Rosenheim – Die CSU und die SPD im Rosenheimer Stadtrat haben am gestrigen Mittwoch (6.5.2026) ihre Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und damit die politische Grundlage für die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren geschaffen. Nach intensiven Gesprächen verständigten sich beide Seiten auf ein gemeinsames Arbeitsprogramm, das zentrale Zukunftsthemen der Stadt umfasst – darunter Finanzen, Wohnungsbau, Stadtentwicklung, Mobilität, Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung.
„Tragfähige Grundlage für die kommenden Jahre“
Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sprach von einer „tragfähigen und verantwortungsvollen Grundlage für die kommenden Jahre“. In wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten brauche es politische Stabilität und den Willen, gemeinsame Lösungen zu entwickeln. „Wir wollen Rosenheim nicht verwalten, sondern gestalten – mit klaren Prioritäten, wirtschaftlicher Vernunft und dem Anspruch, die Lebensqualität in unserer Stadt weiter zu verbessern“, so Erdogan.
Die Vereinbarung verbinde eine solide Haushaltsführung mit gezielten Zukunftsinvestitionen, etwa in Wohnraum, Infrastruktur, Familien, Sport und die Attraktivität der Innenstadt.
Inhaltlich setzen CSU und SPD unter anderem auf die Fortsetzung des Schuldenabbaus, den Verzicht auf Steuererhöhungen, Investitionen in Wohnraum und Infrastruktur sowie auf eine aktive Wirtschafts- und Standortpolitik. Gleichzeitig sollen Familien entlastet, die Innenstadt weiterentwickelt und Mobilitätsangebote ausgebaut werden.
Fokus auf Zusammenarbeit und konkrete Projekte
Der CSU-Kreisvorsitzende Daniel Artmann betonte, die Gespräche seien von Beginn an von einem konstruktiven Geist geprägt gewesen. Entscheidend sei gewesen, „nicht parteipolitische Unterschiede in den Vordergrund zu stellen, sondern die Frage, was für Rosenheim in den nächsten Jahren notwendig ist“. Die Vereinbarung sei bewusst praxisorientiert angelegt und enthalte konkrete Leitlinien etwa zur Stärkung des Mittelstands, zur Unterstützung des Ehrenamts und zur Modernisierung der Mobilität.
Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Dr. Wolfgang Bergmüller, bezeichnete die Kooperation als wichtiges Signal für Verlässlichkeit und Handlungsfähigkeit. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht, dass Politik Lösungen organisiert und Verantwortung übernimmt. Genau dafür schaffen wir mit dieser Zusammenarbeit eine stabile Grundlage.“ Wirtschaftliche Stärke, Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt müssten gemeinsam gedacht werden.
Die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Elisabeth Jorden, hob hervor, dass die Kooperation bewusst auch soziale Aspekte in den Mittelpunkt stelle. Neben Investitionen in Wohnraum und Familien solle die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessert und die Innenstadt belebt werden. „Rosenheim soll eine Stadt bleiben, in der wirtschaftliche Entwicklung, soziale Verantwortung und ein gutes Miteinander zusammengehören“, erklärte Jorden. Zukunftsinvestitionen müssten mit Augenmaß und sozialer Verantwortung umgesetzt werden.
Die Kooperationspartner kündigten an, die vereinbarten Projekte schrittweise gemeinsam umzusetzen. Die Vereinbarung verstehe sich dabei nicht als starres Regelwerk, sondern als gemeinsamer politischer Rahmen mit dem Ziel, Rosenheim als lebenswerte, innovative und wirtschaftlich starke Stadt weiterzuentwickeln.
(Quelle: Pressemitteilung SPD und CSU Rosenheim / Beitragsbild: CSU und SPD Rosenheim)


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