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Erdbeersaison in Rosenheim: Felder locken zum Selberpflücken

Reger Betrieb auf dem Erdbeerfeld in Pang. Fotomontage: Copyright Herbert Borrmann

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

16. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Pang / Rosenheim – Rote Hände, süßer Duft und volle Körbe: Die Erdbeersaison in Bayern läuft auf Hochtouren. Besonders im Juni, der klassischen Haupterntezeit, hängen die Felder voller reifer Früchte – und genau das lockt derzeit viele Menschen zum Selberpflücken. So auch auf dem Erdbeerfeld im Rosenheimer Stadtteil Pang, wo in den vergangenen Tagen reger Betrieb herrschte.

Die Kombination aus warmem Frühsommer und ausreichend Regen hat in diesem Jahr für gute Bedingungen gesorgt. Auch wenn Spätfröste zunächst für Probleme auf manchen Feldern in Bayern sorgten, hat sich die Situation inzwischen deutlich entspannt. Das Ergebnis: Eine insgesamt gute Ernte mit sehr aromatischen und süßen Erdbeeren.

Eine Frucht mit langer Geschichte

Erdbeeren gehören botanisch gesehen eigentlich nicht zu den klassischen Beerenfrüchten. Streng genommen sind sie sogenannte Sammelnussfrüchte – die kleinen gelben Körnchen auf der Oberfläche sind die eigentlichen Früchte.

Ihre Geschichte in Europa reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die heute verbreitete Gartenerdbeere entstand aus einer Kreuzung nord- und südamerikanischer Wildarten. Seither wurde sie gezielt weitergezüchtet – mit dem Ziel: mehr Aroma, größere Früchte und längere Erntezeiten.

Welche Sorten besonders beliebt sind

Im Anbau und auch beim Selbstpflücken gelten einige Sorten als besonders aromatisch. In Deutschland häufig verbreitet ist etwa die Sorte „Senga Sengana“, die für ihr intensives Aroma bekannt ist. Ebenfalls beliebt sind „Elsanta“ mit guter Haltbarkeit oder Sorten wie „Mara des Bois“, die oft ein besonders süßes, leicht walnussartiges Aroma haben.

Welche Sorte besser schmeckt, bleibt Geschmackssache – entscheidend ist meist der Reifegrad. Direkt vom Feld gepflückt, entfalten Erdbeeren ihr volles Aroma am stärksten.

Tipps fürs Selberpflücken

Wer selbst aufs Feld geht, sollte am besten morgens oder am späten Nachmittag pflücken. Dann sind die Früchte kühler und halten sich länger frisch. Erdbeeren werden idealerweise mit Kelch und kurzem Stiel geerntet, damit sie nicht so schnell Saft verlieren.

Wichtig ist außerdem: Nur vollreife, tiefrote Früchte pflücken – Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht mehr nach. Und auch wenn es verlockend ist: Direkt vom Strauch naschen gehört für viele zwar dazu, sollte aber mit Blick auf Hygiene und Hofregeln bewusst gehandhabt werden.

Erdbeeren im Garten und im Handel

Im eigenen Garten gedeihen Erdbeeren am besten an sonnigen Standorten mit lockerer, humusreicher Erde. Wichtig sind regelmäßiges Gießen, aber keine Staunässe. Viele Hobbygärtner setzen zudem auf mehrjährige Sorten, die über mehrere Jahre Ertrag bringen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Herbert Borrmann)

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