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Ab in die Hecke: Brutsaison der Vögel beginnt im März

Baby Vögel werden gefüttert

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

19. Februar 2024

Lesezeit: 2 Minute(n)

Hilpoltstein / Bayern – Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen in Bayern steigen und die ersten Sträucher treiben aus. Viele Menschen möchten jetzt ihre Gärten nach dem Winter aufräumen und greifen zur Heckenschere, um Gebüsche und Gehölze ordentlich zurückzuschneiden. Zum Schutz verschiedener Tierarten ruft der LBV  Gartenbesitzende dazu auf, darauf nach dem 1. März erst einmal zu verzichten.
 
„Naturnahe Hecken aus verschiedenen heimischen Sträuchern sind ein wichtiger Lebensraum, beispielsweise für Igel, Spitzmäuse, Erdkröten und Blindschleichen. Sie finden dort Nahrung und verstecken sich. Im dichten Gestrüpp nisten und brüten auch viele Singvögel wie Amsel, Rotkehlchen, Gartengrasmücke und Heckenbraunelle“, sagt die LBV-Biologin Angelika Nelson.
Die beste Zeit für eine Heckenpflege ist zur Vegetationsruhe von Oktober bis Februar. Wer noch vor der nächsten Wachstumssaison Schnittarbeiten an seiner Hecke vornehmen möchte, sollte dies bis zum 28. Februar erledigen, bevor im März bereits die ersten Vögel zu brüten beginnen. „Wenn die Hecke während der Brutzeit geschnitten wird, sind die Jungvögel aufgrund fehlender Zweige nicht mehr geschützt und so leichte Beute für Fressfeinde. Außerdem finden die Altvögel keine sicheren Schlafplätze und auch Insekten, die in der Hecke leben, fehlen als wichtige Nahrungsquelle“, betont Angelika Nelson.
Zum Schutz der Natur schreibt der Gesetzgeber vor, dass zwischen dem 1. März und dem 30. September kein radikaler Heckenschnitt im öffentlichen Raum sowie in privaten Gärten erfolgen darf. „Kleine Verschönerungen an der Hecke – sogenannte leichte Form- und Pflegeschnitte – sind in diesem Zeitraum in Ordnung. Aber mit Vorsicht. Dabei ist es wichtig, vorher zu überprüfen, ob und wo Vögel in dem Gebüsch brüten und ob kleine Säugetiere sich dort Futtervorräte angelegt haben. Wildtiere dürfen nicht gestört werden“, so die LBV-Biologin.
 
Optimale Heckenpflege
 
Damit naturnah angelegte Hecken alle Funktion als Sichtschutz und Lebensraum für Tiere erfüllen können, sollten sie gepflegt werden. Darunter versteht man eine Verjüngung der Hecke. Denn überaltern die Hecken, tragen sie kaum mehr Früchte, werden innen kahl oder sterben ganz ab. Eine sachgerechte Pflege erfolgt, indem in Abschnitten von 20 bis 30 Meter alle Sträucher der Hecke bis auf wenige Zentimeter Höhe abgeschnitten werden. Wichtig ist, dass eine Heckenreihe nicht komplett entfernt wird. Stattdessen sollten Heckenabschnitte im Wechsel stehen bleiben, damit ein Teil des Lebensraums immer vorhanden bleibt. „Nicht fachgerecht ist auch der Einsatz von Geräten, die Äste und Zweige nicht sauber abschneiden, sondern regelrecht zerfetzen. Das schadet den Sträuchern“, erklärt die LBV-Biologin.
Weitere Informationen finden sich unter www.lbv.de/hecken
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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