Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Bei Grenzkontrollen auf Höhe Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) hat die Bundespolizei zwei Männer festgenommen, die von der deutschen Justiz gesucht wurden. Ein 46-jähriger Georgier kam in die Justizvollzugsanstalt Bernau, ein 26-jähriger Ungar muss eine Reststrafe von 298 Tagen absitzen.
Die Bundespolizisten kontrollierten die beiden Männer unabhängig voneinander. Der Georgier war am Montag (26. Oktober) als Fahrgast in einem italienischen Reisebus unterwegs. Der Ungar reiste mit dem Zug in Richtung München.
Georgier wegen Diebstahls gesucht
Gegen den 46-jährigen Georgier lag bereits seit 2021 ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Dortmund vor. Er steht im dringenden Verdacht, einen besonders schweren Diebstahl begangen zu haben. Außerdem hatte das Amtsgericht Aschaffenburg wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eine Geldstrafe von 600 Euro verhängt. Sollte er diese nicht bezahlen können, waren ersatzweise 40 Tage Haft vorgesehen.
Da der Mann den geforderten Betrag nach seiner Festnahme an der Inntalautobahn (A93) nicht bezahlen konnte, wurde er dem Amtsgericht Rosenheim vorgeführt. Anschließend brachten ihn die Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt Bernau.
Ungar muss bis August 2027 in Haft bleiben
Auch ein 26-jähriger Ungar wurde bei den Kontrollen festgenommen. Er muss nun den Rest einer Freiheitsstrafe von 298 Tagen verbüßen. Das Amtsgericht Landshut hatte ihn wegen eines versuchten besonders schweren Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von fast zwei Jahren verurteilt.
Nachdem der Mann einen Teil seiner Strafe verbüßt hatte, war er in seine Heimat abgeschoben worden. Durch seine Rückkehr nach Deutschland wurde der noch offene Strafrest fällig. Nach Angaben der Bundespolizei wird er deshalb voraussichtlich bis Mitte August 2027 in der Justizvollzugsanstalt Traunstein bleiben.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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