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Der Schwung des Stadtradelns bleibt

Zwei Kinder von hinten auf ihrer Fahrradtour durch einen Wald

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

1. August 2022

Lesezeit: 4 Minute(n)

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Die Bruckmühler Vorherrschaft beim Stadtradeln ist ungebrochen. Zwar liegt das 2022 Gesamtkilometer-Ergebnis knapp unter dem von 2021. Doch war dieses unter ganz anderen Voraussetzungen, nämlich im strengen Coronamodus ohne Festivitäten. 195.443 Kilometer zu 196.487 Kilometer lauten die harten Fakten. „Ich bin beeindruckt, was die 1380 aktiven Radler heuer geleistet haben. Das durchwachsene Wetter erschwerte zudem den Anfang der Aktion. Aber die Faszination des Radelns ist in Bruckmühl ungebrochen“, freut sich Bruckmühls Koordinatorin Anna Heimgartner.

Die „Miss-Stadtradeln“ lässt sich dabei neben den Buttons für die Teilnehmer, gesponsortem Eisentrunk und Regencapes immer wieder neue „Zuckerl“ einfallen. 30 Tonnen CO2 wurden durch das Bruckmühler Stadttradeln von 49 Teams und ihren Einsatz auf dem Drahtesel vermieden. Die Teilnehmer nutzen statt dem Auto das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Besuch von Freunden. Gemeinsame Touren am Wochenende zum Baden oder in den Biergarten sorgten überdies für Geselligkeit. Letztere wurde zusammen mit den vielen Informationen auch von den Radlern für die Mittwochstouren mit Bürgermeister Richard Richter besonders gewürdigt. Unter den Titeln „Kul-Tour“, Direktvermarktertour und „Na(h)-Tour“ ging es zu interessanten Punkten in der Gemeinde. Die erste und letzte Tour sind nach wie vor nachzuradeln. Denn: An den Stationen gibt es die Erklärungen weiterhin via QR-Code zum Anhören. Die Routen sind auf der Homepage der Gemeinde unter www.bruckmuehl.de nachzulesen. Denn eines hebt Richter hervor: Der Schwung des Stadtradelns bleibe in Bruckmühl das ganze Jahr bestehen und ende nicht nach den 21 Aktionstagen. „Der gesundheitliche und ökologische Beitrag geht daher weit über die drei Wochen hinaus. Mit diesem Bruckmühler Elan ist auch eine kleine Verkehrswende geschafft. Wir setzen mehr und mehr auf das Fahrrad – und das dauerhaft“, freut er sich.

Im Landkreis Rosenheim ist
Bruckmühl unangefochten

Aktuell wurden von den 1380 Aktiven in 49 Teams 11,43 Kilometer pro Einwohner des Markts Bruckmühl geradelt. Das ist in dieser Rubrik Platz 3 und Bronze. Zwar ist der Aktionszeitraum für die Kommune im Mangfalltal beendet. Generell läuft das Stadtradeln bundesweit noch bis 30. September. Bruckmühl belegt bei der Anzahl der Teilnehmer in seiner Kategorie bei kommunen zwischen 10.000 und 49.999 Einwohnern den vierten Platz. Das Gesamtergebnis an Kilometern bringt bundesweit Rang 7 ein. Im Landkreis Rosenheim ist der Markt Bruckmühl unangefochten und mit 70.000 Kilometer Abstand auf Goldkurs vor den Städten Bad Aibling, Kolbermoor und der weiteren Region. Man verteidigt somit seit Beginn der Stadtradeln-Ära diese Position. Die Kreisfreie Stadt Rosenheim ist in einer anderen Wertung. Nur sie kommt auf mehr.
„Chapeau an die Stadtradler. Auch wenn wir das Rekordergebnis nicht geknackt haben, haben wir und das ist viel wichtiger einen enormen Beitrag zur CO2-Vermeidung geleistet und in zugleich in unsere Gesundheit investiert“, betont Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter. Das Miteinander der Gruppen sei dabei immer wieder ein Erlebnis. „Sie spornen sich gegenseitig zu Mehrkilometern an und unternehmen gemeinsam Ausfahrten. Gerade von den Firmen und Schulen bin ich beeindruckt“, so Richter. Eines bedauert er aber sehr: Aktuell liege man leider bei den Parlamentariern wieder „nur“ auf dem zweiten Platz. Hie wird bayernweit gerechnet und Bruckmühl misst sich hier mit Kommunen zwischen 10.000 und 49.999 Einwohnern. „Nicht falsch verstehen. Das Ergebnis ist sensationell und ich danke jedem Ratskollegen, der so fleißig in die Pedale getreten hat. Aber wenn man so knapp zweimal Silber einfährt, linst man halt schon auch ein bisschen gen Gold“, stellt der Bürgermeister die Relationen klar.

