Ruhpolding / Landkreis Traunstein – Ein großer Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding hat über Wochen hinweg zahlreiche Einsatzkräfte beschäftigt (wir berichteten). Nach mehr als fünf Wochen ist der Löscheinsatz nun offiziell beendet worden – die Nacharbeiten dauern aber weiter an.
Der Einsatz am Saurüsselkopf ist beendet. Die Nacharbeiten gehen aber noch weiter. Fotos: KFV Traunstein
Am Abend des 3. Mai war im Gipfelbereich des Saurüsselkopfs in den Chiemgauer Alpen ein Feuer entdeckt worden. In der Folge entwickelte sich einer der größten Bergwaldbrände der vergangenen Jahrzehnte in Bayern. Insgesamt dauerte der Einsatz 35 Tage.
In den ersten neun Tagen wurde sogar der Katastrophenfall ausgerufen. Besonders zu Beginn waren bis zu elf Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen. In den darauffolgenden Wochen lag der Schwerpunkt auf den Bodentrupps, die unter teils extrem schwierigen Bedingungen im steilen Gelände zahlreiche Glutnester von Hand ablöschten. Zusätzlich wurden mit Pumpen und Beregnungsanlagen sogenannte Widerstandslinien gegen das Feuer aufgebaut.
Aufwendige Arbeiten im steilen Gelände
Für die Löscharbeiten entstand am Berg eine umfangreiche Infrastruktur mit kilometerlangen Schlauchleitungen, Pumpen und mehreren Wasserdepots. Ein Teil der Ausrüstung musste per Hubschrauber in das schwer zugängliche Gelände geflogen werden.
In den vergangenen Tagen wurde die gesamte Technik schrittweise aus dem Berggebiet zurückgebaut und in Depots gebracht. Am Samstag unterstützte dabei erneut ein Hubschrauber den Abtransport von Material ins Tal. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren bis zuletzt vor Ort im Einsatz.
Nun beginnen für Feuerwehr und Bergwacht die Reinigungs-, Reparatur- und Aufbereitungsarbeiten. Sämtliche Schläuche, Pumpen und Ausrüstungsgegenstände müssen geprüft und instandgesetzt werden. „Diese Arbeiten werden sicherlich noch Tage, wenn nicht sogar Wochen in Anspruch nehmen“, erklärte Kreisbrandrat Christof Grundner.
Auch ein umfassendes Fazit steht noch aus. Laut Grundner werde der Einsatz jedoch „mit Sicherheit Einzug in die Geschichtsbücher finden“. Die vollständige Auswertung der Einsatzdaten werde noch einige Zeit dauern. Schon jetzt gilt der Brand als einer der größten Bergwaldbrände in Bayern der vergangenen Jahrzehnte.
An dem Einsatz beteiligt waren unter anderem Feuerwehren, Bergwacht Bayern, Bayerische Polizei mit Alpiner Einsatzgruppe und Hubschrauberstaffel, Bundespolizei, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Bayerische Staatsforsten, Gemeinde Ruhpolding, Landratsamt Traunstein sowie weitere Organisationen und private Unternehmen.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild KFV Traunstein)



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