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BDS Bayern fordert nach Steuerzahlergedenktag weniger Belastungen für Unternehmen

verschieden Geldscheine. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

14. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Der Bund der Selbständigen (BDS) Bayern fordert angesichts des diesjährigen Steuerzahlergedenktags eine Entlastung von Unternehmen und Bürgern. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler fällt der sogenannte Steuerzahlergedenktag 2026 auf den 13. Juli. Bis zu diesem Tag fließt demnach statistisch mehr als die Hälfte der erwirtschafteten Einkommen in Form von Steuern und Sozialabgaben an den Staat.

Grundlage der Berechnung sind nach Angaben des Bundes der Steuerzahler Daten des Statistischen Bundesamts sowie Prognosen des Deutschen Steuerzahlerinstituts. Die sogenannte Belastungsquote wird für 2026 mit 53,1 Prozent angegeben. Der BDS Bayern bewertet diese Entwicklung kritisch und sieht darin eine zu hohe Belastung für Unternehmen und Selbständige.

BDS Bayern sieht Belastung für Mittelstand

„Wenn es in einem Betrieb wirtschaftlich eng wird, kann ein Unternehmer nicht einfach dauerhaft die Preise erhöhen und seinen Kunden immer tiefer in die Tasche greifen“, erklärt BDS-Bayern-Präsidentin Gabriele Sehorz. „Er muss rechnen, sparen, Abläufe effizienter gestalten und auf manches verzichten. Der Staat dagegen scheint zu glauben, er könne jedes neue Ausgabenproblem durch höhere Einnahmen lösen. Diese Haltung wäre für jedes Unternehmen existenzgefährdend.“
Nach Ansicht des Verbandes treffen steigende Steuern, Sozialabgaben, Energiepreise und Bürokratiekosten besonders kleine und mittlere Unternehmen. Der BDS Bayern fordert deshalb unter anderem eine Begrenzung der Sozialabgaben, weniger Bürokratie und eine Überprüfung staatlicher Ausgaben.
„Bevor über neue Einnahmen gesprochen wird, muss jede staatliche Ausgabe auf den Prüfstand“, fordert Sehorz. „Was ist zwingend notwendig? Was kann effizienter organisiert werden? Was kann entfallen? Genau diese Fragen muss sich jeder Unternehmer täglich stellen. Es ist höchste Zeit, dass auch der Staat beginnt, unternehmerisch zu denken.“

Verband warnt vor Folgen für Wirtschaft

Der BDS Bayern warnt, dass hohe Belastungen Investitionen erschweren und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beeinträchtigen könnten. Nach Einschätzung des Verbandes könnten dadurch unter anderem Investitionen verschoben oder Betriebe aufgegeben werden. „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – aber genau dieses Rückgrat wird immer stärker belastet“, sagt Sehorz.

Der Verband fordert eine „Ausgaben- und Entlastungswende“ und spricht sich unter anderem für Steuersenkungen, weniger Bürokratie und eine stärkere Kontrolle staatlicher Ausgaben aus.
(Quelle: Pressemitteilung BDS Bayern & Beitragsbild: Symbolfoto re)

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