Frauen in Bayern leben im Schnitt 1.570 Tage länger als Männer

Frauen in Bayern leben im Schnitt 1.570 Tage länger als Männer

Bayern – Frauen leben in Bayern im Durchschnitt deutlich länger als Männer. Das zeigt die aktuelle Sterbetafel 2023/2025 des Bayerischen Landesamts für Statistik. Gleichzeitig gibt ein neues interaktives Dashboard Einblick in die Entwicklung der Lebenserwartung – zurück bis ins Jahr 1891.

Nach der aktuellen Sterbetafel liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in Bayern bei 84,03 Jahren. Männer erreichen im Durchschnitt 79,73 Jahre. Damit beträgt der Unterschied rund 1.570 Tage beziehungsweise 4,3 Jahre.
Noch größer ist der Abstand im Vergleich zu den ersten verfügbaren Daten. In der Sterbetafel 1891/1893 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Frauen bei 41,06 Jahren und bei Männern bei 37,91 Jahren. Der Unterschied betrug damals rund 1.150 Tage.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Atrium, Rosenheim, 1984

Atrium, Rosenheim, 1984

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1984. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Bau des Atriums in der Münchener Straße in Rosenheim, zu dieser Zeit eine echte Innovation.

Die Aufnahme zeigt damit auch eine Zeit des Umbruchs in der Rosenheimer Innenstadt. 1984 wurde der erste Bauabschnitt der Fußgängerzone offiziell eröffnet. Der Max-Josefs-Platz und weitere Bereiche der Innenstadt sollten vom Autoverkehr befreit und als Einkaufs- und Aufenthaltsbereich attraktiver werden. Auch Teile der Münchener Straße gehören bis heute zur Fußgängerzone.
Das Atrium passte zu diesem neuen Bild der Innenstadt. Es sollte nicht einfach ein weiteres geschlossenes Kaufhaus sein, sondern ein modernes Einkaufs- und Aufenthaltszentrum. Mit seinen offenen Strukturen, viel Glas, Terrassen und dem mediterran wirkenden Innenhof unterschied es sich deutlich von vielen eher wuchtigen Einkaufsbauten jener Zeit.

Einkaufen, Flanieren und Verweilen

Das Konzept setzte auf eine Mischung aus Geschäften, Gastronomie und Aufenthaltsmöglichkeiten. Modegeschäfte, Boutiquen, Schuhläden und weitere Fachgeschäfte gehörten zum Branchenmix. Gerade der Innenhof mit seinen Terrassen sollte dazu einladen, nicht nur einzukaufen, sondern auch zu verweilen.
Zu den Geschäften, die über viele Jahre mit dem Atrium verbunden waren, gehörte auch die Rosenheimer Bücherinsel. Das Fachgeschäft für Esoterik und Spiritualität war 34 Jahre lang im Atrium ansässig und schloss 2023. Damit verschwand ein Geschäft, das für viele Rosenheimer längst zu einer festen Institution geworden war (Wir berichteten).
Auch die Entwicklung der Rosenheimer Innenstadt ging in den folgenden Jahrzehnten weiter. Neue Einkaufsangebote, veränderte Kundenströme und der Wandel im Einzelhandel stellten ältere Einkaufszentren zunehmend vor neue Herausforderungen.

Das Atrium ist dafür heute ein sichtbares Beispiel. In dem Gebäudekomplex gibt es immer wieder Leerstände, und auch die ursprüngliche Idee eines belebten Einkaufs- und Aufenthaltsortes ist nicht mehr überall so präsent wie in den Anfangsjahren.
Hinzu kamen in jüngerer Zeit immer wieder Polizeieinsätze. Medien berichteten unter anderem über Schlägereien, Drogendelikte und Verstöße gegen das Waffengesetz. Auch eine mögliche Videoüberwachung rund um das Atrium wurde bereits politisch diskutiert.
Umso interessanter ist der Blick zurück auf unser heutiges historisches Foto: Es erinnert an eine Zeit, in der das Atrium für modernen innerstädtischen Einzelhandel stand – und zeigt, wie sehr sich die Rosenheimer Innenstadt und ihre Einkaufswelt seit 1984 verändert haben.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Text: Karin Wunsam)

