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Camping wird in Deutschland immer beliebter

Kleiner Spielzeug VW-Campingbus, blau mit vielen bunten aufgemalten Blüten steht inmitten einer Gänseblümchen-Wiese

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

2. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Camping spricht in Deutschland zunehmend auch jüngere Menschen an. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC gehört inzwischen jeder vierte Deutsche ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Das entspricht nach Angaben des Automobilclubs rund 17 Millionen Menschen. 2023 lag der Anteil noch bei 21 Prozent.

Besonders deutlich zeigt sich der Zuwachs bei den 16- bis 39-Jährigen. In dieser Altersgruppe stieg der Anteil der Campinginteressierten innerhalb von drei Jahren von 35 auf 39 Prozent. Bei den 40- bis 59-Jährigen sind es 26 Prozent. Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil unverändert bei 11 Prozent.
Für den Campingurlaub werden unterschiedliche Übernachtungsformen genutzt. Knapp die Hälfte der Campingurlaube findet laut ADAC im Wohnmobil, Campingbus oder Minicamper statt. 18 Prozent entfallen auf Mobilheime, 17 Prozent auf Zelte oder Dachzelte und 16 Prozent auf Wohnwagen.

Campingplatz bleibt erste Wahl

Der klassische Campingplatz bleibt dabei die wichtigste Übernachtungsform. Vier von fünf Campern nutzen ihn während ihres Haupturlaubs.
Gleichzeitig interessieren sich immer mehr Menschen für alternative Stellplatzangebote. 29 Prozent der Befragten aus der Camping-Zielgruppe haben nach Angaben des ADAC bereits sogenannte Microcamping-Angebote genutzt, etwa auf Bauernhöfen, Weingütern oder privaten Grundstücken. Weitere 56 Prozent können sich vorstellen, dies innerhalb der nächsten zwei Jahre auszuprobieren.

Auch Deutschland bleibt als Reiseziel besonders gefragt. Rund 54 Prozent der Befragten nennen ein Reiseziel innerhalb Deutschlands. Dahinter folgt das europäische Ausland mit rund 41 Prozent. Innerhalb Deutschlands liegen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern laut ADAC erneut an der Spitze, gefolgt von Schleswig-Holstein. Im europäischen Ausland stehen Italien, Frankreich und die Niederlande vorn.

Campingurlaub wird etwas teurer

Auch beim Budget gibt es Veränderungen. Für einen Campingurlaub stehen durchschnittlich 910 Euro pro Erwachsenen beziehungsweise Jugendlichen und 410 Euro pro Kind unter 14 Jahren und Woche zur Verfügung. Umgerechnet entspricht das einem Tagesbudget von 102 Euro pro Erwachsenen und 54 Euro pro Kind. 2023 waren es bei Erwachsenen noch durchschnittlich 90 Euro pro Tag, bei Kindern 53 Euro.

Die „ADAC Camper-Studie 2026“ wurde von NORDLIGHT research im Auftrag der ADAC Marktforschung durchgeführt. Grundlage waren 4.371 Screening-Interviews mit Personen ab 16 Jahren sowie 1.003 vertiefende Interviews mit Personen aus der Camping-Zielgruppe. Die Online-Befragung fand vom 29. Juni bis 7. Juli 2026 statt.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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