Aggressiver Angriff bei Verkehrskontrolle – drei Beamte verletzt

Aggressiver Angriff bei Verkehrskontrolle – drei Beamte verletzt

Fischbachau / Landkreis Miesbach – Am Montagabend (23.2.2026)  eskalierte eine Verkehrskontrolle in Fischbachau (Landkreis Miesbach): Als ein alkoholisiertes Fahrzeug gestoppt wurde, griff ein Angehöriger der Fahrerin bzw. des Fahrers plötzlich die Beamten an.

Gegen 21:00 Uhr, kontrollierte eine Streife der Polizeiinspektion Miesbach einen 70-jährigen Mann aus Fischbachau, der mit seinem Pkw von Fischbachau in Richtung Bad Feilnbach unterwegs war.

Bei der Kontrolle wurde Alkoholgeruch festgestellt, woraufhin der Mann zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle gebracht werden sollte. Währenddessen griff ein 45-jähriger Angehöriger, nach den Angaben der Polizei, unvermittelt die Beamten an, offenbar mit dem Ziel, den alkoholisierten Fahrer aus dem Polizeigewahrsam zu befreien.
Durch massive Widerstandshandlungen musste eine weitere Streife hinzugezogen werden. Bei dem Angriff wurden drei Beamte leicht verletzt.
Gegen den 45-jährigen Fischbachauer wird nun wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand, versuchter Gefangenbefreiung und Beleidigung ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Karolinen-Gymnasium, Rosenheim 1959

Karolinen-Gymnasium, Rosenheim 1959

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1959. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim. 

Zu dieser Zeit wurde das Gebäude an der Ebersbergerstraße  aber als Loreto-Krankenhaus genutzt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Hauptzollamt Rosenheim prüft Mindestlohneinhaltung in Risikobranchen

Hauptzollamt Rosenheim prüft Mindestlohneinhaltung in Risikobranchen

Region – Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamt Rosenheim führte in der vergangenen Woche eine großangelegte Sonderprüfung zur Einhaltung des Mindestlohns durch. Schwerpunkt der risikoorientierten Kontrollen waren Unternehmen in den Landkreisen Miesbach, Bad Reichenhall, Traunstein, Altötting, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau und Starnberg.

An den Maßnahmen beteiligten sich, laut Hauptzollamt Rosenheim, insgesamt 67 Zöllnerinnen und Zöllner von den Standorten Rosenheim, Traunstein und Weilheim. Unterstützt wurden die Prüfungen durch Beamte aus Italien und Österreich im Rahmen der European Labour Authority (ELA).

Insgesamt wurden 106 Beschäftigte zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. In 22 Fällen kontrollierten die Zöllner Geschäftsunterlagen direkt vor Ort. In einem Friseurbetrieb im Landkreis Starnberg leitete das Hauptzollamt ein Bußgeldverfahren ein, da Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten nach dem Mindestlohngesetz nicht eingehalten wurden.

Kontrolliert wurden unter anderem Unternehmen auf Baustellen, in Gaststätten, Kosmetik- und Friseurbetrieben sowie Speditionsunternehmen. „Bei allen Prüfungen handelte es sich um Präventivmaßnahmen, die zu einer Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit beitragen und das Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung stärken sollen“, so Marion Dirscherl, Pressesprecherin des Hauptzollamts Rosenheim.
Seit 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde. Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat Anspruch darauf. Vereinbarungen, die diesen Anspruch unterschreiten, sind unwirksam und werden bei Aufdeckung geahndet. Zusätzlich gelten branchenbezogene Mindestlöhne, beispielsweise in der Pflege, Gebäudereinigung sowie im Dachdecker-, Elektro- und Malerhandwerk.

In 24 Sachverhalten ergaben sich Anhaltspunkte für weitere Prüfungen, unter anderem zur Einhaltung des Mindestlohns und zur möglichen unerlaubten Ausländerbeschäftigung. Dabei dienen die vor Ort gesammelten Aussagen der Beschäftigten als Grundlage für vertiefte Prüfungen der Lohn- und Finanzbuchhaltung.

Die weiteren Prüfungen umfassen die Analyse verschiedener Unterlagen, um Art, Umfang, Dauer und Entgelt der Beschäftigungsverhältnisse zu ermitteln. Der ZOLL arbeitet hierfür eng mit anderen Behörden sowie der Rentenversicherung zusammen.