Transporter missachtet Vorfahrt – Motorradfahrer schwer verletzt

Transporter missachtet Vorfahrt – Motorradfahrer schwer verletzt

Ramerberg / Landkreis Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall im Ortsteil Eich bei Zellereit (Landkreis Rosenheim) ist am Mittwoch (19.08.2026) ein 63-jähriger Motorradfahrer aus dem Landkreis Rosenheim schwer verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum gebracht.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Wasserburg ereignete sich der Unfall gegen 11 Uhr. Ein 29-Jähriger aus dem Landkreis Berchtesgadener Land war mit einem Lieferwagen unterwegs und wollte die Kreisstraße RO 34 queren. Dabei missachtete er die Vorfahrt des von rechts kommenden Motorradfahrers, der von Zellerreit in Richtung Rott am Inn fuhr.
Der Motorradfahrer prallte mit seiner Maschine gegen den Lieferwagen und wurde dabei schwer verletzt. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Klinikum geflogen.

Die Freiwillige Feuerwehr Ramerberg sperrte die Straße während der Unfallaufnahme und sicherte die Unfallstelle ab.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Äußere Münchener Straße wieder befahrbar

Äußere Münchener Straße wieder befahrbar

Rosenheim – Die Vollsperrung der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim wird am heutigen Mittwoch (19.08.2026) aufgehoben. Voraussichtlich ab 17 Uhr ist das Teilstück zwischen Georg-Aicher-Straße und Krainstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Stadt Rosenheim teilt mit: Bis dahin finden noch letzte Markierungsarbeiten statt. Nach Angaben der Stadt Rosenheim konnte die geplante Bauzeit eingehalten werden.
Die Äußere Münchener Straße erhielt in dem Bereich eine neue Asphaltdecke. Die Arbeiten standen im Zusammenhang mit dem Neubau der Mangfallkanalbrücke. Dabei wurden auch die Straße und die darunterliegende Infrastruktur erneuert beziehungsweise für die künftige Nutzung angepasst.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Moorrenaturierung im Halfinger Freimoos startet im September

Moorrenaturierung im Halfinger Freimoos startet im September

Halfing / Landkreis Rosenheim – Im Halfinger Freimoos (Landkreis Rosenheim) beginnen im September umfangreiche Arbeiten zur Renaturierung einer rund 9,6 Hektar großen Hochmoorfläche. Das Landratsamt Rosenheim will damit den natürlichen Wasserhaushalt des Moores wiederherstellen. Die Arbeiten nordöstlich des Wölkhamer Sees sollen voraussichtlich bis März 2027 dauern.

Lage des Projektgebiets im Halfinger Freimoos. Topographische Karte. Bayrische Vermessungsverwaltung.

Lage des Projektgebiets im Halfinger Freimoos. Topgraphische Karte: Bayrische Vermessungsverwaltung.

Besucher werden gebeten, das von den Arbeiten betroffene Gebiet während der Bauzeit nicht zu betreten und auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben. Während Baumfällarbeiten kann es außerdem zu kurzfristigen Sperrungen von Wegen kommen. Diese sollen rechtzeitig angekündigt werden.

Entwässerungsgräben trocknen das Moor aus

Das Halfinger Freimoos zählt zu den größeren Hochmoorflächen in Südostbayern. Seit den 1920er Jahren durchziehen Entwässerungsgräben Teile des Gebiets. Sie leiten Wasser aus dem Moor ab und tragen dazu bei, dass die Flächen zunehmend austrocknen.
Das hat Folgen für das empfindliche Ökosystem: Trocknet der Moorboden aus, beginnt sich der Torf zu zersetzen. Dabei werden Treibhausgase freigesetzt. Gleichzeitig gehen Lebensräume verloren, die auf die besonderen Bedingungen eines intakten Hochmoors angewiesen sind.

Mit dem neuen Renaturierungsprojekt sollen die Entwässerungsgräben auf den Flächen des Landkreises deshalb verschlossen werden. Dafür werden Torfdämme mit einer innenliegenden Holzspundung angelegt.

