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Ersthelfer-App: 1090 Menschen in Rosenheim und Miesbach freigeschaltet

von links: Heinz Greuer (BRK Kreisverband Rosenheim, Daniela Ludwig, Yvonne Loher, Otto Lederer und Matthias Baumann-von Kramer (BRK-Kreisverband Rosenheim) Foto: Copyright Michael Fischer-Landratsamt Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

29. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Landkreis / Region – Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Doch was können Menschen tun, die in der Nähe sind, wenn der Rettungsdienst noch unterwegs ist? In der Region Rosenheim und Miesbach hilft dabei seit August eine Smartphone-App: Sie alarmiert registrierte Ersthelfer in der Umgebung und unterstützt sie auf dem Weg zum Notfallort und bei der Wiederbelebung. Inzwischen sind 1.090 Menschen für das System freigeschaltet.

Alarmierung, Wegbeschreibung und Anleitung zur Wiederbelebung

Die App „TEAM BAYERN LEBENSRETTER“ kommt zum Einsatz, wenn die Rettungsleitstelle bei einem Notruf von einem möglichen Herz-Kreislauf-Stillstand ausgeht. Befinden sich registrierte Ersthelfer in der Nähe, können sie über die App alarmiert werden und entscheiden, ob sie den Einsatz übernehmen.
Wer den Alarm annimmt, wird zum Notfallort geleitet. Dort unterstützt die App auch bei der Wiederbelebung: Sie zeigt die einzelnen Schritte an und gibt mit einem eingebauten Metronom den Rhythmus für die Herzdruckmassage vor. So sollen Ersthelfer möglichst früh mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen können, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Die App ersetzt dabei weder einen Erste-Hilfe-Kurs noch die professionelle Versorgung.

Seit dem Start des Echtbetriebs am 1. August 2026 wurden nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in der Region 124 Alarmierungen über die App ausgelöst. Bei 67 davon nahm mindestens ein Ersthelfer den Einsatz an. Das entspricht rund 54 Prozent. Einschließlich des vorausgegangenen Probebetriebs kam das System bislang auf insgesamt 199 Alarmierungen.
Die Zahlen zeigen, wie häufig das System bislang alarmiert wurde und wie oft ein Einsatz angenommen wurde. Sie sagen allerdings nicht aus, bei wie vielen dieser Fälle ein Ersthelfer tatsächlich am Einsatzort angekommen ist und mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen hat.

Die 1.000. Registrierung

Ende Oktober wurde in der Region die 1.000. registrierte Lebensretterin gewürdigt. Es handelt sich um Yvonne Loher, die beruflich im Rettungsdienst tätig ist. Die BRK-Kreisvorsitzende Daniela Ludwig und Rosenheims Landrat Otto Lederer dankten ihr für ihr Engagement. Als Zeichen der Anerkennung erhielt sie eine Urkunde und einen Blumenstrauß.
Mittlerweile sind laut BRK 1.090 Ersthelfer freigeschaltet. 840 davon entfallen auf Rosenheim, 250 auf den Landkreis Miesbach. Entscheidend ist dabei nicht allein die Gesamtzahl, sondern auch, ob sich im konkreten Notfall ein Ersthelfer in der Nähe befindet und schnell reagieren kann.

Wer kann mitmachen?

Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Mitmachen können Erwachsene ab 18 Jahren, die einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben. Eine berufliche Tätigkeit im Rettungsdienst oder im medizinischen Bereich ist nicht erforderlich.
Wer sich registrieren möchte, lädt die App „TEAM BAYERN LEBENSRETTER“ herunter und meldet sich direkt darin an. Für die Freischaltung müssen ein amtlicher Lichtbildausweis hochgeladen und eine Selbsterklärung abgegeben werden. Außerdem muss die Ortserkennung aktiviert und der Zugriff durch die App erlaubt sein, damit Alarmierungen empfangen werden können.

Weitere Informationen gibt es beim BRK-Kreisverband Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung BRK-Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Michael Fischer-Landratsamt Rosenheim)

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