Tag des Artenschutzes: LBV setzt bei letzten Ortolanen in Bayern auf KI und Bioakustik

Tag des Artenschutzes: LBV setzt bei letzten Ortolanen in Bayern auf KI und Bioakustik

Hilpoltstein / Bayern – Zum Tag des Artenschutzes am 3. März rückt der LBV  eine der seltensten Vogelarten des Freistaats in den Fokus: den Ortolan. Mit speziellen Aufnahmegeräten und künstlicher Intelligenz will der Verband in diesem Jahr erstmals genauer untersuchen, wie viele der vom Aussterben bedrohten Vögel nach Unterfranken zurückkehren und wie sich ihr Brutverhalten entwickelt.

Auch wenn der farbenfrohe Ammernvogel mit dem olivgrünen Kopf erst Ende April aus seinen südlichen Winterquartieren zurückkehrt, laufen die Vorbereitungen für die Brutsaison bereits jetzt. Der Ortolan gilt in Bayern als akut vom Aussterben bedroht.
„Unterfranken beherbergt in den Mainfränkischen Platten zwischen Würzburg und Schweinfurt das letzte Vorkommen im gesamten süddeutschen Raum“, erklärt Elena Weber, LBV-Biologin im Bayerischen Artenhilfsprogramm Ortolan. „Wir tragen deshalb eine besondere Verantwortung, dieses letzte Vorkommen in Bayern zu bewahren.“
Deutschland hat sich im Rahmen der EU-Biodiversitätsstrategie zum Ziel gesetzt, den Bestand bis 2030 zu verbessern. In Bayern stagniert die Population jedoch seit Jahren bei rund 80 Revieren – mit insgesamt abnehmender Tendenz.

Monitoring mit Horchboxen und KI

In der kommenden Saison setzt der LBV erstmals auf ein bioakustisches Monitoring. Digitale Aufnahmegeräte, sogenannte Horchboxen, sollen die Gesänge der Ortolane in ihren Lebensräumen erfassen. Die gewonnenen Daten werden anschließend mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet.
„In diesem Jahr nehmen wir die Rufe der Vögel zum ersten Mal mit speziellen Geräten auf und werten sie mit KI aus. So wollen wir erfahren, wie viele Ortolane in die fränkischen Brutgebiete zurückkehren, wo sie sich dort ansiedeln und wie sie brüten“, sagt Weber.

„Forschende aus Polen und Italien konnten zeigen, dass sich einzelne Ortolane anhand ihres Gesangs eindeutig unterscheiden lassen – gewissermaßen wie an einem akustischen Fingerabdruck“, so die LBV-Biologin. Auf dieser Grundlage soll nun geprüft werden, ob sich diese Erkenntnisse auf das fränkische Vorkommen übertragen und systematisch im Monitoring einsetzen lassen.
Die individuelle Erkennung könnte Hinweise darauf liefern, wie viele Vögel den Zug nach Afrika überleben und in ihre Brutgebiete zurückkehren. Auch Warn-, Kontakt- und Bettelrufe sollen analysiert werden, um Rückschlüsse auf Paarbildung und Brutverlauf zu ermöglichen – bislang waren dafür invasive Methoden wie gezielte Nestersuchen notwendig.

Ein Vorteil der Bioakustik: Das Brutgeschehen wird nicht gestört. Die Geräte zeichnen unabhängig von Tageszeit und Wetter auf und liefern ein umfassenderes Bild als punktuelle Beobachtungen. „Unsere ehrenamtlichen Kartierer leisten seit vielen Jahren unverzichtbare Arbeit. Die bioakustische Erfassung soll ihre Beobachtungen ergänzen und vertiefen“, erklärt Weber.

