Rosenheim erlebt Wahlabend mit Paukenschlag: März abgewählt – Erdogan schreibt Geschichte

Rosenheim erlebt Wahlabend mit Paukenschlag: März abgewählt – Erdogan schreibt Geschichte

Rosenheim  – Es ist kurz nach 19 Uhr im Rosenheimer Rathaus, als aus ersten Zahlen Gewissheit wird: Diese Stadt hat sich entschieden – und zwar anders, als viele erwartet hatten. Ein Wahlabend, der leise beginnt und mit einem politischen Umbruch endet.

Die Spannung liegt spürbar in der Luft an diesem Sonntagabend im Rathaus. Gespräche laufen gedämpft, immer wieder richten sich die Blicke nach vorne auf die große Leinwand. Dort erscheinen nach und nach die Ergebnisse der Stichwahl.

Zwei Wochen lang hatte sich dieser Moment aufgebaut. Ein intensiver Wahlkampf zwischen Amtsinhaber Andreas März (CSU) und Herausforderer Abuzar Erdogan (SPD), der im Ton zunehmend schärfer geworden war – besonders auf Seiten Erdogans. In den sozialen Netzwerken hatte sich bereits abgezeichnet, dass sich hier etwas zusammenbraut.

Doch wie groß diese Dynamik tatsächlich ist, zeigt sich erst jetzt.

Zu Beginn der Auszählung liegt März vorne. Kein Grund für Jubel, aber auch kein Anlass zur Sorge. Noch ist alles offen.

Dann beginnen die Zahlen zu kippen.

Erst langsam, dann immer deutlicher. Mit jedem neuen Stimmbezirk verändert sich das Bild. Gespräche verstummen, Blicke werden länger, ernster. Die Leinwand wird zum Taktgeber eines Abends, der sich Stück für Stück zuspitzt.

Als kurz nach 19 Uhr das Ergebnis feststeht, wird es still. Ungewöhnlich still für einen Wahlabend.

Selbst erfahrene Medienvertreter schauen sich an, manche schütteln ungläubig den Kopf. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, ist immer wieder zu hören.

In den Reihen der CSU breitet sich Fassungslosigkeit aus. Betretene Gesichter, feuchte Augen, vereinzelt fließen Tränen.

Dann tritt Andreas März vor die Kameras.

Andreas März tritt vor die Kameras. Foto: Innpuls.me

Gefasst, aber sichtlich traurig tritt Andreas März kurz gegen 19 Uhr vor die Medien, als klar ist, dass seine Ära als Rosenheimer Oberbürgermeister endet. Fotos: Josefa Staudhammer

Die Zahlen sind eindeutig: 46,6 Prozent für ihn, 53,3 Prozent für Abuzar Erdogan. In Stimmen ausgedrückt: 9.829 zu 11.283 – ein Rückstand von 1.454 Stimmen.

„Die Enttäuschung ist groß. Wir haben in den vergangenen sechs Jahren gute Arbeit geleistet. Aber es ist uns offensichtlich nicht gelungen, diese Botschaften rüberzubringen“, sagt März.

Und ergänzt: „Mein Herausforderer hat es offensichtlich geschafft, mehr Menschen für sich zu gewinnen.“

Die Worte sind gefasst, fast nüchtern – doch sie fallen sichtbar schwer. Nach einem kurzen Statement verlässt März den Saal. Ohne Zögern, ohne Umwege.

Die Stille bleibt noch einen Moment länger.

Denn was sich hier gerade vollzieht, ist eine Zäsur: Nach 65 Jahren wird wieder ein Sozialdemokrat Oberbürgermeister in Rosenheim.

Und dann schlägt die Stimmung um.

Nur wenige Augenblicke später tritt Abuzar Erdogan vor die Kameras. Hinter ihm drängen sich Unterstützer, Parteifreunde, Wegbegleiter. Jetzt ist Bewegung im Raum, Stimmen werden lauter, erste Glückwünsche werden ausgetauscht.

„Ich bin überwältigt und sprachlos“, sagt Erdogan.

Er habe in den vergangenen zwei Wochen viel Zuspruch erlebt, aber mit diesem Ausgang habe er nicht gerechnet. „Ich konnte es überhaupt nicht einschätzen.“

Zwischen Angriff und Aufmerksamkeit: Der Wahlkampf

Der Weg zu diesem Ergebnis war intensiv.

