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BDS äußert sich zu den Bahnstreiks

Bahnuebergang auf rot

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

27. Januar 2024

Lesezeit: < 1 Minute(n)

München / Rosenheim – Der BDS Bayern kritisiert die Art und Weise des Bahnstreiks und den Umfang der Forderungen auf das Schärfste. Hauptgeschäftsführer Michael Forster hat eine klare Einschätzung: „Das ist Missbrauch!“.

Weiter sagt er „Hier nutzt eine Gewerkschaft die besondere systemrelevante Stellung der Bahn aus, um überzogene Forderungen zu erpressen. Die Gewerkschaft nimmt nicht ihren Arbeitgeber, sondern unsere ganze Gesellschaft in den Schwitzkasten. Sowas übersteigt meiner Einschätzung nach den verfassungsgemäß geschützten Bereich des Streikrechtes und sollte künftig unter Strafe stehen.“
Die von Claus Weselsky geführte Lokführergewerkschaft GDL fordert unter anderem die Reduzierung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Wochenarbeitsstunden. Gleichzeitig wird eine Entgelterhöhung von 555 € gefordert. Vor allem das Thema Wochenarbeitszeit ist seitens der Bahn sehr umstritten.
Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft kostet ein Tag Streik die Volkswirtschaft 100 Mio. Euro am Tag. Nicht nur der wirtschaftliche Schaden ist enorm, auch die Wirkung auf die aufgeheizte Stimmung in der Bevölkerung ist nicht zu unterschätzen. Während viele Durchschnittsverdiener unter der nach wie vor hohen Inflation ächzen, ist nun noch zusätzlich der tägliche Weg zur Arbeit erschwert.
Auch BDS Präsidentin Gabriele Sehorz zeigt sich empört: „Während unser Staat und die Bevölkerung zu Sparmaßnahmen gezwungen werden, legt eine kleine Gewerkschaft das ganze Land lahm und das auch noch mit einem unmöglichen Anliegen. Bei den großen Problemen unseres Landes und der demografischen Entwicklung ist die Forderung nach einer verringerten Wochenarbeitszeit gesellschaftlich schlicht unverantwortlich. Ein Erfolg von Herrn Weselsky wäre eine Absage an die Leistungsgesellschaft. Wir fordern daher die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukommen. Ein weiterer Streik und der Schaden für die gesamte Gesellschaft sind nicht zu rechtfertigen!“
(Quelle: Pressemitteilung Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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