Nachrichten, Informationen und Geschichten aus Rosenheim

Aufkleber an Laternen und Stromkästen: Rosenheim diskutiert über das „Stickern“

Aufkleber mit politischer Botschaft an Fallrohr in der Rosenheimer Innenstadt. Foto: Josefa Staudhammer

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

26. Oktober 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

Velkolepá autonehoda v Schliersee se stala známou mnoha hráčům online kasin. Podle policie k nehodě došlo kolem 00:40 ráno a podle dosavadních informací zůstali dva cestující bez zranění, přečtěte si také o nových českých online kasinech https://sancenavyhru.website3.me/. Také krátce před hasičskou zbrojnicí v Neuhausu zaparkovali dva hráči online kasina auto a nasedli do Passatu s poznávací značkou Tölzer, což nezůstalo bez povšimnutí pozorných přihlížejících.

Rosenheim – Ob politische Botschaft, Werbung für eine Veranstaltung oder Hinweis auf einen Verein: Auf Laternenmasten, Stromkästen und anderen Einrichtungen im öffentlichen Raum kleben in Rosenheim unzählige Aufkleber. Das Thema beschäftigt inzwischen auch den Stadtrat. Bei einem Stadtbummel hat Innpuls.me genauer hingeschaut – und dabei kaum einen Laternenmast oder Stromverteiler entdeckt, der nicht beklebt war.

Mit Stickern beklebter Mast in der Rosenheimer Innenstadt. Foto: Josefa Staudhammer

Die Aufkleber werden entfernt – und schon sind die nächsten da! Mit diesem Problem ist die Stadt Rosenheim nicht allein. Fotos: Josefa Staudhammer

Zur Sprache brachte das Thema CSU-Fraktionssprecher Dr. Wolfgang Bergmüller in einer Stadtratssitzung. Er berichtete von Beschwerden über die vielen Aufkleber an Laternen und Stromkästen und bezeichnete sie als „Verschandelung der Stadt“.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan kennt das Problem ebenfalls. „Solche Aufkleber sind überall. Das da politisch grenzwertiges dabei ist, ist nicht zu vermeiden“, sagte er. Der Baubetriebshof entferne die Sticker immer wieder. Allerdings dürfe daraus keine Spirale entstehen, bei der die Stadt ständig hinterherarbeiten müsse. „Ihr klebt, wir räumen hinterher“ – so dürfe es nicht laufen.

Von politischen Botschaften bis zu Veranstaltungshinweisen

Ein Blick auf Rosenheims Straßen zeigt, wie unterschiedlich die Aufkleber sind. Neben Werbung für Veranstaltungen und Vereine finden sich zahlreiche politische Botschaften. Darunter sind auch Aufkleber, die extremen politischen Gruppierungen zuzuordnen sind. Häufig kleben mehrere Sticker übereinander. Manche Flächen sind so dicht bedeckt, dass von der ursprünglichen Oberfläche kaum noch etwas zu sehen ist.

Neu ist das „Stickern“ im öffentlichen Raum nicht. Klebemarken und -zettel sind bereits seit dem späten 19. Jahrhundert verbreitet. Seit Jahrzehnten werden Aufkleber auch genutzt, um politische Ansichten sichtbar zu machen, Protest auszudrücken oder für bestimmte Anliegen zu werben. Ein bekanntes Beispiel ist der Aufkleber „Atomkraft? Nein Danke“, der ab Mitte der 1970er-Jahre zu einem Symbol der Anti-Atomkraft-Bewegung wurde.

In den vergangenen Jahren ist das Thema in vielen Städten verstärkt in den Fokus gerückt. Kommunen berichten über den Aufwand für die Entfernung und suchen nach Möglichkeiten, öffentliche Einrichtungen besser vor Aufklebern zu schützen.

Andere Städte testen spezielle Schutzbeschichtungen

Wie aufwendig die Entfernung sein kann, zeigt ein Beispiel aus Neu-Isenburg in Hessen. Die Stadt berichtete im Mai 2024 über stark beklebte Verkehrsschilder, die sich nicht mehr reinigen ließen und deshalb ersetzt werden mussten.
Auch Darmstadt geht das Problem mit einem Pilotprojekt an. Seit Herbst 2025 testet die Stadt spezielle Schutzbeschichtungen und Schutzfolien für Verkehrsschilder. Sie sollen verhindern, dass Aufkleber gut haften, und dafür sorgen, dass sie sich leichter entfernen lassen. In einer Pressemitteilung vom April 2026 zog die Stadt eine erste positive Zwischenbilanz: Auf den beschichteten Schildern hafteten Aufkleber gar nicht oder nur schlecht. Deshalb weitete Darmstadt den Versuch aus und testete weitere Lösungen.

Bei seinem Stadtbummel entdeckte Innpuls.me in Rosenheim ebenfalls Stellen, an denen offenbar erst kürzlich Aufkleber entfernt worden waren. Doch die Arbeit ist mühsam: Während ein Sticker innerhalb weniger Sekunden angebracht ist, kann seine Entfernung deutlich länger dauern. Klebstoffreste bleiben zurück, und je nach Untergrund muss vorsichtig gearbeitet werden, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird.
Wer schon einmal zu Hause einen hartnäckigen Preisaufkleber von einem Gegenstand lösen wollte, kennt das Prinzip. Im öffentlichen Raum kommt hinzu, dass die Sticker an vielen verschiedenen Stellen angebracht werden und sich mit der Zeit immer neue Schichten bilden können.

Was ist erlaubt?

In Rosenheim regelt eine Plakatierungsverordnung, wo öffentliche Anschläge angebracht werden dürfen. Wer gegen die geltenden Vorschriften verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Auch eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung kann infrage kommen, wenn durch Aufkleber fremdes Eigentum beschädigt oder dessen Erscheinungsbild erheblich und dauerhaft verändert wird.
Doch selbst wenn solche Konsequenzen drohen, ist es schwierig, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein Aufkleber ist in wenigen Sekunden angebracht – möglicherweise auch bei Nacht und Nebel. Wer dabei nicht gerade auf frischer Tat ertappt wird, dürfte nur schwer zu ermitteln sein

Darmstadt erprobt damit einen neuen Weg im Umgang mit der Stickerflut. Angesichts der vielen beklebten Laternen und Stromkästen in Rosenheim stellt sich vielleicht auch hier irgendwann die Frage, ob solche Schutzbeschichtungen helfen könnten, zumindest den Reinigungsaufwand zu verringern.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam, Infos: Stadt Neu-Isenburg, Wissenschaftsstadt Darmstadt, Deutsches Historisches Museum / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.