Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1970. Auf dieser historischen Aufnahme ist von der Innsbrucker Straße, wie wir sie heute kennen, kaum etwas zu erkennen. Stattdessen wirkt das Gelände wie eine riesige Kraterlandschaft: Aufgerissener Boden, Erdberge und umfangreiche Bauarbeiten bestimmen das Bild.
Wer heute an dieser Stelle unterwegs ist, dürfte Mühe haben, sich die Gegend so vorzustellen. Die markanten hohen Wohnhäuser, die inzwischen das Bild mitprägen, stehen noch nicht. Auch das Hans-Schuster-Haus gibt es noch nicht. Das Foto hält damit einen kurzen Moment fest, in dem sich dieser Teil Rosenheims gerade grundlegend verändert.
Ein Stadtviertel bekommt ein neues Gesicht
Anfang der 1970er-Jahre wurde rund um die Innsbrucker Straße kräftig gebaut. Unter anderem entstand 1970/71 die Eisenbahnbrücke. Gleichzeitig veränderte sich auch die Bebauung.
Die heute auffälligen hohen Wohnhäuser an der Innsbrucker Straße kamen erst Anfang der 1970er-Jahre hinzu. Auf der Aufnahme von 1970 ist von ihnen noch nichts zu sehen. Statt dicht bebautem Wohngebiet prägen offene Flächen und die Baustelle das Bild.
Auch das Hans-Schuster-Haus gehört noch nicht zum Rosenheimer Stadtbild. Das Gebäude wurde erst 1984 gebaut und im Dezember 1985 eröffnet. Damals zog dort unter anderem die Volkshochschule ein.
Und auch die großen Verkehrsprojekte, die diesen Bereich später zusätzlich prägen sollten, waren 1970 noch nicht abgeschlossen. Mit dem Bau der zweiten Innbrücke wurde beispielsweise erst 1975 begonnen. 1977 wurde sie eröffnet.
So zeigt die Aufnahme einen ungewöhnlich spannenden Zwischenstand: Die alte Umgebung ist bereits verschwunden, das Rosenheim, das wir heute kennen, aber noch nicht entstanden.
Erkennst du, wo genau an der Innsbrucker Straße dieses Foto aufgenommen wurde?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)


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