Häufige Verstöße betreffen falsche Angaben von Beschäftigten als Praktikanten, Auszubildende oder Selbständige sowie unvollständige oder nicht geführte Stundenaufzeichnungen, um Mindestlohnverstöße zu verschleiern.
(Quelle: Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim / Beitragsbild Hauptzollamt Rosenheim)

Entlaufener Hund sorgt für Verkehrsbehinderungen in Prien

Entlaufener Hund sorgt für Verkehrsbehinderungen in Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Dienstagabend (24.2.2026)  kam es gegen 20 Uhr in der Harrasserstraße in Prien am Chiemsee auf Höhe der RoMed-Klinik zu Verkehrsbehinderungen. Ein entlaufener Hund lief über einen Zeitraum von rund 30 Minuten wiederholt die Straße entlang und entzog sich mehrfach dem Zugriff der eingesetzten Beamten.

Um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen, musste der Verkehr zeitweise verlangsamt werden. Mehrere Passanten unterstützten die Polizei bei dem Versuch, das Tier einzufangen. Schließlich konnte der Hund wohlbehalten seiner Besitzerin übergeben werden. 
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Frühlingstemperaturen: Amphibienwanderung in der Region Rosenheim hat begonnen

Frühlingstemperaturen: Amphibienwanderung in der Region Rosenheim hat begonnen

Rosenheim / Landkreis / Region – Mit den ersten frühlingshaften Temperaturen beginnt in der Region Rosenheim wieder die jährliche Amphibienwanderung. Kröten, Frösche und Molche machen sich auf den Weg zu ihren angestammten Laichgewässern. Dabei müssen viele Tiere stark befahrene Bundes- und Staatsstraßen queren.

Um die Amphibien zu schützen, stellt das Staatliches Bauamt Rosenheim an besonders betroffenen Strecken mobile Schutzzäune auf. In den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Miesbach und Ebersberg übernehmen die Straßenmeistereien, beauftragte Landschaftspflegefirmen sowie Naturschutzorganisationen den Aufbau der Einrichtungen.

Erste Absammeln beginnt

Im Landkreis Rosenheim beginnt das erste Absammeln in den kommenden Tagen an der Staatsstraße 2360 zwischen Waldhof und Rins. Weitere Amphibienschutzzäune werden witterungsabhängig an der Bundesstraße 307 bei Kreuth sowie entlang der Staatsstraße 2075 bei Bayrischzell im Landkreis Miesbach aufgebaut.

Die Tiere werden entlang der Schutzzäune zu Sammelbehältern geleitet. Von dort bringen ehrenamtliche Helfer sie sicher über die Straße, damit sie ihren Weg zu den Laichgewässern fortsetzen können.

Vor allem in den Abend- und Nachtstunden sind die Amphibien unterwegs – insbesondere bei Temperaturen über fünf Grad und feuchter Witterung. In dieser Zeit sind auch zahlreiche Helfer im Einsatz. Autofahrer werden gebeten, ihre Geschwindigkeit anzupassen, besonders aufmerksam zu fahren und auf Personen am Straßenrand zu achten.
Die Amphibienwanderung dauert in der Regel nur wenige Wochen. Danach werden die mobilen Schutzzäune wieder abgebaut und für das kommende Jahr eingelagert.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Staatliches Bauamt Rosenheim)

Bundespolizei Rosenheim nimmt gesuchten Fahrer fest

Bundespolizei Rosenheim nimmt gesuchten Fahrer fest

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim. Bei Grenzkontrollen am Montagnachmittag hat die Bundespolizei einen rumänischen Pkw-Fahrer auf der Inntalautobahn (A93) in Richtung Rosenheim festgenommen. Der Mann war von der Justiz gesucht.

Der rumänische Staatsangehörige war bereits 2019 vom Amtsgericht Frankfurt am Main wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer zweieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nachdem er knapp zwei Drittel der Strafe verbüßt hatte, wurde er in sein Heimatland abgeschoben.