In den zwei Wochen zwischen erstem Wahlgang und Stichwahl zogen beide Kandidaten noch einmal alle Register. Andreas März setzte auf klassische Präsenz – und prominente Unterstützung: Gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteilte er kostenlos Döner.

Abuzar Erdogan ging einen anderen Weg. Er suchte die direkte Nähe zu den Bürgern, lud zur Kneipentour ein – und war vor allem eines: ständig präsent.

Vor allem in den sozialen Medien. Täglich neue Bilder, neue Videos, klare Botschaften. Dazu auch immer wieder scharfe Angriffe auf seinen Kontrahenten. Mehrfach forderte er März öffentlich zu Duellen heraus – ohne Erfolg.

Ob genau diese Strategie am Ende den Ausschlag gegeben hat, bleibt offen.

Auffällig ist auch die Wahlbeteiligung: Mit 45,5 Prozent lag sie deutlich unter der ersten Runde (53,3 Prozent). Welche Wähler am Ende zu Hause geblieben sind – und wem das genutzt oder geschadet hat – lässt sich nur schwer beantworten.

Und jetzt? Ein politischer Neustart

Für Abuzar Erdogan beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Der bisherige Syndikusrechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei der meine Volksbank Raiffeisenbank übernimmt die Verantwortung im Rosenheimer Rathaus.

Doch einfach wird der Start nicht.

Im Stadtrat gibt es keine klare Mehrheit, auch wenn die SPD einen Sitz hinzugewinnen konnte. Viele Gespräche werden nötig sein, um tragfähige Entscheidungen zu treffen.

Und auch für Andreas März ist die politische Bühne noch nicht ganz verlassen. In seiner letzten Woche im Amt stehen mehrere Ausschusssitzungen und eine Stadtratssitzung an. Entscheidungen, die noch unter seiner Verantwortung fallen.

Was danach kommt, ist offen.

Für beide.

Was bleibt, ist dieser Abend.

Ein Abend, an dem sich die Stimmung langsam drehte. An dem aus Zahlen Emotionen wurden. Und an dem Rosenheim gezeigt hat, dass politische Gewissheiten manchmal nur bis zur nächsten Auszählung gelten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

In Kürze steht fest: Rosenheim wählt zwischen März und Erdogan

In Kürze steht fest: Rosenheim wählt zwischen März und Erdogan

Rosenheim – Im Rosenheimer Rathaus steigt die Spannung: Innpuls.me berichtet live von der Oberbürgermeister-Stichwahl. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr – jetzt entscheidet sich, ob Amtsinhaber Andreas März (CSU) eine weitere Amtszeit erhält oder Herausforderer Abuzar Erdogan (SPD) das Rathaus übernimmt.

 

Liveticker:

19: Uhr  Da passt der Begriff „Paukenschlag“ mal wirklich: Die politische Sensation ist perfekt. Abuzar Erdogan wird der neue Rosenheimer Oberbürgemeister .Betretene Gesicher. 

18.54 Uhr: 66 von 68 Stimmbezirken sind ausgezählt – und noch immer ist Abuzar Erdogan von der SPD vor dem amtierenden Oberbürgmeister März. Eine Überraschung bahnt sich an.

18.50 Uhr: Wieder mal ein Blick in ein Rosenheimer Stadtteil: Die Kastenau hätte auf alle Fälle Andreas März (CSU) gewählt. Dort ist fertig ausgezählt – März hat 58 Prozent der Stimmen erhalten. Abuzar Erdogan ist auf 42 Prozent gekommen.

18.45 Uhr: 65 Jahre stellte die CSU in der Stadt Rosenheim den Oberbürgermeister. Nun könnte sich das ändern. Abuzar Erdogan führt immer noch. Zuletzt war mit Josef Sebald bis 1960 ein SPD-Mann an der Spitze.

18.35 Uhr: Es könnte tatsächlich zu einem politischen Paukenschlag in Rosenheim kommen: Ausgezählt 63 von 68 Stimmbezirken – und Abuzar Erdogan (SPD) führt immer noch – aktuell mit 52,9 Prozent. Andreas März (CSU) liegt mit 47,1 Prozent dahinter.

18.53 Uhr: Es zeichnet sich eine schlechte Wahlbeteiligung ab. 61 von 68 Stimmbezirken sind ausgezählt – und die Wahlbeteiligung liegt bei 37,9 Prozent.

