Nachrichten, Informationen und Geschichten aus Rosenheim

Geplanter RoMed-Klinikneubau: Innpuls.me beantwortet die wichtigsten Fragen der Bürger

Hintergrund: RoMed Klinkum Rosenheim von oben. Foto: Copyright Herbert Borrmann, eingeblockt Baggerschaufel, Operationsteam. Fotos: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

22. Oktober 2026

Lesezeit: 5 Minute(n)

Velkolepá autonehoda v Schliersee se stala známou mnoha hráčům online kasin. Podle policie k nehodě došlo kolem 00:40 ráno a podle dosavadních informací zůstali dva cestující bez zranění, přečtěte si také o nových českých online kasinech https://sancenavyhru.website3.me/. Také krátce před hasičskou zbrojnicí v Neuhausu zaparkovali dva hráči online kasina auto a nasedli do Passatu s poznávací značkou Tölzer, což nezůstalo bez povšimnutí pozorných přihlížejících.

Rosenheim / Landkreis – Für Generationen von Rosenheimern war es eine absolute Selbstverständlichkeit: Wer in der Region medizinische Hilfe brauchte, ein Kind zur Welt brachte oder Angehörige besuchte, steuerte wie ganz von selbst das Areal zwischen Ellmaier- und Pettenkoferstraße an. Seit über 150 Jahren wird an diesem historischen Standort Medizin betrieben – der markante Klinik-Komplex gehört fest zum Stadtbild und zur Identität Rosenheims. Umso tiefer sitzt bei vielen Bürgern das Erstaunen über die Pläne, die nun auf dem Tisch liegen: Das traditionsreiche Krankenhaus und die RoMed-Klinik Bad Aibling werden komplett aufgegeben und durch einen gemeinsamen Neubau außerhalb der Stadtkerne ersetzt.

Ein Projekt, das nach ersten Schätzungen hunderte Millionen Euro kosten wird und die gewohnte Krankenhauslandschaft komplett verändert. Klar, dass dieser Plan die Gemüter bewegt. Fallen Betten weg? Sterben die alten Standorte aus? Und warum wurde in den vergangenen Jahren in Rosenheim so viel Geld in Sanierungen gesteckt, wenn nun doch alles verlagert werden soll?
Innpuls.me hat bei den Verantwortlichen nachgehakt. Die Pressestellen der RoMed Kliniken, des Landratsamtes und der Stadt Rosenheim haben in einer gemeinsamen Erklärung sowie in ihrer offiziellen Pressemitteilung zu den drängendsten Fragen Stellung bezogen.

Der große Umzug: Was mit den alten Gebäuden passieren soll

Nach Aussage der Verantwortlichen wird durch die geplante Zusammenlegung keine medizinische Leistung verloren gehen. Sobald der Neubau fertiggestellt ist, ziehen alle stationären Abteilungen – also jene Bereiche, in denen Patienten über Nacht im Krankenhaus bleiben – gemeinsam an den neuen Standort um.
Ein Leerstand der alten Gebäude wird laut den Planern vermieden. Für Bad Aibling liegt bereits ein Konzept vor: Der Standort bleibt als reines Gesundheitszentrum erhalten. Vorgesehen ist, die heutigen Gebäude zu einem Ärztehaus für Haus- und Fachärzte umzufunktionieren. Zudem ziehen dort eine ambulante OP-Tagesklinik und eine Kurzzeitpflege ein. Bis zu einem eventuellen Umzug läuft der Krankenhausbetrieb in Bad Aibling unverändert weiter.
In Rosenheim sind die Planungen weit weniger konkret. Was langfristig aus dem großen Areal zwischen Ellmaier- und Pettenkoferstraße wird, erarbeitet der Klinikverbund derzeit gemeinsam mit der Stadt Rosenheim. Ob und in welcher Form dort später überhaupt noch medizinische Angebote stattfinden, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Das Betten-Rätsel: Wird die Versorgung verringert?