Mit seiner Rückkehr nach Deutschland wurde der verbleibende Strafrest von 312 Tagen fällig. Die Bundespolizei Rosenheim brachte den Mann daraufhin in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Dort wird er voraussichtlich bis zum 1. Januar 2027 in Haft bleiben.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Starbulls Rosenheim: Vorkaufsrecht für die Playoffs sichern

Starbulls Rosenheim: Vorkaufsrecht für die Playoffs sichern

Rosenheim – Mit Blick auf die bevorstehenden Playoffs im ROFA-Stadion erinnern die Starbulls Rosenheim daran, dass Vereinsmitglieder ein exklusives Vorkaufsrecht auf Tickets genießen.

Dieser Vorteil ist laut Auskunft der Starbulls fester Bestandteil der Mitgliedschaft und ermöglicht es, sich frühzeitig Plätze für die entscheidenden Saisonspiele zu sichern.

Frist beachten: Nur wer bis einschließlich 28. Februar Mitglied wird, erhält das Vorkaufsrecht für die diesjährigen Playoffs. Anträge, die danach eingehen, können für die aktuelle Playoff-Runde nicht mehr berücksichtigt werden.
Alle Informationen zur Mitgliedschaft sowie das Antragsformular sind auf der offiziellen Website der Starbulls Rosenheim verfügbar. Interessierte können sich jetzt noch rechtzeitig anmelden und sich das Vorkaufsrecht für die Playoffs sichern.
(Quelle: Starbulls Rosenheim  / Beitragsbild: Copyright Archiv Ludwig Schirmer)

IHK-Wahl in der Region Rosenheim: 34 Kandidaten für Parlamente der Wirtschaft

IHK-Wahl in der Region Rosenheim: 34 Kandidaten für Parlamente der Wirtschaft

Rosenheim / Landkreis / Region – Insgesamt 34 Unternehmer aus Stadt und Landkreis Rosenheim bewerben sich bei der IHK-Wahl 2026 um ein Mandat im Ehrenamt der bundesweit größten Industrie- und Handelskammer. 32 von ihnen kandidieren für einen der 21 Sitze im IHK-Regionalausschuss Rosenheim, teilt die IHK für München und Oberbayern mit.

Der Regionalausschuss vertritt die Interessen der Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen gegenüber Kommunalpolitik, Behörden und Öffentlichkeit in der Region.

Sieben Kandidaten treten sowohl für einen Sitz im Regionalausschuss als auch in der IHK-Vollversammlung an, dem höchsten Organ der IHK für München und Oberbayern. Zwei weitere Unternehmer aus der Region kandidieren ausschließlich für die Vollversammlung. In ganz Oberbayern stellen sich 181 Kandidaten für die Vollversammlung zur Wahl, die bis zu 104 Mitglieder umfasst, darunter auch die Vorsitzenden der 20 IHK-Regionalausschüsse. Aufgabe der Vollversammlung ist es, die Richtlinien der IHK-Arbeit zu bestimmen, etwa wirtschaftspolitische Positionen, die die IHK München auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene vertritt.
„Dass sich Unternehmer aus der Region ehrenamtlich für die Wirtschaft einsetzen wollen und sich zur IHK-Wahl haben aufstellen lassen, ist ein starkes Signal für das Grundprinzip der IHK: Wirtschaft in Eigenverantwortung. Auch angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage gibt das enormen Rückenwind für unsere Arbeit“, sagt Jens Wucherpfennig, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Rosenheim.

In ganz Oberbayern sind rund 417.000 IHK-Mitgliedsunternehmen wahlberechtigt, darunter mehr als 29.000 Unternehmen aus Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Abstimmung über die Mitglieder der Vollversammlung und der Regionalausschüsse erfolgt zwischen dem 13. April und 11. Mai 2026 online oder per Brief.

Die konstituierende Sitzung des neuen IHK-Regionalausschusses Rosenheim mit Wahl des Vorsitzes ist für den 11. Juni geplant. Die IHK-Vollversammlung kommt erstmals am 8. Juli zusammen und wählt dann ein neues Präsidium. Die bevorstehende Wahlperiode dauert von 2026 bis Mitte 2031.
(Quelle: Pressemitteilung  IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert) 

 

