Rosenheim / Bayern – Autofahrer müssen sich am letzten Maiwochenende, 29. bis 31. Mai, auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Auch wenn kein Feiertag ansteht, sorgen die Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg für ein deutlich erhöhtes Reiseaufkommen in Richtung Alpen, Italien, Kroatien und Südfrankreich. Starke Belastungen werden zudem auf den Routen Richtung Nord- und Ostsee sowie in Richtung Polen und Niederlande erwartet.
Der ADAC rechnet bereits am Freitag, 29. Mai, ab den Mittagsstunden mit dichtem Verkehr und teils langen Staus, die sich bis in die Abendstunden ziehen können. Viele Urlauber könnten ihre Abreise zudem vorziehen, um einer besonders kritischen Verkehrssituation am Samstag auszuweichen.
Brenner-Sperrung sorgt für zusätzliche Belastung
Erschwerend kommt am Samstag, 30. Mai, eine Vollsperrung der Brennerautobahn A13 zwischen 11 und 19 Uhr hinzu. Grund ist eine Demonstration (wir berichteten). Auch die Brennerbundesstraße (B182) sowie die Landesstraße L38 sind betroffen, sodass laut ADAC keine Ausweichmöglichkeiten bestehen.
Damit ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Richtung Italien zeitweise komplett blockiert. Besonders betroffen sind damit unter anderem Reisende in Richtung Gardasee und andere Urlaubsregionen in Norditalien.
Der ADAC warnt vor erheblichen Rückstaus auf den Zulaufstrecken in Österreich und Süddeutschland sowie auch in Richtung Norden auf italienischer Seite. Eine An- und Abreise über den Brenner am Samstag sollte unbedingt vermieden werden. Da viele Reisende auf andere Zeiten ausweichen, wird auch am Sonntag mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet.
Zahlreiche Autobahnen besonders belastet
Auch abseits der Alpenrouten wird es voll: Vor allem am Samstagvormittag ist mit starkem Reiseverkehr in Richtung Küstenregionen sowie ins Ausland zu rechnen. Zusätzlich verschärfen rund 1.000 Autobahnbaustellen in Deutschland die Situation.
Besonders staugefährdet sind laut ADAC unter anderem folgende Strecken:
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt; Linz – Passau
- A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz
- A5 Karlsruhe – Basel; Kassel – Frankfurt
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Berlin – Halle/Leipzig
- A10 Berliner Ring
- A99 Autobahnring München
Auch im Ausland drohen Verzögerungen
In Österreich verschärfen zusätzliche Maßnahmen die Lage weiter. Auf der Inntalautobahn A12 wird vor und nach dem Wochenende erneut eine Blockabfertigung durchgeführt (28. Mai und 1. Juni). Zudem gelten auf mehreren Ausweichstrecken Abfahrtssperren, ebenso auf der Tauernautobahn A10.
Auch die Transitachsen in der Schweiz – darunter Gotthard- und San-Bernardino-Route – sind erfahrungsgemäß stark belastet.
Reisende müssen zudem an den Grenzen mit Wartezeiten rechnen. Insbesondere bei der Einreise nach Deutschland kann es durch Kontrollen zu zusätzlichen Verzögerungen kommen,
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)


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