18.31 Uhr: Blick in ein anderes Rosenheimer Stadtteil – auch Pang ist fertig ausgezählt. Da führt Andreas März (CSU) mit 56 Prozent. Abuzar Erdogan (SPD) kommt auf 44 Prozent.

18.28 Uhr: Aising ist fertig ausgezählt – Da führt Erdogan Abuzsar (SPD) mit 53,4 Prozent vor Andreas März (CSU) mit 46,6 Prozent.

18.25 Uhr: : Es bleibt eng. Andreas März aktuell bei 47,6 Prozent und Erdogan Abuzar bei 52,4 Prozent.

18.20 Uhr: Interessantes Detail,. Es gibt auch bereits wieder 22 ungültige Wahlzettel. 🤔

18.19 Uhr: Das Bild hat sich gedreht: Ausgezählt sind jetzt 21 von 68. Und nun führt Erdogan Abuzar (SPD) mit 53,5 Prozent vor Andreas März (CSU) mit 46,5 Prohzent.

17.50 Uhr: Zahlreiche Medien sind vor Ort, um die Ergebnisse direkt zu verfolgen.

18.13 Uhr: Jetzt ausgezählt: 4 von 68 – und Andreas März weiter vorn.

18.11 Uhr: Das erste Ergebnis ist da – und damit schaut es erst mal gut aus für den amtierenden Oberbürgermeister Andreas März. Er bekommt 59,3 Prozent. Erdogan Abuzar kommt auf 40,7 Prozent. Aber es ist auch erst das erste Wahllokal. 

Blick in Foyer. Foto: Innpuls.me

18.10 Uhr: Nach und nach treffen jetzt im Rosenheimer Rathaus mehr und mehr Politiker ein. Gerade eben eingetroffen ist jetzt die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin Daniela Ludwig.

18.08 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 lag bei 53, 2 Prozent. Spannend heute darum auch die Frage, ob es diesmal mehr oder gar noch weniger Rosenheimer werden, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben.

OB-Wahl 2026. Foto: Josefa Staudhammer

Das Warten auf die ersten Ergebnisse beginnt. 

18.00 Uhr: Nichts mehr geht in den Wahllokalen – und damit wandert der Blick von jetzt an auf die Leinwand im großen Rathaussaal., wo dann die Ergebnisse nach und nach eintreffen. Es gibt 68 Stimmbezirke, Wahlberichtig sind 46.777 Personen

17.55 Uhr:  Der amtierende Oberbürgermeister Andreas März kam bei den Kommunalwahlen vor 2 Wochen auf 39,1 Prozent. Abuzar Erdogan bekam 26,6 Prozent.

OB-Wahl MÄrz 2026 live vom Rathaus. Fotos: Innpuls.me
Die Wahllokale schließen erst  um 18 Uhr. aber im großen Rathaussaal im Rosenheimer Rathaus ist schon ganz schön was los. Fotos: Josefa Staudhammer
Frühlingsmarkt in Rosenheim: Sonne, volle Straßen und ein bunter Mix aus Angeboten

Frühlingsmarkt in Rosenheim: Sonne, volle Straßen und ein bunter Mix aus Angeboten

Rosenheim – Wer am heutigen Sonntag (22.3.2026)  durch die Rosenheimer Innenstadt unterwegs ist, merkt schnell: Der Frühlingsmarkt zieht die Menschen an. Seit dem Start um 9 Uhr füllen sich die Straßen zunehmend, am frühen Nachmittag gegen 14 Uhr herrscht reger Betrieb zwischen Ludwigsplatz, Mittertor und Fußgängerzone.
Frühlingsmarkt in Rosenheim März 2026. Fotos: Josefa Staudhammer
Stellenweise ist ein Durchkommen nur noch schwer möglich. Fotos: Josefa Staudhammer
Der Markt erstreckt sich quer durch die Innenstadt bis in die Münchener Straße und Richtung Bahnhofstraße.  Besucher schlendern, bleiben stehen, schauen, probieren – vielerorts bilden sich kleine Menschentrauben vor besonders gefragten Angeboten.