Großbrand in Au bei Bad Feilnbach – Millionenschaden in Kfz-Werkstatt

Großbrand in Au bei Bad Feilnbach – Millionenschaden in Kfz-Werkstatt

Bad Feilnbach / Landkreis Rosenheim – Am Dienstag (24.2.2026) gegen 9.35 Uhr geriet in Au bei Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) eine Kfz-Werkstatt in einem Gewerbegebiet in Vollbrand. Nach ersten Schätzungen dürfte der Sachschaden im siebenstelligen Bereich liegen.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der regionalen Feuerwehren und der Polizeiinspektion Brannenburg stand die Werkstatt bereits in Vollbrand. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude nicht vollständig verhindert werden. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden; aktuell werden noch letzte Lösch- und Räumarbeiten durchgeführt. In der Spitze waren über 200 Rettungs- und Einsatzkräfte im Einsatz, darunter mehr als 180 Feuerwehrkräfte. Das Gewerbegebiet wurde währenddessen weiträumig abgesperrt.

Verletzt wurde niemand. Es bestand, nach den Angaben der Polizei, zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Öffentlichkeit. Die Bewohner umliegender Gebäude konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Die Kfz-Werkstatt brannte vollständig aus, angrenzende Gebäude wurden teilweise erheblich beschädigt.

Die ersten Maßnahmen vor Ort wurden durch die Polizeiinspektion Brannenburg getroffen, unterstützt von weiteren umliegenden Polizeidienststellen. Noch am Vormittag übernahmen Brandfahnder des Fachkommissariats 1 der Kriminalpolizei Rosenheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, die weiteren Ermittlungen.

Die genauen Umstände zur Brandursache sind Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Untersuchungen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Unfall in Rosenheim: Zwei Autos nach Abbiegevorgang beschädigt

Unfall in Rosenheim: Zwei Autos nach Abbiegevorgang beschädigt

Rosenheim – Am Dienstagmorgen (24.2.2026) kam es in Rosenheim zu einem Verkehrsunfall beim Abbiegen. Ein 43-jähriger Rosenheimer wollte von der Salinstraße nach links in die Gießereistraße abbiegen. Zeitgleich fuhr eine 44-jährige Frau mit ihrem Citroen in der Gießereistraße in Richtung Bahnhof.

Der 43-Jährige übersah, nach den Angaben der Polizei, offenbar die vorfahrtsberechtigte Fahrerin, es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Beide Autos wurden stark beschädigt, der Skoda des Unfallverursachers musste abgeschleppt werden.
Verletzt wurde niemand. Gegen den 43-Jährigen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Der Gesamtschaden wird auf rund 12.000 Euro geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Garagenbrand in Rosenheim-Kastenau – Auto und Garage zerstört

Garagenbrand in Rosenheim-Kastenau – Auto und Garage zerstört

Kastenau / Rosenheim – Am heutigen frühen Mittwochmoren (24.2.2026) gegen 06.21 Uhr bemerkte ein Anwohner im Eschenweg im Rosenheimer Stadtteil Kastenau Rauch aus einer gegenüberliegenden Garage. Nach ersten Erkenntnissen geriet in der Garage ein Fahrzeug in Vollbrand, wodurch es offenbar zu einer Verpuffung im Gebäude kam.

Zahlreiche Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Rosenheim waren vor Ort und konnten den Brand schnell löschen. Ein Übergriff auf angrenzende Wohngebäude konnte verhindert werden. Nach aktuellem Stand wurden keine Personen verletzt.

Die Brandursache wird nach ersten Erkenntnissen auf einen technischen Defekt zurückgeführt. Die Garage und das darin abgestellte Auto brannten vollständig aus. Der Gesamtschaden wird von der Polizei auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tierheim Rosenheim: Hilferuf wegen finanziellem Engpass stößt auf breite Unterstützung

Tierheim Rosenheim: Hilferuf wegen finanziellem Engpass stößt auf breite Unterstützung

Rosenheim – Das Tierheim Rosenheim wendet sich wegen eines finanziellen Engpasses an die Öffentlichkeit. Nach einem Hilferuf sind bereits über 76.000 Euro an Spenden von Bürgern eingegangen. Stadt und Landkreis leisten eine Soforthilfe in Höhe von 20.000 Euro. Im Rosenheimer Stadtrat wird unterdessen über eine mögliche Erhöhung der Fundtierpauschale diskutiert.