Eigenständiger fränkischer Dialekt

Bemerkenswert ist zudem die akustische Besonderheit der fränkischen Population. Sie liegt rund 400 Kilometer vom nächsten Bestand entfernt und hat einen eigenen Dialekt ausgebildet. „Sogar Menschen, die die vogeltypischen Frequenzen viel schlechter hören als die Vögel selbst, können diese Dialekte unterscheiden“, so Weber. „Das zeigt, wie stark der Gesang bei dieser Art geprägt ist und welche Bedeutung akustische Analysen für den Artenschutz haben können.“

Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft

Neben dem technischen Monitoring bleibt die Kooperation mit der Landwirtschaft zentraler Bestandteil des Artenhilfsprogramms. Der Ortolan brütet am Boden und ist auf vielfältige, extensiv bewirtschaftete Agrarflächen angewiesen. Gemeinsam mit rund 80 Landwirten setzt der LBV ortolanfreundliche Maßnahmen um, darunter das Pflanzen von Bäumen als Singwarten.
Von diesen erhöhten Sitzplätzen aus kann der Vogel seine Umgebung überblicken, Nahrungsflächen erreichen und sein Nest besser sichern. „Die langjährige Zusammenarbeit vor Ort ist eine wichtige Grundlage dafür, dass der Bestand in Bayern bislang erhalten werden konnte“, betont Weber.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Alpenländische Volksmusik auf dem Chiemsee: Musikalisch Schifffahrt mit der „Edeltraud“ in Prien

Alpenländische Volksmusik auf dem Chiemsee: Musikalisch Schifffahrt mit der „Edeltraud“ in Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Samstag, 25. April, heißt es wieder „Leinen los“ für Freunde der alpenländischen Volksmusik: Das Motorschiff „Edeltraud“ sticht zum 44. Mal zu einer stimmungsvollen Musikfahrt über den Chiemsee in See.

Veranstaltet wird der traditionsreiche Abend von der Marktgemeinde Prien am Chiemsee.

Volksmusikgruppen an Bord

Für das musikalische Programm hat Marlene Anner im Auftrag der Gemeinde wieder namhafte Ensembles aus Bayern und dem Salzburger Land eingeladen. Mit dabei sind:

  • der Almbach Dreigsang aus dem Salzburger Raum
  • der SteiBay Dreigsang vom Ammerwinkl und Bad Aussee
  • Daniela und Roman Messerer aus Baiern
  • die Adlgaßer Sänger aus Inzell und Siegsdorf
  • die Lindlalm Musi aus Fischbachau/Rosenheim/Prien
  • die Messwein Musi aus Unken
  • die Thoma-Fischerhaus Musi aus Chieming

Durch den Abend führt in bewährter Weise Moderator Siegi Götze, der mit Charme und Fachkenntnis durch das Programm begleitet.

Kulinarik vom Hotel Luitpold am See

Neben traditioneller Volksmusik erwartet die Gäste auch eine kulinarische Begleitung: Für das leibliche Wohl sorgt das Hotel Luitpold am See mit ausgewählten regionalen Spezialitäten.

Abfahrt, Tickets und Vorverkauf

Die Abfahrt erfolgt um 18 Uhr am Hafen Prien-Stock, Einlass ist ab 17.30 Uhr. Die Rückkehr ist gegen 21 Uhr geplant.
Der Kartenvorverkauf startet am Mittwoch, 11. März. Tickets sind ausschließlich im Ticketbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, erhältlich – telefonisch unter +49 8051 96 56 60 oder per E-Mail an ticketservice@tourismus.prien.de. Weitere Informationen gibt es online unter tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Adlgaßer Sänger)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Donnerstag, 26. Februar – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass natürliche Landschaften – besonders Grünflächen und Wasser – nachweislich Stress reduzieren können?
Schon der Anblick von Natur kann Deinen Puls senken und Dein inneres Gleichgewicht stärken.
Unser Gehirn reagiert auf natürliche Umgebungen mit Entspannung, weil sie seit Urzeiten Sicherheit und Ressourcen signalisierten.

Vielleicht gönnst Du Dir heute einen bewussten Blick nach draußen – auf Bäume, den Himmel oder ein Stück Natur in Deiner Nähe.

