Rosenheim – Am ,morgigen Samstag, 30. Mai, wird die Brennerautobahn A13 zwischen 11 und 19 Uhr vollständig gesperrt (wir berichteten). Rund um die angekündigte Demonstration in Tirol rechnen Behörden und Wirtschaft mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen im gesamten Alpenraum – auch auf bayerischer Seite.
Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (Bayerischer Industrie- und Handelskammertag (BIHK)) warnt vor massiven Auswirkungen auf den Transitverkehr. Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl spricht von einer „nie dagewesenen Belastungsprobe“ für den Verkehr im Alpenraum und rechnet mit einem „historischen Verkehrschaos“. Nach Einschätzung des BIHK könnten neben der Sperrung selbst auch verstärkte Kontrollen und Verkehrslenkungen an Ausweichrouten sowie Grenzübergängen in Österreich und der Schweiz zu zusätzlichen Einschränkungen führen.
Aus Sicht der bayerischen Wirtschaft zeigt der Samstag erneut, dass der grenzüberschreitende Verkehr im Alpenraum zunehmend unter Druck steht. Der BIHK sieht daher dringenden Handlungsbedarf beim Ausbau der Infrastruktur, insbesondere bei Straßen- und Bahnverbindungen über die Alpen. Entscheidend sei dabei auch der Brenner-Nordzulauf, der nach Einschätzung des Verbandes eine zentrale Rolle für die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene spiele.
Appell: Fahrten in den Alpenraum möglichst vermeiden
Der BIHK empfiehlt Unternehmen und Privatpersonen, nicht zwingend notwendige Fahrten in Richtung Italien und Alpenraum am Samstag zu verschieben. Auch für den Güterverkehr wird geraten, Transporte vorzuziehen oder auf die Folgetage zu verlegen.
Bereits im Vorfeld hatten Behörden und Verkehrsorganisationen vor erheblichen Staus auf der A8 und A93 gewarnt. Auch an den Grenzübergängen in Richtung Österreich und Schweiz wird mit starken Einschränkungen gerechnet.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Industrie- und Handelskammertag (BIHK) / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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