und Kolbermoor.
Wann genau die Straße Am Damm ihren Namen erhielt und ob sie ursprünglich als Zufahrt zum Damm angelegt wurde, ließ sich anhand der verfügbaren Quellen nicht zuverlässig klären. Auch ein genaues Datum für die Entstehung der Straße ist nicht belegt.
Der Name selbst ist leicht verständlich: Ein Damm ist ein aufgeschütteter Erdwall, der unter anderem dazu dient, Wasser zurückzuhalten. In Rosenheim erinnert die Bezeichnung damit an eine Aufgabe, die angesichts der Hochwasserereignisse der Vergangenheit bis heute wichtig ist: den Schutz der Stadt und ihrer Bewohner vor den Kräften der Mangfall.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)


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