Handydieb droht in Aventinstraße mit Messer

Handydieb droht in Aventinstraße mit Messer

Rosenheim – Ein Handydieb bedrohte einen 20-jährigen in der Rosenheimer Aventinstraße mit dem Messer. Die Polizei sucht nach Zeugen. 

Der 20-jährige war in der Nacht von Samstag (19.5.2024) auf Sonntag gegen 3 Uhr am Morgen zu Fuß auf dem Heimweg in der Aventinstraße unterwegs. Nach seiner Schilderung trat ihm plötzlich ein Unbekannter gegenüber und verlange die Herausgabe seines Handys samt Ladekabel. Zur Untermauerung seiner Forderung soll der Unbekannte ihm ein Messer vor dem Körper gehalten und gesagt haben, dass er ohne Herausgabe der Gegenstände den Ort nicht lebend verlassen werde.
Vor Schreck schubste der 20-jährige den Unbekannten zur Seite, rannte ein paar Meter vom Tatort weg und flüchtete sich in ein zufällig vorbeifahrendes Auto. Aus dem Augenwinkel heraus konnte er noch beobachten, wie der Täter in Richtung Rosenheimer Bahnhof ging.
Nachdem der 20-jährige die Beifahrertür aufgerissen hatte, stieg er ein und der Autofahrer fuhr den Rosenheimer anschließend zu seiner Wohnung. Der Täter soll ca. 25 Jahre alt gewesen sein, schlanke Figur, ca. 175 cm groß, sprach mit gebrochenem Deutsch und hatte einen markant hervorstehenden Kinnbart.
Die Polizei sucht nun nach Zeugen, insbesondere den Fahrer, der den Rosenheimer in seinem Auto mitnahm. Der 20-jährige schilderte, dass er sich beim Auto um einen schwarzen Audi gehandelt hat, besetzt mit zwei Männern. Der Rosenheimer sprach mit den beiden auch während der Heimfahrt und schilderte von dem Vorfall.
Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 08031 / 200-2200 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Memorial Run – Veteranen fahren mit Motorräder durch Berlin, Rosenheimer mit dabei

Memorial Run – Veteranen fahren mit Motorräder durch Berlin, Rosenheimer mit dabei

Berlin / Rosenheim – Die Biker unter den Veteranen haben sich jüngst zum 14. Mal zum „Memorial Run“ auf nach Berlin gemacht. 400 Veteranen aus 9 Nationen fuhren mit ihren Motorrädern durch die Hauptstadt. Mit dabei auch Teilnehmer aus Rosenheim. 

Kranzniederlegung am Ehrenmal - Memorial Run. Foto: EMFV

Kranzniederlegung am Ehrenmal. Fotos: EMFV

Mit einem Memorial Run am 11.Mai 2024 gedachten über 400 Veteranen zum 14. Mal mit einem Motorradkorso durch die Hauptstadt Berlin ihren gefallenen Kameraden.Bereits am Vorabend der Gedenkveranstaltungen trafen Veteranen aus Deutschland, sowie aus acht NATO – Nationen mit ihren knatternden Maschinen in der Hauptstadt Berlin ein, darunter Mitglieder des Europäischen Militär- Fallschirmsprungverband (EMFV) mit Sitz in Rosenheim.

Abgesichert durch eine Motorradstaffel der Berliner Polizei, formierten sich die angereisten Veteranen mit ihren Maschinen zum Memorial Run, ausgehend vom Platz der Luftbrücke bis zum Ehrenmal der Bundeswehr am Bendlerblock, um ihrer toten Kameraden zu gedenken. Zeitgleich erfolge durch Veteranen eine Kranzniederlegung im „Wald der Erinnerungen“ der Bundeswehr in der Henning-Von-Treschow Kaserne in Potsdam. Der „Wald der Erinnerungen „ ist ein Ort der Erinnerung an alle Bundeswehrangehörigen, die seit 1955 im Dienst oder Einsatz ihr Leben verloren haben. Auf Initiative von Angehörigen der Bundeswehr wurde der „Wald der Erinnerungen“ am 15. November 2014 eingeweiht und ist der persönlichen Trauer der Betroffenen der Bundeswehr gewidmet.