Wir wünschen Dir einen ruhigen und ausgeglichenen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Halvotec Group baut Engagement bei den Starbulls Rosenheim aus

Halvotec Group baut Engagement bei den Starbulls Rosenheim aus

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim und die Halvotec Group intensivieren in ihre Zusammenarbeit: Das IT-Unternehmen aus Raubling ist seit der laufenden Saison Premium Partner des Eishockey-Clubs und erweitert damit sein bisheriges Engagement als Business Partner.

Mit dem erweiterten Engagement unterstreicht Halvotec nach Angaben beider Seiten die regionale Verbundenheit sowie das Vertrauen in die gemeinsame Zusammenarbeit. Das IT-Unternehmen entwickelt Software- und Digitalisierungslösungen, die international eingesetzt werden, und steht für Innovationskraft, Verlässlichkeit und nachhaltige Entwicklung.
Darwin Kuhn, Leitung Sponsoring bei den Starbulls Rosenheim, bewertet den Ausbau der Partnerschaft als positives Signal. „Dass Halvotec sein Engagement ausbaut und seit dieser Saison als Premium Partner an unserer Seite steht, freut uns sehr“, erklärt er. „Diese Entscheidung ist ein starkes Signal für unsere Zusammenarbeit und zeigt, wie wichtig regionale Partnerschaften für die Weiterentwicklung unseres Standorts sind. Wir sind stolz darauf, ein innovatives Unternehmen wie Halvotec langfristig im Partnernetzwerk der Starbulls zu wissen.“

Im Rahmen der erweiterten Kooperation wird Halvotec künftig verstärkt im Umfeld des ROFA-Stadions präsent sein und sich intensiver in das Partnernetzwerk des Clubs einbringen. Ziel ist es, die bestehende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und neue Impulse zu setzen.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Copyright: Christoph Sinzinger)

Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Holzkirchen / Rosenheim – Bauarbeiten der DB InfraGO AG bedeuten am 6. und vom 9. bis 12. März auf der Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim Fahrplanabweichungen, Verbindungs- und Haltausfälle und Schienenersatzverkehr.

Die DB InfraGO AG führt Weichenerneuerungen durch, die, Auswirkungen auf die Zugverbindungen der BRB im Netz Chiemgau-Inntal haben.

Auf der Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim kommt es ganztags in beiden Richtungen zu Fahrplanänderungen, dem Ausfall aller Verbindungen zwischen München Hauptbahnhof und Holzkirchen, dem Ausfall der Haltestellen München Donnersbergerbrücke, Heufeldmühle und Hinrichssegen, zu Ersatzverkehr mit der S- beziehungsweise U-Bahn zwischen München Hauptbahnhof und München Siemenswerke beziehungsweise Deisenhofen und zu Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen zwischen Bruckmühl und Heufeld.

Auf dem Streckenabschnitt München Hauptbahnhof und Holzkirchen kann auf Züge der Linie RB 56 beziehungsweise RB 55 ausgewichen werden. Zwischen München Hauptbahnhof und München Siemenswerke beziehungsweise Deisenhofen kann die S- beziehungsweise U-Bahn genutzt werden. Alle Fahrkarten der BRB werden anerkannt. Züge, Busse sowie die S- und U-Bahnen fahren teilweise zu anderen Zeiten als die Züge im Standardfahrplan.

Fahrgäste finden auf der Webseite (www.brb.de) Sonderfahrpläne zum Download. Im Sonderfahrplan nicht aufgeführte Zugverbindungen fahren an allen Tagen ohne Abweichung nach dem Regelfahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 25. Februar – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass positive Worte im Gehirn ähnliche Bereiche aktivieren wie kleine Belohnungen?
Ein ehrliches Kompliment oder ein wertschätzender Satz kann nicht nur die Stimmung anderer heben, sondern auch Deine eigene.
Unser Gehirn speichert positive soziale Erfahrungen besonders stark ab – sie geben Sicherheit, Motivation und Verbundenheit.

Vielleicht sagst Du heute ganz bewusst etwas Nettes – ehrlich und von Herzen. Manchmal reicht ein Satz, um einen Tag zu verändern.