Breites Angebot – mit stärkerem regionalem Bezug

Das Sortiment zeigt sich gewohnt vielfältig: Haushaltswaren, Dekoartikel, Schmuck, Spielzeug und Mode wechseln sich mit kulinarischen Spezialitäten ab. Auffällig ist in diesem Jahr die stärkere Präsenz regionaler Anbieter, die ihre Produkte direkt vor Ort präsentieren.

Auch das gastronomische Angebot fällt umfangreicher aus als in den vergangenen Jahren. Zusätzliche Imbissstände sorgen dafür, dass Besucher zwischen süßen und herzhaften Speisen wählen können – entsprechend gut genutzt werden die Möglichkeiten.

Verkaufsoffener Sonntag bringt zusätzliche Besucher

Parallel zum Markt haben seit 12 Uhr zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Noch bis 17 Uhr können Besucher den Marktbesuch mit einem Einkaufsbummel verbinden. Auch hier zeigt sich eine hohe Frequenz, viele nutzen die Kombination aus Markt und offenem Einzelhandel.

Frühlingshafte Bedingungen begünstigen den Andrang

Für zusätzlichen Zulauf sorgt das Wetter: Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen schaffen angenehme Bedingungen für einen längeren Aufenthalt im Freien. Auch die Gastronomen profitierten – Cafès und Restaurants mit Sitzplätzen in de Sonne waren durchgehend voll belegt.
Der Frühlingsmarkt läuft noch bis 18 Uhr.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Ski-Saison2025/26 neigt sich dem Ende zu – Alpen Plus zufrieden mit Nachfrage

Ski-Saison2025/26 neigt sich dem Ende zu – Alpen Plus zufrieden mit Nachfrage

München und Region – Die Wintersaison 2025/26 neigt sich dem Ende zu, und die Alpen Plus Skigebiete blicken auf erfolgreiche Monate zurück. Während Sudelfeld bereits am heutigen Sonntag (22.3.2026) die Lifte stilllegt, halten Spitzingsee und Brauneck die Pisten noch für einige Wochen geöffnet. Trotz der frühen Winterferien und wechselhaften Wetterbedingungen konnten die Skigebiete durchgehend Betrieb anbieten und viele Besucher anlocken.

Betriebszeiten im Überblick
  • Sudelfeld: Saisonende am Sonntag, 22. März 2026
  • Spitzingsee: Lifte noch bis Sonntag, 29. März 2026 geöffnet
  • Brauneck: Zwei Lifte in Betrieb, Öffnung abhängig von Pistenverhältnissen; Kabinenbahn bis Ostermontag, 6. April; Wallbergbahn startet am Karfreitag, 3. April
    Saisonbilanz 2025/26

Die Skigebiete Sudelfeld, Spitzingsee und Brauneck verzeichnen eine positive Bilanz. Dank kalter Temperaturen und reichlich Schneefall im November konnte die Saison früh starten, durchgehend von Anfang Dezember bis Mitte März betrieben werden und viele Skifahrer begeistern.
„Mit dem Betrieb bis Mitte März haben wir unser Hauptziel erreicht. Sobald in den Tälern und in der Stadt der Frühling Einzug hält, sinkt die Nachfrage erfahrungsgemäß deutlich“, erklärt Egid Stadler, Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld.

Positiver Effekt durch frühe Faschingsferien

„Besonders positiv wirkten sich die frühen Faschingsferien aus, in denen das Wetter winterlich blieb. Sehr gut angenommen wurde zudem der ‚Mittwochskracher‘, der teilweise Besucherzahlen auf Wochenendniveau brachte“, ergänzt Antonia Asenstorfer, Geschäftsführerin der Brauneck- und Wallbergbahnen sowie der Alpenbahnen Spitzingsee.
Am Wallberg war in dieser Saison kein Rodelbetrieb ins Tal möglich, da die Schneedecke im unteren Bereich nicht ausreichte. Lediglich eine Teilstrecke zwischen Wallbergkircherl und Wallbergsattel war zeitweise geöffnet.

Den tagesaktuellen Anlagenbericht sowie weitere Informationen zu allen Gebieten finden Interessierte unter www.alpenplus.com.
(Quelle: Pressemitteilung Alpen Plus / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)
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Friedensdemo durch Rosenheimer Innenstadt – rund 150 Teilnehmer, starke Polizeipräsenz

Friedensdemo durch Rosenheimer Innenstadt – rund 150 Teilnehmer, starke Polizeipräsenz

Rosenheim – Am gestrigen Samstag (21.3.2026) zog ein Demonstrationszug unter dem Motto „Für den Frieden“ durch die Rosenheimer Innenstadt. Die Veranstaltung startete um 14 Uhr auf dem Max-Josefs-Platz und wurde von der Friedensinitiative Rosenheim organisiert.

