Rosenheim / Bayern / Deutschland – Fast scheint es, als würde er gleich hinter einem Hausdach auftauchen: Auf unserem aktuellen Beitragsbild leuchtet der Mond groß und eindrucksvoll am Himmel. Der Oktober-Vollmond, der traditionell auch Jägermond genannt wird, liegt zwar bereits hinter uns, doch auch in den kommenden Nächten lohnt sich der Blick nach oben. Warum der Mond gerade neben Häusern und Bäumen so gewaltig wirkt, hat mit unserer Wahrnehmung zu tun.
Warum der Mond so groß erscheint
Der Mond bewegt sich auf einer leicht elliptischen Bahn um die Erde. Deshalb ist er unserem Planeten mal näher und mal weiter entfernt. Am Donnerstag, 29. Oktober, erreicht er mit rund 364.469 Kilometern seinen erdnächsten Punkt. Dadurch erscheint er tatsächlich etwas größer als zu Zeiten, in denen er weiter von der Erde entfernt ist.
Dass er besonders eindrucksvoll wirkt, wenn er gerade über Häuserdächer oder Berge steigt, hat aber vor allem mit unserer Wahrnehmung zu tun. Neben vertrauten Größen wie Gebäuden, Bäumen oder Bergen erscheint die Mondscheibe besonders groß. Hoch oben am dunklen Himmel fehlt dieser direkte Vergleich – und der Mond wirkt oft kleiner, obwohl sich seine scheinbare Größe dabei kaum verändert.
Warum der Oktober-Vollmond Jägermond heißt
Der Vollmond war bereits am Montag, 26. Oktober. Auch am heutigen Mittwoch ist die Mondscheibe noch nahezu rund. Der Oktober-Vollmond wird traditionell Jägermond genannt. Der Name stammt aus alten Überlieferungen: Nach der Ernte waren die Felder abgeerntet und Wildtiere hatten weniger Deckung. Das helle Mondlicht erleichterte es, in den Abendstunden auf die Jagd zu gehen.
Übrigens: Im deutschsprachigen Raum ist für den Oktober-Vollmond auch die Bezeichnung Weinmond überliefert. Sie wird mit der Weinlese im Herbst in Verbindung gebracht.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Eduard Staudhammer)


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