Wir wünschen Dir einen herzlichen und erfüllten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

Darmkrebs-Infoabend in Rosenheim: Vorsorge, Ernährung und moderne Therapien im Fokus

Darmkrebs-Infoabend in Rosenheim: Vorsorge, Ernährung und moderne Therapien im Fokus

Rosenheim – Unter dem Titel „Darmkrebs – vorbeugen, erkennen, behandeln“ lädt das RoMed Klinikum Rosenheim am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr ins Bildungszentrum St. Nikolaus (Pettenkoferstraße 5) ein.

Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten, die sich über Darmkrebsvorsorge, gesunde Ernährung und moderne Therapieverfahren informieren möchten.
Es referieren Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2, sowie Kai Nowak, Chefarzt des Chirurgischen Zentrums Rosenheim – Bad Aibling. Ergänzt wird das Programm durch die Ökotrophologin Brigitta Robeis mit Einblicken zur risikosenkenden Ernährung sowie Ralf Holzer, Koordinator des Darmkrebszentrums.
Zudem stellt Sylvia Schmidt die Arbeit der Bürgerstiftung Rosenheim vor.

Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit, individuelle Fragen an die Experten zu richten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mehr zum Thema Darmkrebst- Früherkennung unter: Darmkrebs Innpuls.me
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Darmkrebs-Früherkennung: RoMed-Chefarzt Prof. von Delius über Vorsorge, Lebensstil und Prävention

Darmkrebs-Früherkennung: RoMed-Chefarzt Prof. von Delius über Vorsorge, Lebensstil und Prävention

Rosenheim – Mit über 54.000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten Deutschlands und zugleich zu jenen, bei denen Vorbeugung besonders greift. Die moderne Medizin bietet heute nicht nur verbesserte und schonende Behandlungen von Krebs, sondern echte Chancen, diesen von vornherein zu verhindern – vorausgesetzt, sie werden genutzt.

Prof. Dr. Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim erklärt, warum Vorsorgeuntersuchungen Leben retten, welche Rolle Ernährung und Bewegung spielen und weshalb Krebs oft viel früher beginnt, als wir glauben.

„Der Darm gibt lange keine Warnsignale“

Frage: Herr Professor von Delius, viele Menschen fühlen sich gesund und sehen deshalb keinen Anlass für eine Vorsorgeuntersuchung. Ist das ein Trugschluss?
Prof. von Delius: „Ja, leider. Dickdarmkrebs entwickelt sich über viele Jahre aus zunächst gutartigen Polypen, ohne Schmerzen oder spürbare Symptome zu verursachen. Genau das macht Darmkrebs so heimtückisch – und gleichzeitig so gut vermeidbar. Denn diese frühen Veränderungen lassen sich erkennen und behandeln, lange bevor sie gefährlich werden.“

Erfahrungsgemäß komme der Gedanke an Vorsorge häufig erst, wenn Beschwerden auftreten. Dann sei man oft schon spät dran. „Gerade die Phase ohne Symptome ist unsere größte Chance“, sagt von Delius.

Vorsorge als aktive Entscheidung

Die Darmspiegelung gilt nach wie vor als die beste Methode für die Früherkennung. Sie ermöglicht es, auffällige Gewebeveränderungen nicht nur zu entdecken, sondern direkt zu entfernen. Für viele Patienten ist allein der Gedanke an die Untersuchung jedoch mit Unsicherheit verbunden.
Prof. von Delius: „Diese Hemmschwelle nehmen wir sehr ernst. Viele Menschen haben Angst vor Schmerzen, vor dem Ergebnis oder vor Kontrollverlust. In der Praxis zeigt sich aber: Die Untersuchung ist kurz, gut verträglich und in der Regel problemlos. Und sie schenkt etwas sehr Wertvolles – Sicherheit.“

Gerade im medizinischen Alltag werde häufig unterschätzt, wie entlastend ein unauffälliger Befund sein kann. Vorsorge sei nicht die Suche nach Krankheit, sondern ein Mittel, gesund zu bleiben.