Wer die aktuellen Zahlen zusammenrechnet, stutzt im ersten Moment: Das Klinikum Rosenheim verfügt über 622 feste Planbetten, Bad Aibling über 140. Zusammen ergibt das 762 Betten. Für den geplanten Neubau wird jedoch nur noch von „rund 750 Betten“ gesprochen.
In ihrer gemeinsamen Erklärung begründen die drei Pressestellen von RoMed, Stadt und Landkreis diesen Unterschied wie folgt: „Durch die Zusammenführung nutzen wir moderne Raumstrukturen effizienter und tragen dem Trend zu mehr ambulanten Behandlungen sowie den neuen Qualitätsvorgaben der Krankenhausreform Rechnung.“
Die Planer gehen schlichtweg davon aus, dass in Zukunft weniger Patienten für mehrere Tage stationär aufgenommen werden müssen, da immer mehr Eingriffe ambulant am selben Tag durchgeführt werden können. Die endgültige Bettenzahl im neuen Gebäude wird später vom Freistaat Bayern an den tatsächlichen Bedarf der Region angepasst. Laut den Verantwortlichen liegt im Neubau der Fokus statt auf reiner Bettenanzahl eher auf vergrößerten Funktionsbereichen – wie den OP-Sälen, der Endoskopie und einer erweiterten Zentralen Notaufnahme. Ob diese Rechnung für die Patienten aufgeht, wird sich zeigen müssen.

Die große Standortsuche: Wo entsteht der neue Klinik-Riese?

Die spannendste Frage für die Zukunft lautet: Wo genau wird das neue gemeinsame Krankenhaus eigentlich gebaut? Offiziell halten sich die Verantwortlichen bedeckt. Bekannt ist bisher nur aus der offiziellen Verlautbarung, dass im Vorfeld insgesamt 18 potentielle Standortoptionen in Stadt und Landkreis systematisch untersucht wurden. Welche Grundstücke das genau sind, wird von RoMed und den beteiligten Politikern derzeit noch unter Verschluss gehalten. Mehrere dieser Flächen befinden sich aktuell in der sogenannten „vertieften Prüfung“.
Als harte Kriterien für die Auswahl nennen die drei Pressestellen eine optimale Erreichbarkeit für die Bevölkerung, eine hervorragende Anbindung an den Rettungsdienst sowie ein ausreichend großes Areal mit langfristigen Erweiterungsmöglichkeiten. In der Region ist dazu bereits zu hören, dass die Bundesstraße B15 oder die neue B15-Westtangente bei den Überlegungen eine entscheidende Rolle spielen dürften. Ein Standort in diesem Korridor würde strategisch Sinn ergeben, da er die Patientenströme aus dem Landkreis und der Stadt bündelt und schnelle Anfahrtswege für Rettungswagen garantiert.

Das Millionen-Dilemma: Warum erst sanieren, dann neu bauen?

