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Bundespolizei warnt zum Ferienstart: Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz

Symbolfoto Bundespolizei

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

29. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Landkreis / Region – Mit Beginn der Sommerferien warnt die Bundespolizei vor gefährlichen Freizeitaktionen im Bahnbereich. Gleise, abgestellte Waggons oder Oberleitungen können lebensgefährlich sein – auch wenn die Gefahr auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

Selfies auf Zügen, Kletteraktionen auf Waggons oder sogenannte Challenges im Bereich von Gleisen: Die Bundespolizei appelliert besonders zum Ferienstart an Kinder und Jugendliche, solche Aktionen zu unterlassen. „Keine Freizeitaktion auf Bahngelände ist es wert, das Leben aufs Spiel zu setzen“, so die Bundespolizei. Gerade abgestellte Züge könnten trügerisch wirken, doch auch dort bestehe eine erhebliche Gefahr.

Züge und Oberleitungen bergen unterschätzte Risiken

Moderne Züge sind vergleichsweise leise und können erst spät wahrgenommen werden. Bei einer Geschwindigkeit von rund 100 Kilometern pro Stunde kann der Bremsweg laut Bundespolizei bis zu einen Kilometer betragen. Ausweichen ist für Züge nicht möglich. Eine besondere Gefahr geht auch von den Oberleitungen aus. Diese stehen mit bis zu 15.000 Volt unter hoher Spannung. Selbst ohne direkte Berührung kann es zu einem lebensgefährlichen Stromüberschlag kommen. Bereits ein Abstand von etwa eineinhalb bis zwei Metern könne ausreichen, um in Gefahr zu geraten.

Schwerer Unfall in Prien als Warnung

Wie gefährlich solche Aktionen sein können, zeigt ein Unfall Ende Mai in Prien am Chiemsee. Ein 18-Jähriger war auf den Waggon eines Güterzugs gestiegen und wurde dabei von einem Stromschlag aus der Oberleitung getroffen.
Nach Angaben der Bundespolizei erlitt der junge Mann schwerste Verbrennungen und lebensbedrohliche Verletzungen innerer Organe. Die Folgen beeinträchtigen sein Leben voraussichtlich dauerhaft.

Die Bundespolizei richtet deshalb auch einen Appell an Eltern: Gerade in den Ferien sollten sie mit ihren Kindern über die Gefahren im Bahnbereich sprechen. Der Aufenthalt auf Gleisanlagen oder das Betreten abgestellter Waggons ist verboten und kann lebensgefährliche Folgen haben
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei) 

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