Krebs beginnt nicht plötzlich

In der Krebsforschung hat sich in den vergangenen Jahren eine wichtige Erkenntnis durchgesetzt: Tumorerkrankungen entstehen nicht von heute auf morgen. Sie entwickeln sich schrittweise, beeinflusst durch Alter, genetische Faktoren und den Lebensstil.
Prof. von Delius: „Wir wissen heute, dass viele Prozesse sehr früh beginnen. Ob und wie schnell sie voranschreiten, hängt auch von äußeren Einflüssen ab. Ernährung, Bewegung, Körpergewicht, Rauchen oder chronische Entzündungen spielen dabei eine große Rolle.“

Ernährung: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten wirkt sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Gleichzeitig zeigen Daten, dass stark verarbeitete Lebensmittel, hoher Fleischkonsum und übermäßiger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko erhöhen können.
Prof. von Delius: „Ernährung ist kein moralisches Thema, sondern ein biologisches. Der Darm reagiert darauf, was wir ihm zuführen. Schon kleine, dauerhafte Veränderungen können das Milieu im Darm verbessern und damit das Risiko senken.“

Dabei gehe es nicht um Verbote, sondern um Balance. Genuss und Gesundheitsbewusstsein müssten sich nicht ausschließen.

Bewegung als unterschätzte Medizin

Neben der Ernährung ist Bewegung einer der wirksamsten, zugleich am meisten unterschätzten Präventionsfaktoren.
Prof. von Delius: „Körperliche Aktivität beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und entzündliche Prozesse. Das alles spielt auch bei der Krebsentstehung eine Rolle. Und wir reden hier nicht von Leistungssport – regelmäßige Bewegung im Alltag reicht bereits aus.“

Über Angst sprechen – nicht schweigen

Ein zentrales Hindernis für Vorsorge bleibt die Angst vor einer möglichen Diagnose. Professor von Delius plädiert für einen offeneren Umgang mit diesem Thema.
Prof. von Delius: „Angst verschwindet nicht, wenn man sie ignoriert. Im Gegenteil. Wer sich informiert und früh handelt, gewinnt Handlungsspielraum. Vorsorge bedeutet Kontrolle, nicht Kontrollverlust.“
Gerade deshalb sei es wichtig, über Krebs nicht erst im Krankheitsfall zu sprechen, vielmehr als Teil einer normalen Gesundheitsvorsorge. Niemand könne garantieren, niemals an Krebs zu erkranken. Aber Prävention könne den Zeitpunkt deutlich hinauszögern oder eine Erkrankung ganz verhindern.

„Es geht nicht um absolute Sicherheit, sondern um Wahrscheinlichkeiten. Und diese Wahrscheinlichkeiten lassen sich beeinflussen: durch Vorsorge, durch Lebensstil, durch Aufmerksamkeit für den eigenen Körper“, appelliert von Delius.

Vorsorge ist Fürsorge

Darmkrebsvorsorge ist mehr als eine medizinische Maßnahme. Sie ist Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit der eigenen Gesundheit. Moderne Medizin bietet heute die Möglichkeit, früh einzugreifen, oft lange bevor eine Krebserkrankung entsteht. Wer diese Chance nutzt, entscheidet sich nicht aus Angst, sondern aus Fürsorge.

Was Leser jetzt tun können – Checkliste zum Mitnehmen
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über die Darmkrebsvorsorge.
  • Nutzen Sie den Stuhltest, wenn eine Darmspiegelung aktuell nicht infrage kommt.
  • Klären Sie familiäre Risiken frühzeitig ab.

Die gesetzlichen Programme zur Darmkrebs-Früherkennung bieten zwei zentrale Wege: die Vorsorge-Darmspiegelung (Koloskopie) und den immunologischen Stuhltest (iFOBT). Über 10 Millionen Menschen haben seit Einführung der gesetzlichen Koloskopie daran teilgenommen; nach Berechnungen der Felix-Burda-Stiftung konnten dadurch rund 350.000 Neuerkrankungen an Dickdarmkrebs und 175.000 Todesfälle verhindert werden.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Prof. Dr. Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim Copyright RoMed Kliniken)

Osterkonzert der Blaskapelle Prien am Chiemsee im König Ludwig Saal

Osterkonzert der Blaskapelle Prien am Chiemsee im König Ludwig Saal

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Ostermontag, 6. April lädt die Marktgemeinde Prien am Chiemsee um 10.30 Uhr zu einem bunten Melodienreigen, dargeboten von der Blaskapelle Prien, im König Ludwig Saal, Stauden 3.

