Die bayerischen Winzer haben im Jahr 2025 mehr Wein erzeugt als im Vorjahr – und blicken zugleich auf einen qualitativ starken Jahrgang. Insgesamt wurden 380.771 Hektoliter Wein und Traubenmost produziert. Das sind 22,6 Prozent mehr als 2024, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte.
Damit liegt die Erzeugung auch leicht über dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Die in der Vergangenheit häufig erreichte Marke von 400.000 Hektolitern wurde 2025 jedoch nicht überschritten.
Trotz wechselhafter Witterung mit Trockenheit im Frühjahr, einzelnen Frostnächten im Mai und einem regenreichen September fiel die Weinernte insgesamt positiv aus.
Mehrheit als Prädikatswein
Besonders auffällig ist die Qualität des Jahrgangs: 56,3 Prozent der gesamten Erzeugung – rund 214.505 Hektoliter – entfallen auf Qualitätswein mit Prädikat wie Kabinett, Spätlese oder Auslese. Damit liegt Bayern deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 29,4 Prozent.
Weitere 41,4 Prozent der Produktion sind Qualitätswein mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Lediglich 2,2 Prozent der Weine liegen unterhalb dieser Qualitätsstufe.
Weißwein klar dominant
Der bayerische Weinbau wird weiterhin klar vom Weißwein geprägt. 81,7 Prozent der Produktion entfallen darauf, 18,3 Prozent auf Rotwein und Rosé. Während die Weißweinmenge im Vergleich zu 2024 um 18,4 Prozent stieg, legte Rotwein sogar um 46,1 Prozent zu – auf allerdings deutlich niedrigerem Niveau.
Franken bleibt wichtigstes Anbaugebiet
Mit 96,1 Prozent stammt der überwiegende Teil der bayerischen Weinerzeugung aus Franken. Weitere 3,9 Prozent entfallen auf kleinere Anbaugebiete sowie sonstige Flächen in Bayern.
Entwicklung über die Jahre schwankt deutlich
Die Weinerzeugung in Bayern schwankt seit Jahren deutlich. Zwischen 263.064 Hektolitern im Jahr 2020 und dem bisherigen Höchstwert von 487.078 Hektolitern im Jahr 2018 lagen starke Unterschiede. Im Jahr 2025 bewegt sich die Produktion im mittleren Bereich dieser Entwicklung und liegt leicht über dem langjährigen Durchschnitt.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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