Wasser soll wieder im Moor bleiben

Das Prinzip ist vergleichsweise einfach: Regenwasser soll künftig nicht mehr so schnell über die Gräben aus dem Moor abfließen, sondern möglichst in der Fläche gehalten und gespeichert werden. So soll sich der natürliche Wasserhaushalt des Hochmoors wieder stabilisieren.
Das ist nach Angaben des Landratsamtes eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Torfmoose wieder wachsen können. Sie sind für die weitere Entwicklung des Moores von großer Bedeutung. Gleichzeitig soll die weitere Zersetzung des vorhandenen Hochmoortorfs und damit die Freisetzung klimaschädlicher Treibhausgase gebremst beziehungsweise gestoppt werden.

Im Halfinger Freimoos wurden bereits in der Vergangenheit größere Flächen östlich, westlich und nördlich des Wölkhamer Sees renaturiert. Mit den nun anstehenden Arbeiten wird die Wiedervernässung des Moorgebiets weiter fortgesetzt.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re / Grafik Topographische Karte Bayrische Vermessungsverwaltung)

Kind stirbt bei Forstarbeiten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Kind stirbt bei Forstarbeiten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen – Bei Forstarbeiten im nördlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist am Freitagvormittag (14. August) ein Kind tödlich verletzt worden. Die Kriminalpolizei ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II zu den genauen Umständen. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelt es sich um einen tragischen Unfall.

Das Kind im Grundschulalter hielt sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gemeinsam mit einem Erwachsenen in einem Waldstück auf. Dort wollte es bei den Forstarbeiten zusehen beziehungsweise kindgerecht mithelfen.

Kurz nach 10 Uhr wurde das Kind nach aktuellem Ermittlungsstand von einem gefällten Baum getroffen und schwer verletzt. Ein größerer Rettungseinsatz wurde ausgelöst. Neben dem Rettungsdienst mit Notarzt waren auch die Freiwillige Feuerwehr, Helfer der Wasserrettung und mehrere Polizeistreifen vor Ort.

Das Kind wurde unter laufenden Reanimationsmaßnahmen mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Dort erlag es kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen.

Kriminalpolizei ermittelt

Die ersten Ermittlungen vor Ort übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim. Mittlerweile hat das Kommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Garmisch-Partenkirchen die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Kriminalpolizei untersucht nun den genauen Unfallhergang und die Umstände, die zu dem tragischen Geschehen geführt haben. Nach aktuellem Stand gehen die Ermittler von einem Unfall aus.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Auto landet nach Zusammenstoß im Maisfeld

Auto landet nach Zusammenstoß im Maisfeld

Rosenheim – Bei einem Überholmanöver auf der B15a in Rosenheim ist am Dienstagabend (18. August) ein Auto in einem Maisfeld gelandet. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

Nach Angaben der Polizei fuhr eine 27-Jährige aus Prutting gegen 19 Uhr mit ihrem Auto auf der B15a in nördlicher Richtung. Vor ihr war ein 63-jähriger Autofahrer aus Schechen unterwegs. Hinter der Frau fuhr ein 42-Jähriger aus Edling.
Der Edlinger setzte zum Überholen an und befand sich bereits etwa auf Höhe des Autos der 27-Jährigen, als auch sie mit ihrem Fahrzeug zu einem Überholvorgang ansetzte. Die beiden Autos kollidierten.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde das Fahrzeug der Pruttingerin in ein angrenzendes Maisfeld geschleudert. Dabei touchierte es noch kurz das Auto des 63-Jährigen aus Schechen.
Alle drei Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden an den Fahrzeugen auf rund 12.000 Euro.
Die Feuerwehr Pfaffenhofen unterstützte bei der Unfallaufnahme und übernahm die Verkehrsregelung. Dadurch kam es kurzfristig zu Stauungen.

Gegen die 27-Jährige wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Polizei sind dabei auch Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg vorgesehen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim hat jetzt Wiesn-Trommler-Ampeln

Rosenheim hat jetzt Wiesn-Trommler-Ampeln

Rosenheim – München hat seine Pumuckl-Ampeln, Rosenheim jetzt seine Wiesn-Trommler-Ampeln. Und während das Rosenheimer Herbstfest noch auf sich warten lässt, ist der Wiesntrommler bereits im Einsatz: Seit Dienstag (18. August) ist er an zwei Fußgängerampeln im Rosenheimer Stadtgebiet zu sehen – an der Kreuzung Kaiserstraße / Ellmaierstraße und an einer weiteren Fußgängerampel in der Kaiserstraße.