Ziel der Initiative ist es, ein Zeichen für Frieden zu setzen und das Bewusstsein für gewaltfreie Konfliktlösungen zu stärken. Die Gruppe wurde am 11. März 2025 von Veronika Herwegh, Peggy Galic und Major a. D. Florian D. Pfaff gegründet. In ihrer Gründungspressemitteilung hieß es, die Initiative wolle „Hass, Hetze und Feindbilder, die Kriege fördern, bekämpfen und stattdessen Völkerverständigung, Interessenausgleich und Diplomatie unterstützen“ (wir berichteten).

Rund 150 Teilnehmer zogen durch die Rosenheimer Innenstadt. Foto: Gisela Schreiner

Rund 150 Teilnehmer zogen durch die Rosenheimer Innenstadt. Foto: Gisela Schreiner

Teilnahme und Ablauf

Bei der Kundgebung sprachen unter anderem Peggy Galic sowie zwei junge Mädchen am Mikrofon und plädierten für friedliche Lösungen in Konflikten. Während bei der Gründungskundgebung im März 2025 noch über 500 Teilnehmer gezählt wurden, lag die Zahl der Teilnehmer diesmal bei rund 150. Die Polizei war mit einer hohen Präsenz vor Ort, der Demonstrationszug verlief ruhig und ohne Zwischenfälle.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Gisela Schreiner)

Heilig-Geist-Straße, Rosenheim, 1962

Heilig-Geist-Straße, Rosenheim, 1962

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1962. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Heilig-Geist-Straße in Rosenheim.

Die drei alten Häuser gibt es längst nicht mehr – ebenso den Baumbestand daneben. Gegenüber steht heute ein Parkhaus.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Ab 30. März: Vollsperrung der Kreisstraße Ro 52 zwischen Tatzelwurm und Niederaudorf

Ab 30. März: Vollsperrung der Kreisstraße Ro 52 zwischen Tatzelwurm und Niederaudorf

Landkreis Rosenheim – Die Kreisstraße RO 52 zwischen Tatzelwurm und Niederaudorf (Landkreis Rosenheim) wird im Bereich vor Rechenau vom 30. März bis zum 22. April 2026 wegen Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt. Grund für die Sperrung sind dringend notwendige Hangsicherungsarbeiten zwischen Tatzelwurm und Rechenau.

Das Landratsamt Rosenheim informiert: Die Tiefbauverwaltung des Landratsamtes Rosenheim führt diese Sicherungsmaßnahmen an der Böschung durch, um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten. Als Umleitung wird der Verkehr über die Staatsstraße St 2089 nach Brannenburg und weiter über die Tatzelwurmstraße (mautpflichtig) geführt.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wohnraum wird zum entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen

Wohnraum wird zum entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen

Landkreis Rosenheim / Tirol – Bezahlbarer Wohnraum wird für Unternehmen immer wichtiger im Wettbewerb um Fachkräfte. Wie Wirtschaft und öffentliche Hand gemeinsam Lösungen entwickeln können, zeigte die Fachveranstaltung „Wohnraum für Talente – gemeinsam stark“ in Bad Häring (Tirol), zu der die Wirtschaftsförderung und Bildungskoordination des Landratsamts Rosenheim eingeladen hatten. Mehr als 70 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung aus dem Landkreis Rosenheim sowie aus Tirol nutzten die Gelegenheit, sich über Fördermöglichkeiten sowie bau- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich zu informieren.

Rosenheims Landrat Otto Lederer betonte bei der Begrüßung die Bedeutung des Themas für die Region: „Bezahlbarer Wohnraum ist nicht nur eine soziale Frage, sondern auch ein Standortfaktor.“ Damit unterstrich er die zentrale Rolle von Wohnraum für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises Rosenheim und der gesamten Grenzregion. Fachliche Impulse lieferten Expertinnen und Experten aus Verwaltung und Praxis. Dr. Sarah Hartmann vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Quirin Zallinger von der Abteilung Wohnen und Umwelt im Landratsamt Rosenheim sowie Rechtsanwalt Michael Auer von der Kanzlei Heuking erläuterten Förderprogramme, bauordnungsrechtliche Rahmenbedingungen und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten in Deutschland. Ergänzend stellten die Tiroler Rechtsanwälte Nikolai und Vivian Slatar die entsprechenden Regelungen in Österreich vor.

