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Blutrotes Lavagestein aus Unterfranken ist Bayerns Gestein des Jahres 2026

Ryholith: Gestein des Jahres 2027. Foto: Copyright Johann Rohrmüller

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

12. Juni 2026

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Unterfranken / Bayern – Ein rund 290 Millionen Jahre altes, blutrot gefärbtes Lavagestein aus Unterfranken ist Bayerns Gestein des Jahres 2026. Der sogenannte Rhyolith stammt aus dem Steinbruch Hartkoppe in Sailauf im Landkreis Aschaffenburg und gilt geologisch als besondere Rarität.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt entstand das Gestein durch einen Vulkanausbruch im Spessart. Neben seiner auffälligen roten Färbung enthält der Rhyolith außergewöhnliche Kristalle. Dazu gehört der sogenannte Sailaufit, der weltweit kaum noch vorkommt und 2003 erstmals beschrieben wurde.

„Im Spessart hat ein Vulkanausbruch nicht nur ein außergewöhnlich farbiges Gestein hinterlassen, das für Naturstein-Fassaden in ganz Deutschland begehrt war. Das Gestein enthält auch äußerst seltene Kristalle, die es weltweit praktisch nicht noch einmal gibt wie den 2003 erstmals entdeckten Sailaufit“, erklärte Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt.

Vom Steinbruch in bekannte Bauwerke

Das Vorkommen wurde bereits vor mehr als 200 Jahren entdeckt. Der großflächige Abbau begann Ende der 1950er Jahre. Der Rhyolith wurde unter anderem für die Fassadenverkleidung der Kölner Messe verwendet. Auch auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße des FC Bayern München kam das Material als Wegebaumaterial zum Einsatz.

Seit 2017 wird im Steinbruch kein Gestein mehr abgebaut. Teile des Areals sind inzwischen mit Wasser gefüllt.

Heute Teil eines Kulturwegs

Der Steinbruch Hartkoppe ist heute Teil des Sailaufer Kulturwegs. An einem Aussichtspunkt mit Infotafel können Besucher mehr über die Geschichte und die geologischen Besonderheiten des ehemaligen Abbaugebiets erfahren.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Umwelt / Beitragsbild: Copyright Johann Rohrmüller)

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