Kreuzung Kaiserstraße / Ellmaierstraße. Foto: Josefa Staudhammer

Nicht nur an der Kreuzung Kaiserstraße / Ellmaierstraße lohnt sich jetzt mal ein genauerer Blick auf die Ampelmännchen. Fotos: Josefa Staudhammer

Das Rosenheimer Herbstfest beginnt erst am Samstag (29. August). Wer sich aber schon jetzt auf den Weg in Richtung Loretowiese macht, wird bereits elf Tage vorher auf die Wiesn eingestimmt. Statt des klassischen Ampelsymbols leuchtet an den beiden Standorten nun die Silhouette des Rosenheimer Wiesntrommlers.

Die Idee dazu stammt vom Wirtschaftlichen Verband Rosenheim. Die Stadt Rosenheim stimmte dem Vorschlag zu. Am Dienstag wurden die neuen Motive von Technikern eingebaut. Und sie bleiben auch nach dem Herbstfest: Die Wiesntrommler-Ampeln sind dauerhaft angelegt und sollen das ganze Jahr über an den beiden Standorten zu sehen sein.

Der Wiesntrommler steckt in einer Schablone

Für die neue Optik mussten die Ampelanlagen nicht komplett ausgetauscht werden. Zum Einsatz kommen sogenannte Symbolmasken beziehungsweise Streuscheiben. Vereinfacht gesagt funktionieren sie wie eine Schablone: Vor der Lichtquelle der LED-Ampel befindet sich eine spezielle Maske, in die das gewünschte Motiv eingearbeitet ist.
Beim Rosenheimer Ampelsymbol wurde die Form des Wiesntrommlers ausgespart. Leuchtet die Ampel, wird dadurch nur die entsprechende Silhouette sichtbar. Die Techniker tauschten die entsprechenden Einsätze aus und verschlossen die Ampelfront anschließend wieder. 

Ganz so leicht wie der Pumuckl in München ist der Rosenheimer Trommler allerdings nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Wer an der Ampel steht, muss schon etwas genauer hinschauen, um die Figur in ihrer leuchtenden Silhouette zu entdecken.

Der Trommler rührt seit 1949 die Werbetrommel

Dass ausgerechnet der Wiesntrommler zum neuen Rosenheimer Ampelsymbol geworden ist, passt zur Geschichte der Figur. Sie wurde 1949 als Werbesymbol für das Herbstfest geschaffen. Seit 1954 ziert der Trommler – mit einer einzigen Ausnahme – das offizielle Werbeplakat der Rosenheimer Wiesn.
Die Idee dahinter war ein Wortspiel: Der Trommler sollte sinnbildlich die Werbetrommel für das Herbstfest rühren. Mit seiner bayerischen Tracht und der Trommel wurde er über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des Rosenheimer Herbstfestes.

Im August steht traditionell eine große Figur des Wiesntrommlers auf dem Ludwigsplatz. Beim Festzug am Eröffnungssamstag führen die Wiesntrommler außerdem den Zug der Brauereien und Wirte zur Loretowiese an. Nun kommt ein weiterer Auftritt hinzu: der Wiesntrommler als Ampelsymbol.

Rosenheims Antwort auf den Pumuckl

In München wurden im Februar 2025 im Stadtteil Lehel die ersten Pumuckl-Ampeln eingeweiht. Dort ersetzt die Silhouette des rothaarigen Kobolds das klassische Ampelsymbol.
In Rosenheim übernimmt diese Rolle nun eine Figur, die eng mit dem Herbstfest verbunden ist. Die Wiesnstimmung beginnt damit in diesem Jahr schon am Straßenrand – obwohl auf der Loretowiese noch kein Festbetrieb herrscht.
Und während die Wiesn am 29. August erst beginnt und am 13. September wieder endet, bleibt der Wiesntrommler an den beiden Fußgängerampeln das ganze Jahr über im Einsatz. So erinnert er auch lange nach dem letzten Wiesntag noch daran, dass in Rosenheim die nächste Runde irgendwann wieder näher rückt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Josefa Staudhammer)

Hotel König Otto, Rosenheim, 1930er

Hotel König Otto, Rosenheim, 1930er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1930er Jahre. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das ehemalige Hotel König-Otto an der König-Otto-Kreuzung in Rosenheim.