Viele Rosenheimer wundern sich: In den vergangenen Jahren floss viel Geld in die Modernisierung des Rosenheimer Klinikums. Erst vor wenigen Jahren wurde der aufwendige Neubau an der Pettenkoferstraße eröffnet. War das aus heutiger Sicht umsonst?
Die Pressestellen weisen diesen Vorwurf zurück. Die bisherigen Investitionen waren zwingend notwendig, um die Versorgung der Patienten bis zu einem Umzug auf hohem Niveau zu sichern. Am Grundproblem der alten Standorte ändern sie nach Darstellung der Betreiber jedoch nichts: Die Kerngebäude in Rosenheim stammen aus den 1960er Jahren, einzelne Teile reichen sogar bis ins 19. Jahrhundert zurück. Eine umfassende Infrastrukturstudie der Kliniken zeigte, dass fast alle Gebäudeteile in den nächsten fünf bis zehn Jahren technisch komplett saniert werden müssten.
Die Verantwortlichen argumentieren, dass sich die alten Betonbauten aus den Sechzigern nicht mehr auf den Standard moderner Medizin bringen lassen. Es fehlt an den nötigen Deckenhöhen für moderne Lüftungsanlagen und an Platz für Versorgungsschächte. Eine Sanierung würde bedeuten, rund 80 Prozent des gesamten Krankenhauses nach und nach bei laufendem Betrieb abzureißen und neu zu bauen. Dies würde laut RoMed extrem hohe Kosten verursachen, den Betrieb über Jahre durch Lärm massiv einschränken und teure Container-Provisorien erfordern. Zudem ist das jetzige Grundstück in der Innenstadt schlichtweg zu klein für Erweiterungen.
Zwei eigenständige Krankenhäuser in unmittelbarer Nähe, die teure Geräte und Teams parallel vorhalten, entsprechen laut den Experten des Verbunds nicht mehr den heutigen Anforderungen. Ein neuer Standort bietet die Chance, Leistungen sinnvoll zu bündeln. Da die Krankenhausreform weit fortgeschritten ist und der Bund den Umbau über einen Transformationsfonds bis 2035 finanziell unterstützen wird, wollen Stadt und Landkreis diese Fördermittel nun beanspruchen.

Infobox Klinik-Neubau. Grafik re
Ein klares Signal der Politik: Die Stimmen der Region

Dass Stadt und Landkreis bei diesem emotionalen und hunderte Millionen Euro schweren Großprojekt geschlossen an einem Strang ziehen, unterstreichen die Verantwortlichen in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung deutlich.

Landrat Otto Lederer blickt in der offiziellen Mitteilung optimistisch auf das Vorhaben und erklärt:

„In einer Zeit, in der viele Krankenhäuser vor großen Herausforderungen stehen, setzen Landkreis und Stadt ein klares Zeichen: Wir investieren in eine hochwertige und zukunftssichere Versorgung für die Menschen in unserer Region. Das gemeinsame Klinikum ist für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt ebenso da wie für die Menschen in Bad Aibling und im gesamten Landkreis. Ich werde dem Kreistag diesen Weg empfehlen. Unser Ziel ist es, mit dem Neubau zugleich langfristig sichere und attraktive Arbeitsplätze bei RoMed zu erhalten.“

Auch Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sieht in dem Neubau die Chance, den tiefgreifenden Wandel im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten, statt nur auf die Reformen aus Berlin zu reagieren. Er betont in der Erklärung der Pressestellen:

„Die Krankenhausreform verändert die Versorgung grundlegend. Wir wollen diesen Wandel nicht nur bewältigen, sondern aktiv gestalten. Mit einem gemeinsamen Neubau schaffen wir die Voraussetzungen für hochmoderne Medizin und sichern eine starke Krankenhausversorgung für Stadt und Landkreis. Zugleich entstehen attraktive Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und many weitere Berufsgruppen.“

Der Zeitplan: Wann die Bagger rollen sollen

Bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme werden voraussichtlich noch viele Jahre vergehen. Zuerst müssen der Stadtrat, der Kreistag und die Gesellschafterversammlung die formalen Beschlüsse fassen. Danach folgen die detaillierte Standortsuche, die Genehmigungsverfahren und die Abstimmungen mit den Förderbehörden in München. Einen verbindlichen Zeitplan für den Spatenstich nennen die Verantwortlichen zum aktuellen Zeitpunkt daher noch nicht.
Als Ziel wird von den Pressestellen eine Inbetriebnahme Mitte der 2030er Jahre angestrebt. Bis dahin bleibe die gewohnte Versorgung in den Krankenhäusern Rosenheim und Bad Aibling ohne Einschränkungen bestehen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Hintergrund: RoMed Klinkum Rosenheim von oben. Foto: Copyright Herbert Borrmann, eingeblockt Baggerschaufel, Operationsteam. Fotos: re)

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.