München / Bayern – Die Fichtenborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher sind aktuell bayernweit aktiv und treffen zunehmend auf durch Trockenstress geschwächte Fichten. Der Bayerische Bauernverband (BBV) ruft deshalb Waldbesitzer dazu auf, ihre Bestände jetzt konsequent zu kontrollieren und bei Befall rasch zu reagieren.
Trockenheit schwächt Fichten deutlich
Nach Angaben des BBV setzen große Niederschlagsdefizite und geringe Bodenwasservorräte den Fichten stark zu. Die Bäume können einen Käferbefall dadurch nur noch eingeschränkt abwehren. Damit unterscheide sich die aktuelle Situation deutlich vom Vorjahr.
Die warmen Temperaturen der vergangenen Tage haben zudem den ersten Hauptschwärmflug der Fichtenborkenkäfer ausgelöst. Nach Einschätzung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) werden Buchdrucker und Kupferstecher die anhaltend warme Witterung weiterhin für intensives Schwärmen nutzen. Kurzzeitige Schauer und Gewitter dürften den Flug nur vorübergehend unterbrechen.
BBV: Jetzt auf Befall kontrollieren
Der BBV appelliert daher an Waldbesitzer, ihre Fichtenbestände derzeit besonders sorgfältig zu überprüfen – insbesondere auf sogenanntes Bohrmehl als typisches Anzeichen eines Befalls.
„Kontrollieren Sie deshalb jetzt intensiv ihre Fichtenbestände auf Befall und suchen Sie nach Bohrmehl“, appelliert BBV-Waldpräsident Siegfried Jäger. „Ohne rechtzeitige Entnahme einer Borkenkäferfichte werden im Umfeld bis zu zwanzig weitere Fichten befallen. Jede aufgearbeitete und aus dem Wald verbrachte Borkenkäferfichte zählt!“
Der Verband betont, dass konsequentes Handeln entscheidend sei, um eine weitere Ausbreitung im Jahresverlauf einzudämmen.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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