In kurzen Präsentationen zeigten fünf Unternehmen ihre Modelle des Mitarbeiterwohnens. Dabei wurde deutlich, dass Wohnraum für Beschäftigte nicht nur ein attraktiver Zusatznutzen ist, sondern zunehmend auch zu einem strategischen Instrument im Wettbewerb um Fachkräfte wird. Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv. Mehrere Teilnehmende äußerten bereits den Wunsch nach einer Folgeveranstaltung, um den fachlichen Austausch weiter zu vertiefen und konkrete Projektansätze zu entwickeln.

Thema Mitarbeiterwohnungen

Mit dem erfolgreichen Austausch rückt das Thema Mitarbeiterwohnen künftig stärker in den Fokus der Standort- und Förderstrategien im Landkreis Rosenheim. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für Fachkräfte künftig stärker als wichtigen Faktor der regionalen Wirtschaftsentwicklung zu berücksichtigen. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln der Euregio Inntal im Rahmen des Interreg-Programms Bayern–Österreich 2021–2027 unterstützt. Lead-Partner waren die Wirtschaftsförderung und die Bildungskoordination im Landratsamt Rosenheim. Weitere Partner sind die Wirtschaftskammer Kufstein, die Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim, die IHK für München und Oberbayern, die Kreishandwerkerschaft Rosenheim sowie die Arbeitsgruppe „Mitarbeiterbindung“ der Bildungsregion Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Akku-Züge für die Region Rosenheim in Aussicht – Gutachten liefert konkrete Perspektiven

Akku-Züge für die Region Rosenheim in Aussicht – Gutachten liefert konkrete Perspektiven

Rosenheim / Landkreis – Ein Gutachten zeigt: Lokal emissionsfreie Züge könnten künftig auch auf den Dieselstrecken in Stadt und Landkreis Rosenheim eingesetzt werden.

Der Freistaat Bayern plant, den Dieselbetrieb im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bis 2040 zu beenden. Alle Strecken wurden daher hinsichtlich einer Umstellung auf vollelektrische Züge oder Akku-Züge untersucht. Das jetzt vorliegende Gutachten für das Netz „Südostbayern“ liefert konkrete Perspektiven für die noch bestehenden Diesel-Strecken in der Region Rosenheim. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für weitere Planungs- und Realisierungsschritte.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem vorgeschlagenen „Chiemgau-Express“, einer möglichen Direktverbindung zwischen Rosenheim und Aschau über Prien a. Chiemsee. Das Konzept umfasst auch die Reaktivierung von Bahnhöfen wie Stephanskirchen und Rimsting. Laut Untersuchung wäre ein Betrieb mit Akku-Zügen sowohl auf dem Pendelbetrieb zwischen Aschau und Prien als auch bei einer umsteigefreien Weiterführung nach Rosenheim grundsätzlich möglich.

Voraussetzung sind jedoch Maßnahmen zur Infrastrukturertüchtigung, etwa die Elektrifizierung einzelner Gleisabschnitte oder deren Ausrüstung mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS.

„Sehr gute Nachrichten für den Landkreis Rosenheim“

„Das sind sehr gute Nachrichten für den Landkreis Rosenheim“, sagt Landrat Otto Lederer. „Die Ergebnisse geben Rückenwind für unsere Bestrebungen, den SPNV in der Region nachhaltig zu verbessern.“
Auch Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, betont, dass die Gutachten-Ergebnisse nun als Basis für die weiteren Planungs- und Realisierungsschritte für Akku-Züge in Südostbayern dienen sollen.

