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Bund Naturschutz: „Hochwasser und Hitze sind hausgemacht“

Professor Dr. Karl Auerswald in Rosenheim. Foto: Copyright Bund Natursdchutz

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

20. Mai 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Landkreis – Bei seiner Jahreshauptversammlung 2026 in Rosenheim hat die Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) den Zusammenhang von Klimawandelfolgen und Landnutzung in den Mittelpunkt gestellt. Nach Einschätzung der Naturschützer sind Artenschwund und Klimafolgen nicht nur globale Entwicklungen, sondern auch regional beeinflussbar.

Landnutzung als zentraler Einflussfaktor

Der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Karl Auerswald, der mehrere Jahrzehnte für die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising tätig war, stellte in seinem Vortrag die Bedeutung der Landnutzung für Wasserhaushalt und Klima besonders heraus. Nach seiner Einschätzung sei der „landnutzungsgetriebene Klimawandel stärker als der CO₂-getriebene Klimawandel“.

Auerswald verwies darauf, dass Flutkatastrophen wie im Ahrtal 2021 oder in Valencia 2024 sowie Hitzerekorde meist im Zusammenhang mit dem atmosphärischen Klimawandel diskutiert würden. Dies könne jedoch auch zu einem Gefühl von Ohnmacht führen. „das lähmt, das macht uns fertig“, wird er zitiert.

Nach seiner Darstellung werde der Einfluss der regionalen Landnutzung dabei häufig unterschätzt. Der Gestaltungsspielraum vor Ort sei deutlich größer, als es die öffentliche Debatte nahelege. „Vielleicht verstehen Meteorologen von Landnutzung zu wenig“, habe er ergänzend gesagt.

„Hotspot“ Mangfalltal und Versiegelung

Die BN-Kreisgruppe sieht insbesondere das untere Mangfalltal und große Teile des Inntals als stark verändert an. Diese hätten sich aus ihrer Sicht durch Versiegelung, Drainage und Bodenverdichtung zu sogenannten „Hotspots“ entwickelt.

Laut Auerswald führe diese Entwicklung zu einer stärkeren Erwärmung und zu einem schnelleren Abfluss von Wasser. Als mögliche Gegenmaßnahmen wurden bei der Versammlung unter anderem mehr Bäume, Dachbegrünung sowie die Entsiegelung von Flächen genannt.

Auerswald verwies zudem auf langjährige Forschungsergebnisse zur Boden- und Wasserbilanz. Untersuchungen zeigten demnach, dass sich der Wasserabfluss selbst in kleinen Landschaftsräumen deutlich verzögern lasse. Straßen und Gräben hingegen führten Niederschläge sehr schnell ab.

Nach Darstellung des BN trage auch im ländlichen Raum die zunehmende Versiegelung zur Problematik bei. Ein typischer Forst mit befahrbaren Wegen erreiche teilweise eine Straßendichte wie städtische Gebiete. In Bayern seien inzwischen rund sechs Prozent der Landesfläche versiegelt.

„Wasser in der Fläche halten“

Auerswald plädierte laut BN dafür, Wasser möglichst lange in der Landschaft zu halten – sowohl zum Schutz vor Hochwasser als auch zur Stabilisierung des Grundwassers. Landwirte könnten durch Maßnahmen wie Hecken und Grünland das Mikroklima positiv beeinflussen und damit auch Erträge sichern, insbesondere in Trockenperioden.

Gleichzeitig betonte er, dass der langsame Ausstieg aus fossilen Energien zwar weiterhin eine Herausforderung sei, die Landnutzung jedoch bereits kurzfristig einen großen Einfluss auf Hitze und Verdunstung habe.

Beispiele aus der Region und politische Forderungen

Aus den Ortsgruppen Bernau und Wasserburg berichteten laut BN die Vorsitzenden Pia Ostler und Max Finster über konkrete Projekte. Besonders artenreiche Wiesen am Hitzelsberg sollen demnach als „geschützter Landschaftsbestandteil“ erhalten bleiben und nicht für ein geplantes Chaletdorf mit 39 Einheiten weichen.

Im Bereich der Weiher Filzen seien zudem Flächen mit Unterstützung des Landratsamts angekauft und wiedervernässt worden. Dadurch entstünden Lebensräume für Amphibien wie Spring- und Laubfrösche und gleichzeitig werde der Wasserrückhalt in der Landschaft verbessert.

BN-Kreisvorsitzender Rainer Auer äußerte sich zudem zum geplanten Ausbau der A8. Aus seiner Sicht würde eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs gegen die Planfeststellung im Januar 2027 auch dem Klima- und Bodenschutz dienen, da weitere Bodenversiegelung vermieden werden könnte.
(Quelle: Pressemitteilung Bund Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Bund Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim)

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