Unter der Leitung von Karl-Wilhelm Hultsch zeigt die Musikkapelle bei dem traditionellen Osterkonzert wieder alle Register ihres Könnens. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Die Marktgemeinde freut sich auf ein zahlreiches Erscheinen. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, und unter Telefon +49 8051 69050 oder www.tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee/ Beitragsbild: Copyright Anita Berger)

Klavierkonzert in Prien: Jonah Samuel Stabe spielt Werke von Ludovico Einaudi im Chiemsee Saal

Klavierkonzert in Prien: Jonah Samuel Stabe spielt Werke von Ludovico Einaudi im Chiemsee Saal

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Freitag, 10. April, um 19 Uhr findet im Chiemsee Saal, Alte Rathausstraße 11, ein Klavierkonzert mit Werken des italienischen Komponisten Ludovico Einaudi statt.

Der Pianist Jonah Samuel Stabe präsentiert ausgewählte Stücke auf einem Steinway-Flügel und widmet sich dabei dem vielfach international aufgeführten Repertoire Einaudis, das unter anderem durch den Film Ziemlich beste Freunde einem breiten Publikum bekannt wurde.
Ergänzt wird das Konzert durch eine rund zehnminütige Leuchtshow des Künstlers Florentin Spötzl, die Klaviermusik mit Elementen der Leuchtjonglage verbindet.
Der Einlass ins Foyer beginnt um 18 Uhr, der Saal öffnet um 18:30 Uhr.
Karten zu 17 beziehungsweise 19 Euro sind im Ticketbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, telefonisch unter +49 8051 965660, per E-Mail an ticketservice@tourismus.prien.de sowie an allen München-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich. Ermäßigte Tickets für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte ab 70 Prozent sowie Rollstuhlfahrer gibt es ausschließlich im Ticketbüro Prien; eingetragene Begleitpersonen erhalten freien Eintritt. Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr, es wird ein Aufpreis von zwei Euro erhoben.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Jonah Samuel Stabe am Steinway Flügel bei der Hommage an Ludovico Einaudi. Copyright Jonah Samuel Stabe)

Mangfall in Rosenheim: Fahrradunterführungen wegen Pegelanstieg gesperrt

Mangfall in Rosenheim: Fahrradunterführungen wegen Pegelanstieg gesperrt

Rosenheim – In Rosenheim sind entlang der Mangfall mehrere Fahrradunterführungen wegen steigender Pegelstände vorsorglich gesperrt worden. Es wird aktuell nicht erwartet, dass Hochwassermeldestufe 1 überschritten wird, dennoch kann es zu kleineren Überflutungen kommen. 

Wegen des Pegelanstiegs sind die Fahrradunterführungen entlang der Mangfall gesperrt worden. Zwar wird nicht erwartet, dass die Mangfall Hochwassermeldestufe 1 und damit die niedrigste der vier Warnstufen überschreitet, dennoch kann es zu kleineren Überflutungen in den Radunterführungen kommen.
Der höchste Pegelstand wird am Abend erwartet, dann sinkt er voraussichtlich wieder. Am Inn wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass eine Meldestufe erreicht wird
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Dienstag, 24. Februar – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Dein Gehirn neue Verbindungen zwischen Nervenzellen bildet, wenn Du etwas Ungewohntes tust?
Immer gleiche Abläufe sind zwar bequem – aber kleine neue Reize fördern Deine geistige Beweglichkeit und Konzentration. Schon einfache Dinge wie die Zähne mit der anderen Hand zu putzen, einen neuen Weg zu gehen oder ein Rätsel zu lösen, aktivieren Dein Denken.

Vielleicht probierst Du heute bewusst eine Kleinigkeit anders zu machen als sonst.

Wir wünschen Dir einen wachen und inspirierenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)