Deutlich zu erkennen ist der damals üppige Biergarten, der sich zur Straße hin erstreckte. Am Straßenrand stehen mehrere Automobile, die einen Eindruck vom Straßenbild jener Zeit vermitteln.
Der Name des Hauses geht auf ein historisches Ereignis zurück: Im Dezember 1832 machte der bayerische Königssohn Otto auf seiner Reise in sein neues Königreich Griechenland in Rosenheim Station. Zu seinen Ehren benannte der damalige Wirt Lorenz Lummer seinen Gasthof um.

Das Anwesen am Eingang zur Altstadt, am heutigen Max-Josefs-Platz 1, blickte bereits damals auf eine lange Geschichte zurück. In den 1920er und 1930er Jahren war das „König Otto“ ein beliebter Treffpunkt. Neben dem bekannten Biergarten gab es im Obergeschoss einen großen Saal, in dem regelmäßig Bälle und andere Veranstaltungen stattfanden.

Vom „König Otto“ zum „Wienerwald“

Der Biergarten verschwand allerdings in den 1960er Jahren. 1963 wurde er aufgegeben, um Platz für einen Anbau zu schaffen. Dort zog zunächst ein Supermarkt ein. Ein Jahr später wurde die Gaststätte an die Restaurantkette „Wienerwald“ verpachtet. Die Brathendl des Restaurants waren dort über viele Jahre bekannt und beliebt.
1970 endete schließlich auch der Hotelbetrieb in den Obergeschossen. Die „Wienerwald“-Ära an diesem Standort dauerte noch bis Ende der 1980er Jahre.

Heute befinden sich in dem Gebäude verschiedene Laden- und Büroflächen. Auch die Geschichte des einstigen Supermarkts setzt sich dort fort: Unter anderem ist heute eine Filiale von „Butlers“ an dieser Stelle zu finden.
Unser historisches Foto zeigt das „König Otto“ damit noch in einer Zeit, als der Biergarten das Straßenbild an der Kreuzung prägte – und Automobile dort noch längst nicht in der heutigen Dichte unterwegs waren.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

TSV 1860 Rosenheim gewinnt mit 6:0 gegen Deisenhofen

TSV 1860 Rosenheim gewinnt mit 6:0 gegen Deisenhofen

Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim hat am Freitagabend (14. August) den ersten Heimsieg der laufenden Bayernliga-Saison gefeiert. Gegen den FC Deisenhofen setzte sich die Mannschaft vor 265 Zuschauern mit 6:0 durch. Liam Markulin erzielte drei Treffer.

Rosenheim erwischte einen guten Start und ging bereits in der 9. Minute in Führung. Deniz Ünal setzte sich auf der linken Seite durch und legte für Liam Markulin auf. Dieser ließ zwei Gegenspieler aussteigen und traf zum 1:0.
Nur drei Minuten später erhöhte Edis Muhameti auf 2:0. Nach einer Vorlage von Markulin setzte er sich ab der Mittellinie durch, umkurvte den herausstürmenden Deisenhofener Torhüter und schob den Ball ins Tor.

In der 19. Minute folgte das 3:0. Nach einem Zweikampf mit Muhameti ließ der Schiedsrichter weiterspielen. Ein Deisenhofener Abwehrspieler spielte den Ball anschließend genau in die Füße von Markulin, der aus rund 15 Metern traf.

Zwei weitere Treffer vor und nach der Pause

Bis kurz vor der Halbzeit entwickelte sich anschließend eine offenere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Rosenheim dennoch auf 4:0. Ünal eroberte auf der linken Seite den Ball und legte für Muhameti zurück. Dieser zog in den Strafraum und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck.

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Mannschaften zunächst weitgehend. In der 60. Minute musste Deisenhofens Torhüter nach einer Notbremse mit Rot vom Platz.
In Überzahl kontrollierte der TSV 1860 Rosenheim das Spiel und kam noch zu zwei weiteren Treffern. In der 78. Minute traf Markulin nach einem Konter zum 5:0 und machte damit seinen Hattrick perfekt. Den Schlusspunkt setzte Marcel Martens in der 85. Minute per Kopf nach einer Ecke von Zaeem Syed.
Tore: 1:0 Markulin (9.), 2:0 Muhameti (12.), 3:0 Markulin (19.), 4:0 Muhameti (45.+2), 5:0 Markulin (78.), 6:0 Martens (85.)
Zuschauer: 265
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV  1860 Rosenheim)

Kreativ-Workshops für Kinder in der Galerie im Alten Rathaus

Kreativ-Workshops für Kinder in der Galerie im Alten Rathaus

Prien am Chiemsee / Landkreis Rosenheim – Begleitend zur Ausstellung „NILS-UDO – ART IN NATURE“ lädt Kuratorin Inge Fricke Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren zu zwei Kreativ-Workshops in die Galerie im Alten Rathaus ein. Die Termine sind am Dienstag, 22. September, und Dienstag, 29. September 2026, jeweils ab 14.30 Uhr.