 

Ehrenhain für die gefallenen Kameraden. Foto: EMFV

Ehrenhain für die gefallenen Kameraden. 

Als Gastredner fungierte Oberstleutnant Matthias Hacker, stellvertretender Leiter der Abteilung Veteranengelegenheiten des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) der Bundesrepublik Deutschland, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes Oberstleutnant i.G. Marcel Bohnert. Gründer und Initiator von Anfang an war unser Kamerad vom Europäischen Militär- Fallschirmsprungverband (EMFV) Ralf Bartzsch, der zugleich Präsident des Veteranenverbandes der Recondo Vets ist.

Die aufgereihten Kränze am Ehrenmal. Foto: ENFV

Die aufgereihten Ehrenkränze am Ehrenmal.

Seit der Gründung der Bundewehr 1955 sind in der Ausübung ihres Dienstes mehr als 3.300 Bundeswehrangehörige ums Leben gekommen, wobei ab 1992 insgesamt 116 von ihnen bei Auslandseinsätzen oder anerkannten Missionen ihr höchstes Gut – ihr Leben für Deutschland und die freie Welt gaben (Stand: Juli 2022).
59 Soldaten der Bundeswehr und 3 Polizisten wurden getötet, verunglückten oder sind in Afghanistan verstorben. Im zehnjährigen Einsatz sind während Gefechten oder bei Anschlägen 37 Bundeswehrsoldaten und 3 Polizisten   gefallen.

Die Veteranen grüßen ihre gefallenen Kameraden.

Die Veteranen grüßen ihre gefallenen Kameraden.

Der Europäische Militär- Fallschirmsprungverband gedachte auch seiner gefallenen, verunfallten und verstorbenen Mitglieder mit einer Abordnung und Teilnahme am Memorial Run der Veteranen mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Bundeswehr im Bendlerblock.
(Quelle: Pressemitteilung EMFV / Beitragsbild; Fotos: EMFV)

Mülleimer im Bahnhof Oberaudorf in Brand gesetzt

Mülleimer im Bahnhof Oberaudorf in Brand gesetzt

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Ein Mülleimer in der Nähe des Gleis 1 im Bahnhof Oberaudorf (Landkreis Rosenheim)  wurde durch bislang unbekannte Täter in Brand  gesetzt. Die Polizei bittet um Hinweise.

Zu dem Kleinbrand kam es am gestrigen Dienstag (21.5.2024) zwischen 5 und 5.45 Uhr. In der Nähe des betreffenden Mülleimers, im gegenüberliegenden, überdachten Bereich, wurden auch noch verbrannte Papp- und Papierreste  gefunden. Die freiwillige Feuerwehr Oberaudorf konnte den rauchenden Mülleimer erfolgreich löschen.
Die Polizeiinspektion Brannenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Augenzeugen oder Personen, welche sachdienliche Angaben zu den Tätern machen können, sich telefonisch unter 08034/90680 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gefährliche Körperverletzung in Reitmehring

Gefährliche Körperverletzung in Reitmehring

Reitmehring / Landkreis Rosenheim – Ein 23-jähriger Mann wurde in Reitmehring (Landkreis Rosenheim) von der Gruppe von Männern mit bayerischer Mundart angesprochen und nach einer Zigarette gefragt. Nach kurzem Gespräch schlug und trat die Gruppe unvermittelt auf den 23-jährigen ein.

Zu der Tat kam es am gestrigen Dienstagabend gegen 19.30 Uhr. Der 23-jährige konnte sich, nach den Angaben der Polizei, von der Attacke befreien und in Richtung Bahnhof flüchten. Währenddessen soll hm von einem der Täter eine rassistische Beleidigung nachgerufen worden sein. Im Anschluss sollen die Täter in die entgegengesetzte Richtung geflohen sein.
Beschreibung: 28 und 40 Jahre alt und 1,85 Meter groß. Ein Täter wird als markant groß, ein anderer als dick beschrieben.
Die Polizeiinspektion Wasserburg am Inn ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und erbittet um Hinweise zu den jeweiligen Tätern unter 08071 / 9177-0.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild. Symbolfoto re)

Betrunkene Autofahrerin fährt gegen Leitplanke

Betrunkene Autofahrerin fährt gegen Leitplanke

Bayrischzell / Landkreis Miesbach – Eine 34-jährige aus Bosnien Herzegowina kam zwischen Bayrischzell und der Österreichischen Grenze von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einer Leitplanke. Die Frau war betrunken.

Nach den Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall in der Nacht auf den heutigen Mittwoch (22.5.2024)  gegen 1.30 Uhr auf der Staatsstraße 2075 zwischen Bayrischzell und der Österreichischen Grenze. „Aufgrund von alkoholischen Getränken beherrschte die 34-jährige Frau aus Bosnien-Herzegowina den Pkw aus bisher unbekannter Ursache  nicht mehr sicher und kam von der Fahrbahn linksseitig ab“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Polizeiinspektion Miesbach. 
Nach dem Aufprall mit der Leitplanke drehte sich das Fahrzeug auf der Fahrbahn um 180 Grad und kam nach der Drehung zum Stehen.
Die Fahrerin kam leicht verletzt mit einem Hals-Wirbelsäulen-Trauma in Krankenhaus. Das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden. Der 46-jährige polnische Beifahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden am Fahrzeug beläuft sich auf rund 30.000 Euro. Es waren 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bayrischzell im Einsatz. Die Fahrbahn war von 1.53 Uhr bis 3.50 Uhr beidseitig gesperrt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Daniela Ludwig zur Israelbeauftragten ernannt

Daniela Ludwig zur Israelbeauftragten ernannt

Berlin / Rosenheim – Die Rosenheimer CSU Bundestagsabgeordnete und Ausschussvorsitzende Daniela Ludwig wurde  vom Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz zur „Beauftragten für das jüdische Leben in Deutschland und für die Beziehungen zum Staat Israel“ der CDU/CSU Bundestagsfraktion ernannt.

Neues Fraktionsamt der CDU /CSU: Das neue Fraktionsamt wird angesichts der aktuellen außenpolitischen Entwicklungen im Nahen Osten erstmalig vergeben. Die Union will ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen und untermauern, dass sie fest an der Seite Israels steht. Gleichfalls würdigt der Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz damit auch die engagierte Arbeit von Daniela Ludwig für jüdisches Leben im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Beirat des Freundeskreises Yad Vashem. Somit steigt die heimische Wahlkreisabgeordnete innerhalb der Bundestagsfraktion ein Jahr vor der Bundestagswahl in den begrenzten Kreis der Fraktionsbeauftragten auf.

Für Daniela Ludwig ist die neue Herausforderung eine Ehre. „Das Amt der neu geschaffenen „Beauftragten für das jüdische Leben in Deutschland und für die Beziehungen zum Staat Israel“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist für mich große Ehre und hohe Verpflichtung zugleich. Ich bedanke mich für das Vertrauen des Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz und nehme das Amt mit großer Demut an. Ich weiß um die Herausforderung, der ich mich stelle, denn nach dem brutalen Überfall der islamistischen Hamas auf Israel im Oktober letzten Jahres, wissen wir, wozu blinder Hass führen kann. Nicht zuletzt als aktives Mitglied im Beirat des Vorstandes Freundeskreis Yad Vashem Deutschland e.V. ist es mir deshalb ein tiefes Bedürfnis, unseren jüdischen Mitbürgern ein klares Zeichen zu senden: Ihr seid hier in Deutschland willkommen, Ihr seid sicher bei uns und wir wollen, dass alle Geiseln endlich wieder gesund nach Hause kommen“, so Ludwig nach der Ernennung.

Ansprechpartnerin bei Israealfragen

Als Beauftragte für das jüdische Leben der größten Oppositionsfraktion im Deutschen Bundestag wird Daniela Ludwig Ansprechpartnerin und Gesicht der Fraktion in Israelfragen sein. Sie begreift das Amt als Chance für die Union, noch mehr Flagge für den Staat Israel zu zeigen, sich stark aufzustellen gegen Israelhass und Antisemitismus, ohne im Gesamtprozess aber auch die nötige kritische Begleitung nicht zu vernachlässigen.
„Israels Sicherheit ist deutsche Staatsräson. “Nie wieder“ darf niemals nur inflationäre Floskel sein, sondern wir müssen alle gemeinsam dafür Sorge tragen, dass Antisemitismus bei uns und auch anderswo auf der Welt keinen Nährboden finden. Wenn an Universitäten unter dem Denkmantel demokratischer Demonstrationen Israelhass verbreitet wird, dann geht uns das alle etwas an. Und wenn antisemitische Parolen durch Berlin rollen, dann heißt es, wehret den Anfängen! Wir stehen fest und unumstößlich an der Seite Israels. Terror und Hass dürfen niemals eine Stimme bekommen. Dafür werde ich mich entschieden weiter einsetzen und den Gesamtprozess kritisch begleiten“, so Ludwig abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Wahlkreisbüro Daniela Ludwig)

Buntes Ferienprogramm im Lokschuppen Rosenheim

Buntes Ferienprogramm im Lokschuppen Rosenheim

Rosenheim –  Das Wetter zeigt sich in den nächsten Tagen wenig freundlich. Langeweile muss in den Pfingstferien dennoch bei Daheimgebliebenen und Feriengästen nicht aufkommen. Der Lokschuppen Rosenheim bietet im Rahmen der Ausstellung „Heldinnen und Helden“ ein unterhaltsames Programm.

Die Besucher dürfen sich im Rosenheimer  Lokschuppen auf ihre eigene Heldenreise begeben und gehen der Frage nach, welche verschiedene Stationen ein Mensch beschreiten muss, um zum Held oder zur Heldin zu werden. Im Fokus stehen ganz besondere Persönlichkeiten aus der Historie, Wissenschaft, Kirche, Religion und Fiktion.

Bei einer Familienführung tauchen Erwachsene und Kinder noch tiefer in die Hintergründe der Ausstellung ein. Die Informationen zu den Exponaten sind dabei stets kindgerecht und unterhaltsam aufbereitet. Die Familienführungen finden täglich um 10:30 Uhr und montags zusätzlich um 15:30 Uhr statt. Bei großer Nachfrage werden sogar zusätzliche Uhrzeiten angeboten. Die Führungen können zum familienfreundlichen Sonderpreis zum regulären Eintritt hinzubucht werden.

Speziell für unsere jungen Gäste bietet der Lokschuppen täglich um 11 Uhr Kinderführungen an. Diese interaktiven Touren sind für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen geeignet. Hier steht der Spaß am Lernen im Vordergrund! In den Familienworkshops können sich Groß und Klein kreativ austoben. Diese finden während den Ferien am Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag jeweils um 12 Uhr statt. Mitmachen ist hier ausdrücklich erwünscht. Hier werden coole Masken gebastelt, es entstehen superstarke Pappfiguren oder es werden heldenhafte Figuren im Hosentaschenformat gestaltet. Das Programm wechselt regelmäßig und ist für Kinder ab 7 Jahren geeignet. Auch jüngere Kinder sind willkommen, sollten dann aber in Begleitung der Eltern sein. Tickets und Programm sind zu finden unter www.tickets.lokschuppen.de oder an der Ausstellungskasse.

Auch die Stadt Rosenheim ist im Helden-Fieber und es gibt neben der Ausstellung eine ganze Reihe weiterer  Veranstaltungen zu besuchen
Im Rahmen des Begleitprogramms können folgende Events besucht werden:

25. Mai:. ab 15 Uhr: Kinder von 3 bis 10 Jahren dürfen sich auf eine Vorlesestunde heldenhafter Geschichten im Lokschuppen freuen. Organisiert wird das Vorlesen von der Stadtbibliothek Rosenheim. Bei einer Teilnahme bitte vorab anmelden (Kontakt: stadtbibliothek@rosenheim.de).

31. Mai:  ab 20 Uhr: Beim Konzert „Barock meets Pop – Heldengeschichten durch die Jahrhunderte“ trifft Barockmusik auf Pop unplugged. Der Chorkreis St. Quirinus e.V. nimmt das Publikum auf eine spannende Helden-Reise durch das Leben und die Epochen.
(Quelle: Pressemitteilung Lokschuppen Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Axel Jusseit, zeigt: Einblicke in den Workshop: Helden-Maske)

Bundespolizei fast Schleuser in Garmisch-Partenkirchen

Bundespolizei fast Schleuser in Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen – Die Bundespolizei hat am Pfingstmontag an der B2 in Garmisch-Partenkirchen einen mutmaßlichen Schleuser gefasst. Der Ukrainer beförderte in seinem Auto sechs syrische Migranten. Ein Junge musste die stundenlange Fahrt auf der Mittelkonsole zubringen. Bereits am Pfingstsonntag lieferten die Bundespolizisten einen anderen ukrainischen Fahrzeugführer, der fünf Syrer mit seinem Pkw über die Grenze gebracht hatte, ins Gefängnis ein. Er war an der B2 auf Höhe Mittenwald festgenommen worden.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Garmisch-Partenkirchner Ortseingang stoppten die Beamten den in Polen zugelassenen Fünfsitzer, in dem sich insgesamt sieben Personen befanden. Auf der für drei Mitfahrer ausgelegten Rückbank saßen drei Männer und ein Minderjähriger. Das Anlegen der Sicherheitsgurte war somit nicht mehr möglich. Ein weiterer Junge befand sich sogar ungesichert zwischen den vorderen Sitzen auf der Mittelkonsole. Abgesehen vom ukrainischen Fahrer konnte sich keiner der Insassen ausweisen. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei den offenkundig Geschleusten um syrische Staatsangehörige. Einer der Erwachsenen schilderte, dass sie in Slowenien zugestiegen wären. Dabei hätte es sich um die letzte Etappe einer organisierten Tour gehandelt. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge verlangten die Schleuser in der Heimat für die Beförderung zunächst 9.000 Euro pro Person. Dabei wäre es jedoch nicht geblieben, denn sie hätten, wie einer der Geschleusten berichtete, unterwegs zum Teil auf bis zu 14.000 Euro „aufgestockt“. Die erwachsenen Syrer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Bei den beiden Minderjährigen handelt es sich um Brüder im Alter von 11 und 14 Jahren. Sie vermuten, dass sich ihre Familie in Deutschland befinden könnte, jedoch wüssten sie nicht, in welcher Stadt sich ihre Verwandten tatsächlich aufhalten. Beide wurden der Obhut des Garmisch-Partenkirchner Jugendamts anvertraut. Auf richterliche Anordnung hin wurde der 36-jährige Fahrer am Dienstag in Untersuchungshaft genommen und in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim eingeliefert.

Dorthin hatten die Bundespolizisten zuvor bereits einen 46-jährigen Ukrainer gebracht. Auch in diesem Fall entsprach das Münchner Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete die Untersuchungshaft an. Der Mann wird ebenfalls beschuldigt, mehrere syrische Migranten eingeschleust zu haben. Die Bundespolizei war nahe Mittenwald bei der Kontrolle der Insassen des Wagens mit polnischen Kennzeichen auf fünf Mitfahrer getroffen. Sie hatten im Gegensatz zu ihrem ukrainischen Fahrer keine Papiere dabei. Nach eigenen Angaben handelt es sich um Syrer im Alter zwischen 21 und 35 Jahren. Sie erklärten, dass sie diese letzte Schleusungsetappe in Slowenien begonnen hätten. Für die gesamte Schleusung von Syrien bis Deutschland hätten sie selbst oder ihre Verwandten in der Heimat bis zu 8.000 Euro pro Person „hinterlegen“ müssen. Sie wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle in München weitergeleitet.
(Quelle. Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Bundespolizei)