Erst kürzlich hatte Landrat Lederer gemeinsam mit weiteren Landräten aus dem MVV-Verbundraum ein Positionspapier mit Verbesserungen für den SPNV an Staatsminister Bernreiter übergeben. Ziel ist es, Fahrpläne zu optimieren, Kapazitäten auf stark genutzten Verbindungen zu erhöhen und den Regionalverkehr auf der Schiene zu stärken – zum Vorteil von Bürgern, Pendlern und Touristen gleichermaßen.
(Quelle: Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starker Rückgang im stationären Einzelhandel in Bayern – Welche Bereiche besonders betroffen sind

Starker Rückgang im stationären Einzelhandel in Bayern – Welche Bereiche besonders betroffen sind

Schweinfurt / Bayern – Im Januar 2026 zeigt sich im bayerischen Einzelhandel ein gemischtes Bild: Während Online- und Lebensmittelhandel zulegen, verzeichnen fünf der sieben Branchen des stationären Einzelhandels Umsatz- und Beschäftigungsrückgänge.

Nach vorläufigen Ergebnissen der „Monatsstatistik im Einzelhandel“ des Bayerischen Landesamts für Statistik wuchs der nominale Umsatz im bayerischen Einzelhandel im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent, der reale Umsatz um 1,5 Prozent. Im stationären Einzelhandel („Einzelhandel in Verkaufsräumen“) fiel das Wachstum deutlich schwächer aus: Nominal stieg der Umsatz um 1,6 Prozent, real nur um 0,1 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten im gesamten Einzelhandel um 0,8 Prozent, im stationären Handel um 0,5 Prozent.
Besonders stark betroffen sind die Branchen „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“: Nominal sank der Umsatz um 5,6 Prozent, real um 6,1 Prozent, die Beschäftigtenzahl ging um 3,3 Prozent zurück. Auch Rückgänge verzeichnen der „Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren“, der „Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen)“, der „Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik“ sowie der „Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren“.

Demgegenüber legten der Lebensmittel-Einzelhandel sowie der „Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen oder auf Märkten“ – inklusive Versand- und Internethandel – deutlich zu. So stieg der nominale Umsatz im Lebensmittelhandel um 4,1 Prozent, der reale Umsatz um 1,8 Prozent. Im Online- und Versandhandel wuchsen nominal Umsatz und Beschäftigtenzahlen um 3,4 bzw. 3,7 Prozent, real sogar um 3,6 Prozent.

Im stationären „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“ und im sonstigen Einzelhandel in Verkaufsräumen stiegen ebenfalls Umsatzwerte, wobei die Beschäftigtenzahl nur im ersten Bereich zunahm.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto: ai generiert)

Bier und Joint am Steuer: Polizei greift ein

Bier und Joint am Steuer: Polizei greift ein

Söchtenau / Landkreis Rosenheim –  In Söchtenau (Landkreis Rosenheim) sorgte ein Autofahrer mit ungewöhnlicher „Ausstattung“ beim Aussteigen aus seinem Fahrzeug für Aufmerksamkeit bei der Polizei – Bierflasche und Joint inklusive.

Am Freitag (20.3.2026)  gegen 13.00 Uhr, bemerkten Beamte der Rosenheimer Polizei einen 46-jährigen Autofahrer aus dem nördlichen Landkreis Ebersberg. Dieser stieg gerade nach dem Einparken aus seinem Fahrzeug aus und hielt dabei eine Flasche Bier sowie einen Joint in den Händen.
Ein durchgeführter Drogentest reagierte, nach den Angaben der Polizei, positiv auf Cannabis. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an und leiteten ein Bußgeldverfahren ein, das Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot nach sich zieht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von unter 0,50 Promille.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Vorfahrt missachtet: Unfall mit Verletzter in Rosenheim

Vorfahrt missachtet: Unfall mit Verletzter in Rosenheim

Rosenheim – An einer Kreuzung in Rosenheim kam es zu einem Zusammenstoß zweier Autos – eine Frau wurde dabei leicht verletzt, der Schaden ist erheblich.

Am Freitag (20.3.2026) gegen 10.45 Uhr, wollte ein 48-jähriger Autofahrer aus Gauting von der Dr.-Steinbeißer-Straße in die vorfahrtsberechtigte Äußere Münchener Straße einfahren. Für ihn galt „Vorfahrt achten“.
Eine 43-jährige Autofahrerin aus Rosenheim war zeitgleich auf der Äußeren Münchener Straße unterwegs und hatte an der Einmündung Vorfahrt. Nach Angaben der Polizei übersah der 48-Jährige beim Einfahren die Frau, woraufhin es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam.

An beiden Autos entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 17.000 Euro. Die 43-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt und vom alarmierten Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht.
Gegen den 48-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild Symbolfoto re)