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Earth Night 2026: LBV warnt vor Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf Zugvögel

Zugvögel

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

9. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern / Rosenheim – Der Vogelzug ist bereits in vollem Gange. Derzeit lassen sich vielerorts große Schwärme beobachten, die sich auf ihre Reise in den Süden vorbereiten. Ein großer Teil des Zuggeschehens findet allerdings nachts statt und bleibt für Menschen unsichtbar. Der Bayerische Naturschutzverband LBV nimmt die diesjährige Earth Night am 11. September zum Anlass, auf die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf die Vogelwelt aufmerksam zu machen.

Viele Zugvögel orientieren sich bei ihrer Reise unter anderem am Sternenhimmel oder am Erdmagnetfeld. Studien zeigen, dass Lichtverschmutzung das Flugverhalten von nachts ziehenden Vögeln beeinflussen kann.
„Auf dem Vogelzug müssen die Tiere mit ihren Kräften haushalten. Wenn künstliches Licht sie von ihrem Weg abbringt oder sie unnötig lange umherfliegen, kostet sie das wertvolle Energie“, erklärt die LBV-Biologin Dr. Lisa Gill.

Besonders helle Lichtquellen können demnach dazu führen, dass Zugvögel ihre Flugrouten verlassen, um die Lichtquellen kreisen oder sich an stark beleuchteten Orten sammeln. Bei schlechter Sicht kann sich die Gefahr zusätzlich erhöhen. Werden Vögel durch Lichtquellen in die Nähe von Gebäuden gelockt, drohen Kollisionen. Als besonders problematisch nennt der LBV unter anderem helle Gebäude, Brücken und andere starke Lichtquellen.
„Während wir schlafen, herrscht über unseren Köpfen reger Flugverkehr. Gerade jetzt lohnt es sich deshalb, auch darüber nachzudenken, wie viel künstliches Licht wir in der Nacht wirklich brauchen“, sagt die LBV-Biologin Dr. Lisa Gill.

Auch überwinternde Vögel können betroffen sein

Künstliches Licht kann laut LBV nicht nur Zugvögel beeinflussen. Auch Arten, die die Wintermonate in Bayern verbringen, können dadurch beeinträchtigt werden.
Durch künstliche Beleuchtung kann demnach der Hormonhaushalt der Tiere durcheinandergeraten. Dadurch können sich Verhalten sowie natürliche Aktivitäts- und Ruhephasen verschieben.

„Hell erleuchtete Städte oder beleuchtete Bauten in der Landschaft können nicht nur den Hormonhaushalt, sondern auch das natürliche Orientierungssystem unserer Zugvögel stören.“

Earth Night am 11. September

Um auf das Thema Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen, unterstützt der LBV die Earth Night der „Paten der Nacht“. Der Zusammenschluss ehrenamtlich Aktiver zur Eindämmung der Lichtverschmutzung ruft am 11. September ab 22 Uhr bereits zum sechsten Mal bundesweit dazu auf, das Licht für eine ganze Nacht auszuschalten.

Privatpersonen können sich beispielsweise beteiligen, indem sie die Außenbeleuchtung am Haus ausschalten und Jalousien oder Vorhänge schließen. Insbesondere Gewerbetreibende sind dazu aufgerufen, nachts ihre Werbebeleuchtung abzuschalten. Auch Gemeinden können sich an der Aktion beteiligen.
Im vergangenen Jahr waren neben zahlreichen Gemeinden und kleineren Städten auch mehrere Großstädte dabei. In Bayern verzichteten beispielsweise Nürnberg und München auf Objekt- und Gebäude-Anstrahlungen. Manche Gemeinden schalteten sogar die gesamte Straßenbeleuchtung aus.

„Das hilft nicht nur den Vögeln, sondern lässt auch uns Menschen wieder erleben, wie eine natürliche Nacht aussehen kann – inklusive faszinierenden Sternenhimmel“, sagt Lisa Gill vom LBV.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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