Kein Radfahrstreifen entgegen der Einbahnrichtung am Hammerweg

Kein Radfahrstreifen entgegen der Einbahnrichtung am Hammerweg

Rosenheim – Eine kontroverse und zum Teil auch sehr hitzige Diskussion löste bei der jüngsten Ausschusssitzung für Verkehrsfragen und ÖPNV die geplante Neugestaltung des Rosenheimer Hammerwegs aus, denn dabei ging es auch um die Änderung der Radverkehrsführung.

Der Hammerweg soll  im Zuge der Baumaßnahmen der Stadtwerke im Abschnitt Kufsteiner Straße bis Reichenbachstraße neugestaltet werden. Paul Bickelbacher, Diplom-Geograf aus München, wurde mit seinem Büro „stadt+plan“ im Jahr 2021 von der Stadt beauftragt, ein Gutachten zu erstellen, dass Vorschläge macht, wie der Radentscheid in Rosenheim umgesetzt werden könnte. Ein Punkt betraf dabei den Hammerweg. Der Änderungsvorschlag von Bickelbacher dazu: ein Kfz-Fahrstreifen weg und dafür ein Radfahrstreifen auch entgegen der Einbahnrichtung. Vom Rosenheimer Fahrradbeirat kam Zustimmung.

Lange Warteschlangen vor Parkhaus P1 befürchtet

Aber die Stadtverwaltung äußerte nun erhebliche Bedenken, insbesondere wegen der Zufahrt zum Parkhaus P1. „Dort wird sich immer wieder eine Warteschlange bilden. Durch den Wegfall des zweiten Kfz-Fahrsteifens müssen Kfz-Lenker, die nicht ins Parkhaus fahren wollen, dann eigentlich hinter dieser Warteschlange waren. Das wäre durchaus zumutbar. In der Praxis wird dies aber nicht passieren. Stattdessen wird die Warteschlange durch die Nutzung des Radfahrstreifens umfahren werden“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Die Stadtverwaltung befürchtet dadurch also eine Gefährdung der Radfahrer. Zudem werde die Situation am Knoten Kufsteiner Straße / Hammerweg durch die Umgestaltung unübersichtlicher.

Die Stadtverwaltung unterbreite darum bei der jüngsten Sitzung, bei einer Umgestaltung des Hammerwegs lediglich den bestehenden Gehweg auf der Nordseite zu verbreitern und den baulichen Radweg durch einen Radfahrstreifen zu ersetzen. Ansonsten soll die Verkehrsanlage unverändert bleiben. Herbert Borrmann, CSU-Fraktionsvorsitzender schloss sich dem Vorschlag der Stadtvewaltung an. „Das P1 zählt zu den bestfrequentierten Parkhäusern in der Stadt und damit einer der Schlüssel, um mehr freie Flächen in der Stadt zu bekommen. Bilden sich dort lange Warteschlangen, fährt da aber niemand mehr gerne hinein“, meinte er. Sonja Gintenreiter, Grünen-Fraktionsvorsitzende konnte der Argumentation der Stadt dagegen nicht folgen. Ihrer Meinung nach könne man bereits mit einer besseren Beschilderung bei der Einfahrt ins Parkhaus Warteschlangen abbauen.

Christine Degenhart von den Freien Wählern war zwar an sich nicht davon überzeugt, dass ein weiterer Radfahrstreifen entgegen der Einbahnrichtung einen großen Mehrwert für Fahrradfahrer mit sich bringen würde, störte sich aber an der Argumentation, dass man diese Lösung ablehne aus Angst, Autofahrer könnten dadurch die Radfahrer gefährden. „Mit dieser Argumentation bestätigt man praktisch die Autofahrer, sich falsch zu verhalten“.
Die Diskussion wurde im Verlauf zunehmend hitziger. Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März plädierte schließlich für mehr Miteinander im Straßenverkehr. „Wir versuchen mit immer noch größeren Aufwand, es allen recht zu machen“, sagte er. Das könne aber nie klappen, weil es immer Menschen gäbe, egal ob Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten würden.
Mit 6 zu 5 Stimmen wurde am Ende dem Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt. Damit kommt kein Radfahrstreifen entgegen der Einbahnrichtung.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ausstellung „Verfolgung und Widerstand“ kommt nach Traunstein

Ausstellung „Verfolgung und Widerstand“ kommt nach Traunstein

Traunstein – Die Ausstellung „Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit im Landkreis Traunstein“ kommt nach Traunstein. Das Vereinshaus in Traunstein (Traunerstraße 1) bietet in der Zeit von 23. Mai. bis zum 3. Juni. die Möglichkeit, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Der Eintritt ist kostenlos. Am morgigen Mittwoch, 22. Mai,  wird die Ausstellung um 19 Uhr offiziell eröffnet, an diesem Abend wird es eine Führung geben. Am 4. Juni bildet die Veranstaltung „Vorbeikommen und Erzählen“ den Abschluss.

„Wir müssen uns mit der Vergangenheit weiter kritisch auseinandersetzen, damit sich die Geschichte niemals wiederholt“, betont Svetlana Teterja-Pater vom Vereinshaus und ergänzt, „daher sind wir gerne Gastgeber für diese Ausstellung und bieten auch Führungen an. Am Mittwoch (22.Mai) wird die Ausstellung um 19 Uhr offiziell eröffnet. Neben einer Ansprache von Konrad Baur, dem Vorsitzenden des Vereinshauses Traunstein, ist eine Führung durch Friedbert Mühldorfer vom Netzwerk „Bunt statt Braun“ geplant.

Zwischen 23.5. und 03.06. ist sie dann jeweils von Montag bis Freitag zwischen 14 Uhr und 18 Uhr und am Wochenende zwischen 10 Uhr und 14 Uhr geöffnet. Bereits vor dem offiziellen Start hatten Schulklassen die Möglichkeit, eine Führung durch die Ausstellung zu buchen. Der Lehrer und Mitinitiator Friedbert Mühldorfer hat beispielsweise der Mittelschule Traunstein sowie der FOS/BOS Traunstein Führungen gegeben.
Am 4.6. ist dann ebenfalls um 19 Uhr die Veranstaltung „Vorbeikommen und Erzählen“ als Abschluss geplant, bei dem Jeder eingeladen ist, der von der Geschichte der Eltern oder Großeltern erzählen möchte. „Damit wollen wir uns gemeinsam gegen das Vergessen dieser schlimmen Zeit stellen“, so Svetlana Teterja-Pater. Als Moderator wird der 2. Vorsitzende des Kreisjugendrings Traunstein, Andreas Hunglinger, durch den Abend führen.

30 große Schautafeln informieren

30 große Schautafeln über die Zeit des Nationalsozialismus, der auch im Landkreis nicht Halt machte, zeigen viele Beispiele und verdeutlichen die schrecklichen Folgen des NS-Regimes. Gleich zu Beginn der Naziherrschaft wurden Frauen und Männer vor allem aus der Arbeiterbewegung als Nazigegner verfolgt und oftmals mehrere Jahre eingesperrt. Anhand vieler Einzelbeispiele wird das Ausmaß der Verfolgung, die mit den Jahren ausgeweitet wurde, deutlich.
Die Ausstellung vermittelt darüber hinaus, dass es in allen Teilen der Gesellschaft auch Widerstand gab. Auf verschiedenen Tafeln werden Beispiele aus Gemeinden und Städten veranschaulicht. Die Erstellung durch Mitglieder des Kreisjugendrings war nur möglich, da noch viele „Spuren vor Ort gesichert“ und Gespräche mit Zeitzeugen geführt werden konnten.
Neben dem Kreisjugendring Traunstein, der hat die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, wird diese durch das „Junge Ensemble Chiemgau“, der Jugend des Vereinshauses, veranstaltet. Als Mitveranstalter der vom Bayerischen Kultusministerium geförderten Sammlung, tritt das regionale Netzwerk „Bunt statt Braun“ auf. Der Besuch der Ausstellung sowie der beiden Abendveranstaltungen ist kostenlos. Als Ansprechpartner steht Svetlana Teterja-Pater (kontakt@vereinshaus-traunstein.de) zur Verfügung.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier/ Beitragsbild: Vereinshaus Traunstein)

