Rosenheim – Das Rosenheimer Unternehmen Bensegger gehört zu den sechs Unternehmen, die in diesem Jahr als „Digitale Champions im bayerischen Handel“ ausgezeichnet wurden. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreichte die Urkunde m Bayerischen Wirtschaftsministerium in München. Ausgezeichnet wurde Bensegger für einen virtuellen Showroom, in dem Kunden Büro- und Drucktechnik mithilfe von Virtual Reality kennenlernen können.
Der Wettbewerb des Bayerischen Wirtschaftsministeriums wurde 2026 zum vierten Mal durchgeführt. Beteiligt sind außerdem das Institut ibi research an der Universität Regensburg und die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel. Ausgezeichnet werden kleine und mittelständische Handelsunternehmen, die digitale Lösungen in ihren Betrieben einsetzen. Bei der Auswahl spielen unter anderem der konkrete Nutzen, die Praxistauglichkeit und die Übertragbarkeit der Projekte eine Rolle.
Bensegger erhielt die Auszeichnung für einen virtuellen Showroom. Dort können Kunden gemeinsam mit einem Berater verschiedene Büro- und Drucksysteme in einer virtuellen Umgebung betrachten. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich dabei unter anderem Größenverhältnisse und Ausstattungsvarianten vergleichen sowie Funktionen anhand von Videos und Animationen erläutern.
Virtueller Rundgang statt Produktvorführung vor Ort
Der Hintergrund: Bensegger betreut nach eigenen Angaben Geschäftskunden in einem Gebiet zwischen Garmisch-Partenkirchen, München, Burghausen und dem Königssee. Nicht alle Kunden können für eine Produktvorführung nach Rosenheim kommen. Mit dem virtuellen Showroom soll die Beratung deshalb auch direkt beim Kunden möglich sein. „Diese Auszeichnung ist für unser gesamtes Team eine große Anerkennung“, sagt Geschäftsführer Andreas Bensegger. „Sie zeigt, dass Innovationskraft keine Frage der Unternehmensgröße ist. Auch ein traditionsreicher Familienbetrieb kann digitale Entwicklungen aktiv gestalten und damit einen echten Mehrwert für seine Kunden schaffen.“
Der virtuelle Showroom ist Teil einer umfassenderen Digitalisierungsstrategie des Unternehmens. Dazu gehören nach Angaben von Bensegger unter anderem digitale Rechnungsabläufe, die Weiterentwicklung der Warenwirtschaft und Shopsysteme sowie eine digital unterstützte Kundenkommunikation. Auch die Einsatzplanung des technischen Kundendienstes wird demnach digital weiterentwickelt. „Digitalisierung darf für uns kein Selbstzweck sein“, betont Andreas Bensegger. „Sie muss Beratung einfacher, verständlicher und besser machen. Unser virtueller Showroom verbindet moderne Technologie mit dem, was uns seit jeher wichtig ist: persönliche Beratung, Nähe zum Kunden und zuverlässiger Service.“
Technik für die virtuelle Produktpräsentation
Für den Showroom mussten Produkte teilweise selbst vermessen, digital aufgebaut und für die virtuelle Darstellung aufbereitet werden. Auch Fragen der mobilen Nutzung, IT-Sicherheit und Bedienbarkeit spielten laut Bensegger bei der Entwicklung eine Rolle.
Das Unternehmen wurde 1860 gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 65 Mitarbeiter. Rund 98 Prozent der Kunden seien Unternehmen und gewerbliche Kunden. Zum Rosenheimer Stammhaus gehört außerdem eine Papeterie. „Unser Ansatz war: anfangen, ausprobieren, Erfahrungen sammeln und die Lösung kontinuierlich weiterentwickeln“, erklärt Andreas Bensegger. „Die Auszeichnung bestätigt uns darin, auch künftig mutig neue Wege zu gehen. Tradition und Digitalisierung sind für uns keine Gegensätze – im besten Fall stärken sie sich gegenseitig.“
Bensegger ist eines von sechs bayerischen Unternehmen, die 2026 als „Digitale Champions im bayerischen Handel“ ausgezeichnet wurden. Die weiteren Preisträger kommen aus Massing, Herzogenaurach, Münnerstadt, Neustadt an der Waldnaab und Lindau.
(Quelle: Pressemitteilung Bensegger und Bayerisches Wirtschaftsministerium / Beitragsbild: Copyright StMWi/Bastian Brummer)


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