Siegsdorf / Landkreis Traunstein – 28 Reisebusse wurden jüngst bei einer großangelegten Kontrolle auf der A8 bei Siegsdorf (Landkreis Traunstein) überprüft. Bei elf Fahrzeugen beziehungsweise deren Fahrern stellten die Einsatzkräfte Verstöße fest. Schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd allerdings nicht dabei.
Die Kontrolle fand an einer eigens eingerichteten Kontrollstelle auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Siegsdorf statt. Beteiligt waren neben der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein unter anderem Kräfte der Grenzpolizei, der Bundespolizei, der Regierung von Oberbayern und des Zolls. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte im Einsatz.
Probleme vor allem bei Lenkzeiten und Tachografen
Die meisten Verstöße betrafen das Fahrpersonalgesetz. Dabei ging es unter anderem um die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten sowie um die Bedienung und Beschaffenheit der Tachografen. Mehrere Busunternehmen verstießen zudem gegen Vorschriften des Personenbeförderungsgesetzes.
Bei einem Bus stellten die Beamten eine deutliche Geschwindigkeitsüberschreitung fest. Bei einem anderen Fahrzeug wurden unter anderem Ölverlust an der Lenkhydraulik, ein beschädigter Reifen und ein ungesichert mitgeführter Gaskocher entdeckt.
Besonders auffällig war ein weiterer Reisebus: An ihm waren Halterungen am Vorratsbehälter der Druckluftbremse abgerostet. Außerdem war ein Dreiecksquerlenker an der Vorderachse stark korrodiert. Der Bus durfte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem er in einer Fachwerkstatt repariert worden war.
Insgesamt wurden elf Bußgeldanzeigen gefertigt. Die eingesetzten Kräfte erhoben nach Angaben der Polizei zudem Sicherheitsleistungen in Höhe von rund 5.200 Euro.
Auch Zoll und Grenzpolizei im Einsatz
Auch andere Behörden stellten bei der Kontrolle Verstöße beziehungsweise Auffälligkeiten fest. Die Grenzpolizei stellte bei zwei Reisegästen Fahndungsnotierungen zur Aufenthaltsermittlung fest. Nach der Sachbearbeitung konnten beide ihre Reise fortsetzen.
Der Zoll kontrollierte unter anderem Gepäck und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften. In drei Fällen wurden Nachverzollungen im jeweils niedrigen dreistelligen Bereich angeordnet.
Außerdem wurden bei der Kontrolle Bienenwaben entdeckt, die nach Angaben der Polizei illegal nach Deutschland eingeführt worden waren. Ein Mitarbeiter des Landratsamtes Traunstein holte die Waben anschließend an der Kontrollstelle ab.
Nach Abschluss der Kontrolle zog die Polizei eine positive Bilanz. Besonders der Austausch zwischen den beteiligten Behörden und die Zusammenarbeit bei der Kontrolle hätten sich als hilfreich erwiesen.
(Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)


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