Tödlicher Verkehrsunfall bei Steingarden

Tödlicher Verkehrsunfall bei Steingarden

Steingarden / Landkreis Weilheim-Schongau – Folgenschwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße in Steingarden (Landkreis Weilheim-Schongau) am gestrigen Montagnachmittag (20.5.2024): ein 49-jähriger Motorradfahrer zog sich tödliche Verletzungen zu und verstarb noch an der Unfallstelle.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am 20. Mai 2024, gegen 16.35 Uhr, fuhr ein 47-Jähriger aus dem Landkreis Augsburg mit seinem Motorrad auf der B17 von Füssen in Richtung Steingaden. In einer langgezogenen und unübersichtlichen Rechtskurve setzte er zum Überholen einer Fahrzeugkolonne an. Dabei kam es zu einer Kollision mit einem entgegenkommenden Pkw eines 40-Jährigen aus Rheinland-Pfalz.
Trotz Ausweichmanövers des 40-Jährigen prallte der Kraftradfahrer in die Fahrerseite des Pkw´s. Durch den Aufprall wurde die hintere linke Türe des Fahrzeugs herausgerissen. Der Motorradfahrer wurde auf den rechten Fahrbahnstreifen zurückgeschleudert und blieb dort liegen.
Trotz sofort eingeleiteter Reanimation durch Ersthelfer verstarb der Motorradfahrer noch an der Unfallörtlichkeit. Die beiden Insassen im Pkw blieben unverletzt. Der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen beläuft sich auf circa 30.000€.
Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft München II ein unfallanalytisches Gutachten angeordnet. Die Bundesstraße war während der Unfallaufnahme für mehrere Stunden gesperrt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

„Badebus“ bringt wieder längere Fahrzeiten für Kastenauer

„Badebus“ bringt wieder längere Fahrzeiten für Kastenauer

Rosenheim  – Seit vergangenen Samstag (18.5.2024)  ist in Rosenheim wieder der „Badebus“ unterwegs. Linie 410 fährt wieder den Floriansee und  den Happinger Ausee an. Für die Kastenauer bedeutet das allerdings wieder längere Fahrzeiten. Das sorgte auch in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV für Kritik.

Mit der Linienführung von der Stadtmitte hin zu den Seen ändert sich der Fahrplan der Linie 410: Die Haltestellen Hainholzstraße, Kiefernweg, Fichtenweg und Föhrenweg in der Kastenau werden nun wieder nur stadteinwärts, also von den Seen kommend, zum Ein- und Aussteigen bedient. Für die Kastenauer bedeutet dieser Umweg längere Fahrzeiten. „Dadurch ist man jetzt wieder mindestens zehn Minuten länger unterwegs als gewohnt“, klagt eine ältere Bewohnerin des Rosenheimer Stadtteils. 
Sie ist nicht die einzige, die sich über diese geänderte Regelung ärgert. Sonja Gintenreiter, Fraktionssprecherin der Rosenheimer Grünen wurde schon von mehreren Bewohnern darauf hingewiesen, wie sie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV mitteilte. 
Auch für den Rosenheimer Stadtteil Happing sieht sie noch Verbesserungsbedarf. Denn von dort aus fährt der „Badebus“ noch nicht. „Der Badebus ist ein sehr gutes Projekt. Aber es wäre gut, wenn sich da noch was ändert“; meinte sie.
Die Stadtverwaltung will nun demnächst eine Anpassung prüfen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)