Die erfolgreichsten Vielradler ehrten Richter und Heimgartner jetzt in der Theaterhalle Heufeld. Urkunden wurden dabei wie folgt vergeben: Bronze ab 5.000 eingefahrenen Kilometern, Silber ab 8.000 Kilometern und Gold ab 10.000 Kilometern. Sieben Mal Gold ging dabei unter dem frenetischen Applaus aller Gäste an das Team „Holnstainer-Grundschule Bruckmühl“ . 285 Teilnehmer sichern sich mit 16.944 Kilometern den ersten Platz. Pro Kopf wurden hier 59,5 Kilometer gefahren. Einen knappen Kampf zwischen Silber und Bronze gab es zwischen dem Gymnasium Bruckmühl und dem Team Salus/Herbaria: nur 73,1 Kilometer machten hier den Unterschied aus. So fuhr das Gymnasium Bruckmühl mit 136 Aktiven 13837,3 Kilometer (Pro-Kopf-Durchschnitt von 101,7 Kilometern) ein. Hier machte die Menge der Teilnehmer den Unterschied aus. Denn das Team Salus/Herbaria brachte es mit 55 Radlern auf 13.764,2 Kilometern und haben einen sagenhaften Pro-Kopf-Durchschnitt von 250,3 Kilometern. Diesen toppt zwar mit 258,8 Kilometern pro Teamkopf das „Offene Team Bruckmühl“ mit 51 Aktiven. Dennoch kommen sie letztlich „nur“ 13.200,7 Kilometern. „Das ist unfassbar, was sie alle leisten“, würdigt Richter diese imposanten Zahlen.
12144 Kilometer (Pro-Kopf-Durchschnitt von 205,8Kilometern)brachten die 59 Radler des Teams „Staatliche Realschule Bruckmühl“ zusammen. Die Truppe der Justus-von-Liebig-Grundschule Heufeld war mit 252 Teilnehmern die schlagkräftigste Mannschaft. Sie kam auch 12.138,7 Kilometer (Pro-Kopf-Durchschnitt von 48,2 Kilometern). Das Pendant, die Justus-von-Liebig-Mittelschule Heufeld wiederum erhielt Silber für 8654,8 Kilometer. 130 Aktive brachten es pro Kopf auf 66,6 Kilometer. Die Belegschaftsradler des Markts Bruckmühl sicherten sich mit summa summarum 10.809,5 Kilometern (Pro-Kopf-Durchschnitt von 251,4 Kilometern) die letzte goldene Urkunde 2022.
Bei der Firma Clariant Heufeld nahmen 30 Mitarbeiter an der Aktion teil und brachten es auf 9071,6 Kilometer. „Das ist ein Pro-Kopf-Durchschnitt von 302,4 Kilometern“, hebt Stadtradel-Koordinatorin Anna Heimgartner hervor. Dieser Durchschnitt werde nur von einer Gruppe mit einem Durchschnitt von 530,9 Kilometern pro Kopf überboten: den Heufelder Mittwochsradlern. Die 17 Aktiven brachten es auf 9025 Kilometern und konnten an der Siegerehrung nicht teilnehmen, „weil sie natürlich radeln“, freute sich Richter über diese Größe bei der Aktion. Bronze gab es heuer nur einmal du ging mit 7218,7 Kilometern an die Soli Bruckmühl. „27 Aktive waren auf den Drahteseln unterwegs. Pro-Kopf kamen hier unbeschreibliche 267,4 Kilometer zusammen“, hob Der Rathauschef hervor Zugleich lud er alle bereits zur Stadtradelaktion 2023 ein und wies daraufhin, dass die besten Sommersportler im Winter „gemacht würden“ und es auch im Herbst und Winter nur schlechte Ausrüstung zum Radeln gebe.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Bruckmühle / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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