Mit eindringlichen Worten hatte sich der Tierschutzverein Rosenheim e.V. vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit gewandt. In dem Instagram-Beitrag heißt es: „Uns fällt es unendlich schwer, diese Worte zu schreiben – doch ohne eure Hilfe steht das Tierheim des Tierschutzvereins Rosenheim e.V. vor dem Aus.“

Nach weiteren Mitteilungen auf Instagram sind inzwischen bereits über 76.000 Euro an Spenden eingegangen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Tierheim mit Spendenaufrufen an die Öffentlichkeit wendet. In der Vergangenheit gab es immer wieder einmal finanzielle Probleme.

20.000 Euro Soforthilfe von Stadt und Landkreis

Schnell reagierten auch die Kommunen. Wie die Stadt Rosenheim mitteilt, überreichten Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer am gestrigen Dienstag (24.2.2026)  eine Spende in Höhe von insgesamt 20.000 Euro als Soforthilfe für den Erhalt des Tierheims.

März erklärte, dass die Kommunen gesetzlich zur Annahme von Fundtieren verpflichtet seien. Ohne Tierheim würden diese im ungünstigsten Fall in Rathäusern abgegeben, was weder räumlich noch im Sinne des Tierwohls leistbar sei. Es liege daher im öffentlichen Interesse, dass das Rosenheimer Tierheim erhalten bleibe.

Landrat Otto Lederer ergänzte: „Beim Tierschutz und der Tiergesundheit handelt es sich um Daueraufgaben, denen wir uns jeden Tag aufs Neue stellen. Die aktuelle Situation von Tierheimen ist in finanzieller Hinsicht oft mehr als bedenklich. Die vielen Aufgriffe führen zu hohen Futter- und Tierarztkosten, die meist nur noch mit Spenden und ehrenamtlicher Arbeit aufgefangen werden können. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen und Tierschutzorganisationen konstruktiv zusammenarbeiten. Als Landkreis werden wir unseren Beitrag leisten und uns weiterhin für tragfähige, nachhaltige Lösungen einsetzen.“

Die 10.000-Euro-Spende des Landkreises wird aus Mitteln der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling finanziert. Die andere Hälfte stammt aus dem städtischen Haushalt.

Fundtierpauschale seit Jahren Thema

Die Stadt Rosenheim unterstützt das Rosenheimer Tierheim bislang mit der vertraglich geregelten Fundtierpauschale von 50 Cent pro Fundtier und ergänzt diese freiwillig um weitere 50 Cent über städtische Stiftungen und Sparkassenmittel. Nach Angaben der Stadt seien damit die Ausgaben des Tierheims für Fundtiere aus dem Stadtgebiet Rosenheim gedeckt. Den Betrieb finanziert das Tierheim jedoch hauptsächlich über Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge.

Der Tierschutzverein hatte die bisherigen Vereinbarungen mit mehreren Städten und Gemeinden im Landkreis gekündigt, um neue Finanzierungswege, etwa eine Einzelabrechnung, zu prüfen. Eine einheitliche Lösung steht noch aus.

Im Rosenheimer Stadtrat wurde die Fundtierpauschale wiederholt diskutiert. Bereits 2025 sprach sich unter anderem AfD-Stadtrat Andreas Kohlberger für eine Erhöhung aus.

SPD-Antrag sieht 2 Euro pro Einwohner vor

Am 19. Februar 2026 reichte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Sicherstellung der Fundtierversorgung ein. Darin heißt es wörtlich: „Der Stadtrat möge beschließen: 1. Die weitere Nutzung des Tierheims als Fundtierstelle: Die Stadt Rosenheim beauftragt den Tierschutzverein Rosenheim e.V. für die Unterbringung und die Versorgung von Fundtieren und erhöht dazu die Fundtierpauschale mit sofortiger Wirkung auf 2,00 Euro pro Einwohner, um die Deckung der geschätzten jährlichen Kosten sicherzustellen.“

In der Begründung führt die SPD weiter aus:
„Die aktuelle Finanzierung ist nicht mehr deckungsgerecht, was dazu führt, dass dem Tierheim Ende 2026 das Aus droht.“
Die Fraktion nennt eine feste, kostendeckende Pauschale als wirtschaftlichste Lösung und schlägt vor, falls dies nicht umgesetzt wird, ein Konzept für eine alternative Fundtierabwicklung vorzulegen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Stadt Rosenheim / SPD-Fraktion Rosenheim / Tierschutzverein Rosenheim  / Beitragsbild: Stadt Rosenheim)