Im Mittelpunkt der rund zweistündigen Workshops steht die Begegnung mit der Natur. Inspiriert von den Arbeiten von NILS-UDO entdecken die Kinder natürliche Formen, Farben und Materialien und entwickeln daraus eigene Kunstwerke.
Dabei geht es darum, die Themen der Ausstellung spielerisch kennenzulernen und Natur mit anderen Augen zu betrachten. Die Workshops bieten einen offenen und kreativen Zugang zur Ausstellung.

Pro Termin können maximal acht Kinder teilnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro. Eine Anmeldung ist per E-Mail an galerie@tourismus.prien.de erforderlich.

Ausstellung im Alten Rathaus

Die Ausstellung „NILS-UDO – ART IN NATURE“ ist noch während des Workshopszeitraums mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr in der Galerie im Alten Rathaus zu sehen. Der Eintritt kostet 4 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 21 Jahre haben freien Eintritt.
Die Galerie befindet sich in der Alten Rathausstraße 22 in Prien. Weitere Informationen gibt es unter galerie-prien.de sowie telefonisch unter Telefon 08051 / 6905-17. Der Ausstellungsflyer mit dem vollständigen Rahmenprogramm ist außerdem im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung  Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien am Chiemsee)

Landwirtschaftsschule Rosenheim: Theorie und Praxis eng verknüpft

Landwirtschaftsschule Rosenheim: Theorie und Praxis eng verknüpft

Schechen / Landkreis Rosenheim – 20 Landwirte und eine Landwirtin haben das Sommersemester an der Landwirtschaftsschule Rosenheim abgeschlossen. Bei einer Feier am 5. August im Gasthaus Mesnerwirt in Schechen erhielten sie ihre Zeugnisse von der stellvertretenden Schulleiterin Monika Schaecke und Klassenleiter Maximilian Satzl.

Die Studierenden bringen bereits umfangreiche Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis mit. Aufbauend auf den Fachkenntnissen aus dem ersten Semester vertieften sie im Sommersemester ihr Wissen und lernten unterschiedliche Arbeitsweisen und Lösungsansätze kennen.
Dafür fanden mehrere Schultage in ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen statt. Neben der landwirtschaftlichen Produktion standen auch vor- und nachgelagerte Bereiche im Mittelpunkt – von Zulieferern und Dienstleistern bis zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Einblicke in zahlreiche Betriebe und Unternehmen

Besucht wurden unter anderem der Zuchtviehmarkt und die LKV-Regionalstelle in Miesbach, der Vion-Schlachthof in Waldkraiburg, Alzchem in Trostberg und Hart bei Unterneukirchen, Bio-Energie Moser in Feldkirchen-Westerham, Grandl Futtermittel in Soyen, der Schweinebetrieb Beck in Tiefenbach bei Landshut, die Saaten-Union in Grünseiboldsdorf bei Moosburg, die Molkerei Berchtesgadener Land in Piding und der Samerberger Heustadl.
Weitere Schultage beschäftigten sich mit Alm- und Waldwirtschaft sowie zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe. Bei der Besichtigung laufender Meisterarbeitsprojekte ehemaliger Studierender erhielten die Teilnehmer außerdem Einblicke in konkrete Vorhaben zur Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Betriebe.

Bei der abschließenden Evaluation bewerteten die Studierenden das Sommersemester insgesamt positiv. Ihre Anregungen sollen nach Möglichkeit bei der Gestaltung des nächsten Sommersemesters berücksichtigt werden.
Mit vielen Eindrücken aus Unterricht und Praxis verabschiedeten sich die Studierenden anschließend in die Sommerpause. Am 19. Oktober 2026 beginnt für sie das dritte Semester.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim)