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Cyber-Warnung: Auch Rosenheim schaltete seine Websites ab

Hintergrund Rosenheimer Rathaus, eingeblockt Symbolfoto Hacker. Fotomontage: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

22. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim  – Die weltweite Cyber-Warnung betrifft auch Rosenheim: Ab Mittwochnachmittag (21. Oktober) waren die Internetseiten der Stadt plötzlich nicht mehr erreichbar. Das fiel auch der Redaktion von Innpuls.me auf. Wir fragten deshalb bei der Stadt nach, was hinter dem Ausfall steckt.

Ein Stadtsprecher bestätigte auf Anfrage von Innpuls.me, dass die Stadt ihre Internetauftritte vorsorglich abgeschaltet hatte. Anlass war eine Warnung vor kritischen Sicherheitslücken in PHP, einer Software, die im Hintergrund zahlreicher Websites zum Einsatz kommt.

Warum die Stadt ihre Websites abschaltete

Bereits am frühen Nachmittag des 21. Oktober hatte die Stadt ihre Internetauftritte vorübergehend vom Netz genommen. Zuvor hatten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und CERT-EU, das Cybersicherheitszentrum der Institutionen der Europäischen Union, auf die kritischen Schwachstellen hingewiesen.
Die Stadt wollte kein Risiko eingehen. Zwar erwartete sie aufgrund bereits bestehender Schutzmaßnahmen keine unmittelbare Gefährdung ihrer Systeme. Dennoch entschied sie sich für die vorsorgliche Abschaltung. „Obwohl aufgrund weiterer bestehender Sicherheitsmaßnahmen nach unserer Einschätzung keine unmittelbare Gefährdung der Systeme zu erwarten war, haben wir uns im Sinne eines maximalen Schutzes für diesen Schritt entschieden“, erklärte ein Stadtsprecher.

Die Warnung bedeutete also nicht, dass die Stadt bereits Opfer eines Hackerangriffs geworden war. Vielmehr sollten die Internetauftritte vorsorglich geschützt werden, bevor mögliche Angreifer die Sicherheitslücken ausnutzen konnten.

Seit Donnerstagmorgen sind die meisten Seiten wieder erreichbar

In der Nacht zum Donnerstag, 22. Oktober, ging es an die technische Absicherung. Ab 21 Uhr wurden die erforderlichen Sicherheitsupdates installiert und zusätzliche Überprüfungen durchgeführt. Die Arbeiten konnten laut Stadt planmäßig abgeschlossen werden. Seit Donnerstag gegen 9 Uhr sind die städtischen Internetangebote wieder weitgehend uneingeschränkt erreichbar.
Eine Ausnahme gibt es allerdings noch: Das Portal rosenheim.jetzt bleibt laut Auskunft der Stadt vorerst offline. Dort seien wegen technischer Besonderheiten weitere Prüfungen und Anpassungen nötig. Die Stadt geht davon aus, dass auch dieses Angebot zeitnah wieder bereitgestellt werden kann.

Obwohl die Internetseiten vorsorglich abgeschaltet wurden, gibt es nach Angaben des Stadtsprechers derzeit keine Hinweise darauf, dass die städtischen Systeme kompromittiert wurden.

Was macht die Sicherheitslücken so gefährlich?

PHP ist eine weit verbreitete Programmiersprache, die auf vielen Servern im Hintergrund von Websites läuft. Die jetzt bekannt gewordenen Sicherheitslücken sind deshalb besonders brisant: Unter bestimmten Voraussetzungen könnten Angreifer darüber eigene Befehle auf betroffenen Servern ausführen. Im schlimmsten Fall könnten sie so Zugriff auf Systeme erlangen oder diese manipulieren.
Die Warnung betrifft damit nicht nur einzelne Websites. Betreiber müssen prüfen, ob ihre Systeme verwundbar sind, Sicherheitsupdates einspielen und kontrollieren, ob es Anzeichen für einen Angriff gibt. Eine vorübergehende Abschaltung kann dabei eine Schutzmaßnahme sein – so wie jetzt in Rosenheim.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: re)

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